Bürgerstiftung
Von Bürgern für Bürger
Die Bürgerstiftung Böblingen wurde am 09. Dezember 2005 gegründet und am 19. Dezember 2005 vom Regierungspräsidium Stuttgart als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts anerkannt. Engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie ortsansässige Firmen und die Stadt Böblingen haben seither für die Stiftung einen Kapitalstock in Höhe von 877.695 Euro aufgebaut. Aus dessen Erträgen werden gemeinnützige und mildtätige Zwecke unterstützt.
Insgesamt wurden bisher Fördermittel mit einem Gesamtbetrag von 159.545 Euro bewilligt. Die Projekte sind inhaltlich sehr breit angelegt und zeichnen sich durch Nachhaltigkeit aus. Gemeinsam Integration und Miteinander fördern und Hilfe zur Selbsthilfe stärken, und das wirtschaftlich und politisch unabhängig und konfessionell nicht gebunden - diese Aufgabe hat sich die Bürgerstiftung Böblingen gestellt.
Die Stiftung verwirklicht ihren Stiftungszweck in erster Linie in der Stadt Böblingen. Sie übernimmt keine Aufgaben, die zu den Pflichtaufgaben der Stadt Böblingen gehören.
Insgesamt wurden bisher Fördermittel mit einem Gesamtbetrag von 159.545 Euro bewilligt. Die Projekte sind inhaltlich sehr breit angelegt und zeichnen sich durch Nachhaltigkeit aus. Besonders jungen Menschen kommt die Unterstützung der Bürgerstiftung zugute. Hier eine Kurzvorstellung von Projekten, die auf Beschluss der Stiftungsgremien in den Jahren von 2006 bis 2012 gefördert wurden bzw. werden.
„Die Klasse und ich – ohne Gewalt“, Projekt der Arbeiterwohlfahrt an der Theodor-Heuss-Hauptschule
Ziel ist die Stärkung des Selbstvertrauens und des Selbstbewusstseins der Schüler, die Erlernung von Deeskalationsstrategien und verbalen und nonverbalen Ausdrucksfähigkeiten sowie deren Anwendung.
Sprachförderung und Theaterprojekt an der Albert-Schweitzer-Realschule
Durchführung eines Theaterprojekts im Rahmen des schuleigenen Leitbilds „Gesunde Schule – Lernen und Lehren in einem für Körper und Seele gesunden Kontext“. Begleitend fand ein Sprachworkshop statt. Die Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler wurde über den normalen Unterricht hinaus gefördert.
„Kinder in Bewegung“ in den Kindertagesstätten mit Unterstützung der SVB
Ziel ist es, Bewegung über spielerisches Üben zum normalen Tagesablauf werden zu lassen. Den zunehmend motorischen Defiziten der Kinder soll entgegengewirkt werden.
Schülerpaten für Hauptschülerinnen und Hauptschüler in Böblingen
Ehrenamtliche Paten begleiteten einzelne Schüler beim Übergang von der Schule in den Beruf. Zentrale Aufgaben waren dabei die Unterstützung bei der Berufsorientierung und der Ausbildungsplatzsuche.
Stipendien für Böblinger Abiturientinnen und Abiturienten
Fünf sehr begabte, engagierte und motivierte Abiturientinnen und Abiturienten, die die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen mitbringen, werden während ihres Studiums mit einem Stipendium unterstützt.
Kinderuniversität an der Volkshochschule
Die Böblinger Kinderuni ist eine kostenlose Vorlesungsreihe für Kinder. In den Vorlesungen werden den Kindern spannende Wissensgebiete einfach und verständlich vermittelt. Ziel ist es, die Kinder für das Lernen zu begeistern und sie zu selbständigem Denken zu motivieren.
Elternseminare für Konfliktbewältigung und gewaltfreie Kommunikation
Die Elternbildung wird offensiv gefördert. Die Projekte wurden gut angenommen.
Einzelfallhilfen für bedürftige Familien und Senioren
Ziel ist es, zielgerichtet, individuell und unbürokratisch in solchen Fällen zu helfen, wo Mittel z.B. für medizinische Zusatzleistungen oder Reparaturen von Hausgeräten fehlen, aber nicht vom Sozialleistungsträger übernommen werden.
Förderung der Arbeit der Jugendfarm Böblingen e.V.
Seit Jahren leistet die Jugendfarm einen wichtigen Beitrag in der Jugendarbeit. Mit der Förderung würdigt die Bürgerstiftung diese engagierte, nachhaltige und ehrenamtlich geleistete Arbeit.
Deeskalationstraining der Arbeiterwohlfahrt am Albert-Einstein-Gymnasium
Ziel ist es, Gewalt und Erfahrungen mit psychischer und physischer Gewalt zum Thema zu machen, gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln und Zivilcourage zu entwickeln und auszubauen. Die Handlungsstrategien im Zusammenhang mit Gewalterfahrungen werden in den (Schul-)Alltag transferiert.
Schülerprojekt „Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen im Streuobstgebiet Hochberg“
Das Projekt stellt einen wichtigen Beitrag zur Förderung seltener und gefährdeter Pflanzen- und Tierarten dar. Das Streuobstgebiet Hochberg besitzt noch eine Wertigkeit, die es ermöglicht, die biotoptypischen, schutzbedürftigen Arten dauerhaft im Gebiet zu erhalten. Durch die Beteiligung von Schülergruppen wird ein Beitrag zu einer nachhaltigen Jugendbildungsarbeit geleistet, die auch durch soziale Komponenten geprägt ist.
Schulübergreifendes Anti-Gewalttraining an Böblinger Schulen
Das Anti-Gewalttraining richtet sich an Schüler, die durch Sachbeschädigungen, massive verbale und/oder körperliche Gewalt und Bedrohung, aber auch durch permanentes Stören des Unterrichtes auffallen und aufgrund dessen kurz vor schwerwiegenden Sanktionen stehen. Im Anti-Gewalttraining werden die Teilnehmer konsequent mit ihrem Verhalten konfrontiert, die Gedanken in Richtung Schuldbewusstsein und Verantwortungsübernahme gelenkt. Es soll eine Wiedergutmachungsleistung und Umorientierung erfolgen.
„Gewaltfrei lernen“ an der Eduard-Mörike-Schule
„Gewaltfrei lernen“ – dahinter verbirgt sich das Konzept einer bewegungsreichen Konfliktschulung für Kinder. Die Schulung „Gewaltfrei lernen“ fördert Grundschulkinder in einem starken Auftreten und befähigt sie, bei Belästigung, beim Schubsen, Festhalten, Schlagen oder Beleidigen in mutigen sinnvollen Körperreaktionen zu agieren.
„Stark ohne Gewalt“
Die Albert-Schweitzer-Realschule, die Pestalozzischule, die Musik- und Kunstschule Böblingen und der Junge Kammerchor Böblingen planten in Kooperation das Projekt „Stark ohne Gewalt“. Im Rahmen dieses Projektes wurde das Musical „Streetlight“ mit Jugendlichen erarbeitet und anschließend vor einem breiten Publikum aufgeführt. Ziel des Projektes war es, Talente und Fähigkeiten zu fördern und Werte wie Freundschaft und Respekt zu vermitteln. Der Fokus richtet sich dabei auf Alltägliches wie Mobbing und Ausgrenzung - und nicht nur auf die extremen Formen der körperlichen Gewalt.
Sozial-integratives Projekt „Wenn Hände sprechen und Augen hören“ in der Kindertagesstätte Taunusstraße
Das Projekt ist ein Angebot für eine gehörlose junge Frau sich selbst in unserer hörenden Welt zu integrieren. Sie bietet den Kindern verschiedene Aktivitäten an, die Sie in der Gebärdensprache begleitet. Die Kinder lernen neue Muster der Kommunikation kennen und setzen sich mit Formen von Anderssein auseinander.
Projekt „ING. [:int] trifft …“
Im Rahmen des Projekts beteiligen sich Ingenieur/innen aus regionalen Wirtschaftsunternehmen auf ehrenamtlicher Basis am Unterricht des Faches „Naturwissenschaft und Technik“. Sie vermitteln den Schüler/innen Einblicke in Technik und Wirtschaft, in ihre professionellen Arbeitsfelder und sind „ING. zum Anfassen“, wenn sie mit den Schüler/innen experimentieren und an technischen Problemen tüfteln.
Musikpädagogischer Orientierungskurs an der Musikschule Böblingen für Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule
Geistig behinderten Kindern wird die Möglichkeit gegeben, ihre musikalischen Fähigkeiten im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten weiterzuentwickeln. Durch Rhythmik werden Sinne und Sensomotorik geschult, musikalische Fähigkeiten vermittelt. Schwellenängste sollen abgebaut werden.
„Gewaltprävention durch mehr soziales Lernen“ an der Albert-Schweitzer-Realschule
Ziel des Programms ist es, den Schülern durch ein integriertes Konzept zum sozialen Lernen eine positive Sozialentwicklung zu ermöglichen. Das Programm richtet sich an alle Schüler und wird seit zehn Jahren erfolgreich durchgeführt. Das ganze beginnt in der Klasse 5 mit dem im Unterrichtsplan verankerten Training „Soziales Kompetenztraining“ und wird dann in Klasse 6 mit dem Workshop „Selbstbehauptung“ fortgesetzt. Damit das ganze dann bis Ende der Schulzeit nicht wieder in Vergessenheit gerät, wird aufbauend auf Klasse 5 und 6 in Klasse 7 der Workshop „body & more“ durchgeführt. In Klasse 8 dürfen die Schüler/innen dann das Gelernte im „Sozialen Engagement“ in die Realität umsetzen. Sie demonstrieren den unteren Klassen wie toll es ist, wenn man willensstark ist und was man damit alles bewirken kann.
Kooperation Böblinger Schulen mit der Jugendfarm Böblingen
Ziel der Kooperation ist die Förderung der Schüler nach dem Konzept der „Tiergestützten Pädagogik“. Durch die Arbeiten in Hof und Stall und durch den Umgang mit den Tieren werden den Kindern vielfältige Lernmöglichkeiten geboten, die ihrer Entwicklung förderlich sind.
Förderung der Schüler der Kleinen Klasse der Theodor-Heuss-Werkrealschule:
Die Kleine Klasse besuchen Kinder der Klassenstufen 5 und 6 mit Verhaltensauffälligkeiten im sozialen und emotionalen Bereich, die in einer Regelklasse den Schulalltag nicht bewältigen können.
Förderung der Schüler der Grundschulförderklasse und der Kleinen Klasse der Eduard-Mörike-Grundschule:
Die Förderklasse besuchen Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, die aus diesem Grund noch für ein Jahr vom Besuch der ersten Klasse zurückgestellt sind. Die Kleine Klasse wird vor allem von Kindern mit Problemen im Bereich der Aufmerksamkeitssteuerung und im sozialen Bereich besucht.
„Förderung von ganzheitlicher Bildung in Böblingen“ durch das Evangelische Jugendwerk (ejw) an der Eduard-Mörike- und Friedrich-Silcher-Grundschule und der Albert-Schweitzer-Realschule
Ziele des Projekts sind insbesondere die Integration von Schüler/innen mit Migrationshintergrund, der Ausbau und die Stärkung der sozialen Kompetenzen von Schüler/innen und die Stärkung und der Ausbau des Ehrenamts. Es gibt unterrichtsunterstützende Angebote sowie eine Vielzahl von Angeboten im sportlichen, musischen und sprachlichen Bereich.
Schulzirkus LISAMARTONI
Mit dem Schulzirkus betreiben das Böblinger Lise-Meitner-Gymnasium und die Martinsschule Sindelfingen (Förderschule) eine Kooperation, die die Beteiligten fördert in den Bereichen sportliche Bewegung und allgemeine motorische Fertigkeiten, Vertrauen, Teamfähigkeit, Horizontüberschreitung, Kennen lernen neuer Lebensbereiche und vielem mehr. Das Zirkusprojekt schafft hervorragende Möglichkeit für die Anerkennung der Gleichwertigkeit von Individuen und fördert damit auch die Bildung und Entwicklung eines humanen Menschenbildes.
"Schwimmen - ich lern's!" - Schwimmkurs für Böblinger Grundschüler
Eine Umfrage an den Grundschulen hat ergeben, dass fast 42 % der Erst- und Zweitklässler in Böblingen sich nicht sicher im Wasser bewegen können. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Anzahl der Kinder, die nicht Schwimmen können, deutlich zu reduzieren, finden in den Sommerferien Schwimmkurse statt. Ziel ist es, den Kindern mit viel Spaß die Bewegung im Wasser zu vermitteln. Zur Bewegung im Wasser zählen neben dem Schwimmen auch noch das Springen ins Wasser, Gleiten und Tauchen.
Unterstützung von Müttern mit Migrationshintergrund zum Erwerb der Deutschen Sprache
Frauen sollen motiviert werden, einen Integrationssprachkurs zu besuchen, damit sie ihre Kinder besser unterstützen und gleichzeitig Vorbilder sein können. Die dort gewonnenen Erfahrungen sollen Mut und Selbstbewusstsein stärken und ihnen selbst bei der Integration helfen und ihren Familien einen besseren Zugang zu Bildung und Information ermöglichen. Ergänzend sollen die davon Begünstigten weitere Personen ermutigen, auch an diesen Kursen teilzunehmen.
"Kindergarten plus" in Böblingen Kindertageseinrichtungen
Kindergarten plus ist ein Präventionsprogramm zur Stärkung der kindlichen Persönlichkeit. Es richtet sich an vier- bis fünfjährige Kinder in Kindertageseinrichtungen. Kindergarten plus hat das Ziel, die soziale, emotionale und geistige Bildung der Kinder zu stärken und zu fördern. Unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten der Kinder werden die für den Lernerfolg im Kindergarten und im späteren Leben unverzichtbaren Basisfähigkeiten gefördert: Selbst- und Fremdwahrnehmung, Einfühlungsvermögen, Selbstregulation und Selbstwirksamkeit, Konflikt- und Kompromissfähigkeit, Beziehungsfähigkeit, Selbstwertgefühl.
Klasse2000 an Böblinger Grundschulen
Ziel von Klasse2000 ist es, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken. Sie brauchen Kenntnisse, Haltungen und Fertigkeiten, mit denen sie ihren Alltag so bewältigen können, dass sie sich wohlfühlen und gesund bleiben. Kinder müssen stark gemacht werden, damit sie selbst Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen können. Vor diesem Hintergrund verfolgt Klasse2000 folgende Ziele: Kinder kennen ihren Körper und entwickeln eine positive Einstellung zur Gesundheit, Kinder kennen die Bedeutung von gesunder Ernährung und Bewegung und haben Freude an einem aktiven Leben, Kinder entwickeln persönliche und soziale Kompetenzen, Kinder lernen den kritischen Umgang mit Tabak, Alkohol und Medien. Das Programm ist auf die komplette Grundschulzeit ausgelegt.
Treff am See – Spiegelwände
Im Treff am See werden sechs verschiedene Tanz- und Bewegungsangebote für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren angeboten: Stepptanz, orientalischer Tanz, Funktionsgymnastik, Pilates für 60 +, Osteoporose-Gymnastik, Volkstanzgruppe. Spiegelwände dienen der Überprüfung und Korrektur der Körperhaltung im Sinne gesunder Bewegungsabläufe.
Böblinger Klasse - ohne Mobbing!
Im Mobbingfall wird eine Intervention in der Klasse durchgeführt und an einem guten Klassenklima gearbeitet. Die Klasse wird dazu befähigt, zum Vorbild in Bezug auf das Verhalten zu werden. Es geht um die Verbesserung der Klassengemeinschaft ohne Diffamierungen und Schuldzuweisungen, das Erlernen eines respektvollen zwischenmenschlichen Umgangs & sozialer Spielregeln, die von allen akzeptiert, angestrebt und umgesetzt werden. Das Projekt kommt erst dann zum Einsatz, wenn im Rahmen der normalen Schulsozialarbeit kein Erfolg erzielt werden konnte
Generationen-Kunst-Projekt
Die Generationen sollen sich in diesem generationenübergreifenden Projekt mit ihrer Stadt beschäftigen, für sie wichtige Orte, auch Alltagsorte auswählen, mit Mitteln der Fotografie darstellen, und sich diese dann gegenseitig präsentieren und vermitteln. Das Projekt ermöglicht den Beteiligten, sich mit ihren unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten einzubringen: Reflektion, Sprache und einfache Medien (Einmalkamera). Der Bezug zur Stadt gibt dieser eine besondere Bedeutung, die im Alltag so nicht zwingend empfunden wird. Der Zugang über ein persönliches Thema ermöglicht es, zwischen den Generationen Brücken zu bauen und Verständnis entstehen zu lassen. Die Fotografien der Beteiligten werden künstlerisch überarbeitet. Die so entstandenen Exponate werden im Treff am See ausgestellt.
Zirkusprojekt "Ludwando" – Ludwig-Uhland-Schule
Ziel des Projekts ist es, Konzentration, Motivation, Träume, Kreativität, Bewegung, Gruppenerlebnis und soziale Kompetenz der Kinder zu fördern. Das Projekt ist jahrgangsübergreifend unter Beteiligung der Außenklasse der Käthe-Kollwitz-Schule (Schule für Kinder und Jugendliche mit besonderen Lernvoraussetzungen). Das Projekt ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt und wird im Rahmen einer Zirkus-AG umgesetzt. Die ersten Vorstellungen haben bereits stattgefunden.
Welche Ziele verfolgt die Stiftung?
Die Stiftung verfolgt ausschließlich und – teilweise auch – unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Die Stiftung ist gemeinnützig und selbstlos tätig.
Ist die Stiftung gemeinnützig?
Ja, die Stiftung ist gemeinnützig.
Sind Zuwendungen steuerlich absetzbar?
Ja, sind Sie.
Wie will die Stiftung ihre Ziele erreichen?
Durch die Beschaffung von Mitteln, durch die Initiierung und Durchführung von Projekten, durch die befristete Unterstützung von neuen Initiativen in der Startphase, die Durchführung von Veranstaltungen, die finanzielle Unterstützung hilfsbedürftiger Personen, die Vergabe von Stipendien. - Siehe Satzung § 2 (2)
Kann ich als Stifter/in anonym bleiben?
Ja man kann als Stifter anonym bleiben.
Kann ich auch kleinere Beträge spenden?
Ja. Ihre Spende wird gesondert ausgewiesen. Sie muss "zeitnah" wieder ausgegeben werden. Das heißt etwa bis zum Ablauf des folgenden Kalenderjahres.
Was ist der Unterschied zwischen spenden und stiften?
Als Spende gelten bei der Bürgerstiftung satzungsgemäß alle Zuwendungen unter 2000€. Spenden werden gesondert ausgewiesen und kommen zeitnah den geförderten
Projekten oder Veranstaltungen zugute. Stiften können Sie, indem Sie der Bürgerstiftung mindestens 2000€ zukommen lassen. Diese erhöhen dann das Stiftungskapital.
Ausgeschüttet werden hier nur die Erträge.
Ich möchte zustiften aber keine Zeit für Gremienarbeit aufwenden. Geht das?
Ja, das geht.
Welche Möglichkeit der Mitwirkung habe ich?
Wenn Sie stiften, können Sie im Stifterforum mitarbeiten. Es besteht aus interessierten Gründungsstifter/innen und Zustifter/innen.
Das Stifterforum hat beratende Funktion für Stiftungsrat und Vorstand. Außerdem kann es Fachausschüsse zu bestimmten Themen ins Leben rufen.
Auch dort können Sie mitarbeiten. Es wählt alle 5 Jahre den Stiftungsrat.
Darf die Bürgerstiftung schwerpunktmäßig fördern?
Im Prinzip ja. Allerdings dürfen in der Satzung genannte Inhalte nicht für längere Zeit explizit augeschlossen werden.
Warum ist der Stiftungszweck so breit gestreut?
Um niemanden auszuschließen. Außerdem ist eine spätere Satzungsänderung nur sehr schwer möglich.
Was ist das Gütesiegel und hat die Bürgerstiftung Böblingen eines?Das Gütesiegel wird vom Arbeitskreis Bürgerstiftungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen verliehen. Es weist auf die Seriosität der Stiftung hin. Die Bürgerstiftung Böblingen wird ein Gütesiegel beantragen. Es wird jeweils im Oktober verliehen und ist dann für 2 Jahre gültig.
Welches sind die Aufgaben der Gremien im Einzelnen?
Die Gremien sollen den Stiftungszweck umsetzen (Satzung § 2). - Im Einzelnen siehe dazu auch Organe der Bürgerstiftung und die Satzung der Bürgerstiftung (31,5 KiB)
Welche Gremien hat die Stiftung?
Vorstand, Stiftungsrat und Stifterforum. Außerdem können ein Kuratorium und Fachausschüsse gebildet werden. Die Geschäftsführung der Bürgerstiftung ist im Rathaus der Stadt Böblingen angesiedelt. - Siehe auch Organe der Bürgerstiftung, Organigramm (69,4 KiB) und Satzung §§ 6 - 11.
Wo ist die Geschäftsstelle der Bürgerstiftung Böblingen?
Im Rathaus der Stadt Böblingen. Siehe auch Kontaktdaten des Geschäftsführers.
Wie gewinnt die Bürgerstiftung Zustifter/innen?
Durch persönliche Ansprache und gute Öffentlichkeitsarbeit.
Wie komme ich bzw. mein / unser Projekt in den Genuss von Fördermitteln?
Sie können uns den Kontaktbogen mit Ihrem Anliegen zurücksenden oder uns einen Brief auf dem Postweg schicken.
Wie oft fördert die Bürgerstiftung?
Die Bürgerstiftung Böblingen fördert jährlich.
Wird das Stiftungskapital ausgegeben?
Nein, das Stiftungskapital wird nicht angetastet. Es werden nur die Erträge ausgeschüttet. Außerdem alle eingegangenen Spenden.
Wo ist der Unterschied zwischen Gründungsstifter und Zustifter?
Die Gründungsstifter sind diejenigen, die mit Unterzeichnung der Urkunde die Bürgerstiftung ins Leben gerufen haben. Zustifter und Zustifterinnen sind alle die, die fortan mit mindestens 2.000 € den Kapitalstock erhöhen.
Kann ich der Bürgerstiftung auch ein Haus oder ein Bild vermachen?Das können Sie.
Wieso ist die Stadt Böblingen Gründungsstifterin?
Die Bürgerstiftung Böblingen ist auf Initiative des Gemeinderates entstanden. Sie legt über einen matching fund bis 31.12.2010 und maximal 350.000 € in die Stiftung ein. Ziel ist, eine Stiftungseinlage von 1 Million zusammen zu bekommen.
Erledigt die Bürgerstiftung die Aufgaben der Stadt?
Nein. Die Bürgerstiftung Böblingen fördert nur Projekte, die nicht Kernaufgabe der Stadt Böblingen sind.
Der Vorstand
Vertritt die Bürgerstiftung gerichtlich und außergerichtlich. Führt die Geschäfte der Stiftung.
- Besteht aus 3 natürlichen Personen
- Vorstandsmitglieder können nicht gleichzeitig im Stiftungsrat sein
- Arbeitet ehrenamtlich
- Wird vom Stiftungsrat (ab)berufen
- Amtszeit der Mitglieder: max. 2 x 4 Jahre
- Aufgaben siehe Satzung § 7: Aufgaben des Vorstands (11,4 KiB)
Vorstandsmitglieder:
- Herr Dr. Klaus-Georg Hengstberger (Vorsitzender)
- Herr Eberhard Knoblauch
- Herr Herbert Kircher
Der Stiftungsrat
Wacht über die Einhaltung des Stifterwillens, entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung und beaufsichtigt den Vorstand.
- Besteht aus max. 13 natürlichen Personen (max. 1/3 GR)
- Vorsitz: Oberbürgermeister der Stadt Böblingen- vertritt die Stiftung gegenüber Vorstand und Stifterforum
- Arbeitet ehrenamtlich
- Wird vom Stifterforum gewählt
- Amtszeit der Mitglieder: max. 2 x 5 Jahre
- Aufgaben siehe Satzung § 9: Aufgaben des Stiftungsrats (11,1 KiB)
Mitglieder des Stiftungsrates
- Herr Oberbürgermeister Wolfgang Lützner für die Stadt Böblingen ( Vorsitzender Kraft Amtes)
- Herr Dr. Helmut Baur für die Binder Optik AG
- Herr Carsten Claus für die Kreissparkasse Böblingen
- Herr Werner Frech
- Herr Hans Kögel
- Herr Richard Kriegbaum
- Herr Adolf Ohlhausen
- Herr Günter Steude
- Herr Alexander Vogelgsang
Der Gemeinderat der Stadt Böblingen wird im Stiftungsrat vertreten durch
- Frau Angela Spruth für die CDU-Fraktion
- Frau Rosemarie Späth für die Fraktion der Freien Wähler Böblingen
- Herr Jochen Reisch für die SPD-Fraktion
Das Stifterforum
Hat beratende Funktion für Vorstand und Stiftungsrat.
- Besteht aus interessierten Gründungsstifter/innen und Zustifter/ innen – Berichterstattung 1x jährlich.
- Hat beratende Funktion für Stiftungsrat und Vorstand sowie die Möglichkeit in Fachausschüssen mitzuarbeiten.
- Wählt alle 5 Jahre den Stiftungsrat.
- Aufgaben siehe Satzung § 10: Aufgaben des Stifterforums (11,3 KiB)
Bereits zum vierten Mal wurde der Bürgerstiftung Böblingen das Gütesiegel des Arbeitskreises Bürgerstiftungen des Bundesverbands Deutscher Stiftungen verliehen. Damit sind der Bürgerstiftung Böblingen die Einhaltung der zehn Merkmale einer Bürgerstiftung, unter anderem Unabhängigkeit, Vielfältigkeit in der Förderung, regionaler Bezug und Gemeinnützigkeit bestätigt.
Die zehn Merkmale einer Bürgerstiftung
Präambel:
Eine Bürgerstiftung ist eine unabhängige, autonom handelnde, gemeinnützige Stiftung von Bürgern für Bürger mit möglichst breitem Stiftungszweck. Sie engagiert sich nachhaltig und dauerhaft für das Gemeinwesen in einem geographisch begrenzten Raum und ist in der Regel fördernd und operativ für alle Bürger ihres definierten Einzugsgebietes tätig. Sie unterstützt mit ihrer Arbeit bürgerschaftliches Engagement.
- Eine Bürgerstiftung ist gemeinnützig und will das Gemeinwesen stärken. Sie versteht sich als Element einer selbstbestimmten Bürgergesellschaft.
- Eine Bürgerstiftung wird in der Regel von mehreren Stiftern errichtet. Eine Initiative zu ihrer Errichtung kann auch von Einzelpersonen oder einzelnen Institutionen ausgehen.
- Eine Bürgerstiftung ist wirtschaftlich und politisch unabhängig. Sie ist konfessionell und parteipolitisch nicht gebunden. Eine Dominanz einzelner Stifter, Parteien, Unternehmen wird abgelehnt. Politische Gremien und Verwaltungsspitzen dürfen keinen bestimmenden Einfluss auf Entscheidungen nehmen.
- Das Aktionsgebiet einer Bürgerstiftung ist geographisch ausgerichtet: auf eine Stadt, einen Landkreis, eine Region.
- Eine Bürgerstiftung baut kontinuierlich Stiftungskapital auf. Dabei gibt sie allen Bürgern, die sich einer bestimmten Stadt oder Region verbunden fühlen und die Stiftungsziele bejahen, die Möglichkeit einer Zustiftung. Sie sammelt darüber hinaus Projektspenden und kann Unterstiftungen und Fonds einrichten, die einzelne der in der Satzung aufgeführten Zwecke verfolgen oder auch regionale Teilgebiete fördern.
- Eine Bürgerstiftung wirkt in einem breiten Spektrum des städtischen oder regionalen Lebens, dessen Förderung für sie im Vordergrund steht. Ihr Stiftungszweck ist daher breit. Er umfasst in der Regel den kulturellen Sektor, Jugend und Soziales, das Bildungswesen, Natur und Umwelt und den Denkmalschutz. Sie ist fördernd und/oder operativ tätig und sollte innovativ tätig sein.
- Eine Bürgerstiftung fördert Projekte, die von bürgerschaftlichem Engagement getragen sind oder Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Dabei bemüht sie sich um neue Formen des gesellschaftlichen Engagements.
- Eine Bürgerstiftung macht ihre Projekte öffentlich und betreibt eine ausgeprägte Öffentlichkeitsarbeit, um allen Bürgern ihrer Region die Möglichkeit zu geben, sich an den Projekten zu beteiligen.
- Eine Bürgerstiftung kann ein lokales Netzwerk innerhalb verschiedener gemeinnütziger Organisationen einer Stadt oder Region koordinieren.
- Die interne Arbeit einer Bürgerstiftung ist durch Partizipation und Transparenz geprägt. Eine Bürgerstiftung hat mehrere Gremien (Vorstand und Kontrollorgan), in denen Bürger für Bürger ausführende und kontrollierende Funktionen innehaben.
So berichten Zeitungen über die geförderten Projekte der Bürgerstiftung:
- Bürgerstiftung informiert (434,7 KiB)
(Amtsblatt, 15. März 2013) - Helden gesucht (318,6 KiB)
(Amtsblatt, 1. Februar 2013) - stark.stärker.WIR (334,7 KiB)
(Amtsblatt, 21. Dezember 2012) - Hier blühen Kinder auf (1008,9 KiB)
(Kreiszeitung Böblinger Bote, 7. Dezember 2012) - Kennen Sie die Böblingen Bürgerstiftung (143,2 KiB)
(Amtsblatt, 7. Dezember 2012) - Unterstützung für die Käthe-Kollwitz-Schule (151,3 KiB)
(Amtsblatt, 7. Dezember 2012) - Interessanter Lernstoff in den Herbstferien (678,1 KiB)
(Kreiszeitung Böblinger Bote, 27. Oktober 2012) - Bürgerstiftung erhält zum vierten Mal Gütesiegel (305,3 KiB)
(Amtsblatt, 5. Oktober 2012) - Weiteres Jahr "Schwimmen - ich lern's!" mit Erfolg abgeschlossen (331,1 KiB)
(Amtsblatt, 28. September 2012) - "Die Kapitäne dürfen nicht untergehen" (1,699 MiB)
(Kreiszeitung Böblinger Bote, 11. August 2012) - Mit Spaß Bewegung im Wasser erlernen (1,784 MiB)
(Kreiszeitung, 7. August 2012) - Bürgerstiftung Böblingen informiert im Stifterforum (430,9 KiB)
(Amtsblatt, 1. Juni 2012) - Ludwando - Am Anfang war das Bauchweh (712,1 KiB)
(Kreiszeitung Böblinger Bote, 11. Mai 2012) - Spende für die Bürgerstiftung (451,6 KiB)
(Amtsblatt, 13. April 2012) - Bürgerstiftung informiert: In vielen Bereichen aktiv! (84,7 KiB)
(Amtsblatt, 16. März 2012) - Einrad-Künstler und Akrobaten (197,6 KiB)
(Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung, 25. Januar 2012) - Auf den Spuren von Neutronen und Quarks (1,842 MiB)
(Kreiszeitung Böblinger Bote,, 3. November 2011) - Erfolgreiches Schwimmprojekt (362,2 KiB)
(Amtsblatt, 16. September 2011) - Bürgerstiftung fördert Deeskalationstraining (331,3 KiB)
(Amtsblatt, 19. August 2011) - Augen zukneifen hindert den Vorwärtstrieb (1,968 MiB)
(Kreiszeitung Böblinger Bote, 11. August 2011) - Lernen mit Praxisbezug (2,658 MiB)
(Kreiszeitung Böblinger Bote, 20. Juli 2011) - Kostenlose Schwimmkurse (1,616 MiB)
(Kreiszeitung Böblinger Bote, 25. Mai 2011) - Auf dem Weg zur Million (236,4 KiB)
(Amtsblatt, 10. Dezember 2010) - Streetlight (834,1 KiB)
(Kreiszeitung Böblinger Bote, 19. Oktober 2010) - Naturaktion VIZ (342,7 KiB)
(Kreiszeitung Böblinger Bote, 15. Oktober 2009) - Wir sind weit - aber noch nicht am Ziel (245,7 KiB)
(Amtsblatt, 17. April 2009)










