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FreizeitKultur

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Freie Zeit ist heute knapp bemessen. Umso wichtiger sind hochwertige Angebote für individuelle Bedürfnisse. Sie suchen komprimierte Erholung für die eigene Inspiration? Böblingen hat ein attraktives Angebot für jeden Bedarf. Hier stellen wir Ihnen Informationen auf einer übersichtlichen Plattform bereit. Finden statt suchen - und dafür länger genießen.

Erholung beginnt hier vor der Haustür. Unsere Stadt liegt im Heckengäu, einer reizvollen Natur- und Erholungslandschaft am Rande des Schönbuchs, mit Nähe zum Schwarzwald und zur Schwäbischen Alb. Für Reisehungrige liegt der Flughafen Stuttgart in greifbarer Nähe.

Und in der Stadt selbst? Hier laden Mineraltherme und Bäder, Sportstätten und Vereine, Kinos, Kleinkunst-Bühnen und das Künstler-Viertel zur individuellen Freizeitgestaltung ein. Ein vielfältiges Shopping-Angebot unseres modernen Handels rundet die Vielfalt ab. Der weitere Ausbau unseres ideenreichen Freizeit- und Kulturangebots ist uns wichtig - für den maximalen Lebens- und Erholungswert unserer Bürger und Gäste.


55 Sommer

Ein Schrebergarten erzählt Geschichte(n)

Von wegen verschlafen! In der Kleingartenanlage „Sommerglück“ tobt das Leben – 55 Sommer lang, vom Kriegsende bis zur Jahrtausendwende, wird sie zum Schauplatz kleiner Dramen und großer Ereignisse. Denn: die Zeiten ändern sich – und mit ihnen die Bewohner und Besucher der Schrebergärten. Alliierte Besatzer und kesse Besetzer, Ordnungshüter und Hippies, Schwaben und Neigschmeckte treffen zwischen Gartenzaun und Träubles-Strauch aufeinander. Verschiedene Generationen kommen und gehen, teilen so manche Meinung und manchmal auch ein Grillwürstchen miteinander. Mal regiert das Weltgeschehen und mal die Nachbarschaftsfehde – doch stets bleibt das „Sommerglück“ Schauplatz eines ganz besonderen Stücks Heimatgeschichte.

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Dritte Auflage von "Big Sounds"

19.-21. September 2014

Von Freitag, den 19. September bis Sonntag, den 21. September 2014 steht Böblingen im Zeichen „großer Klangkörper“. Das Big Sounds Festival bietet nun schon im dritten Jahr ein facettenreiches Programm. Von Jazz, HipHop, Funk bis Rock werden verschiedene Bands das Publikum begeistern und zeigen, dass Blechbläserei, weit über die Genregrenzen hinaus, vielfältig ist. Zu den kostenpflichtigen Konzerten in der Kongresshalle und den Workshops, gibt es wieder kostenlose Konzerte im Außenbereich.
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Warum ist Schwimmen im Langen See nicht erlaubt?

Fast ein Kilometer lang, bis zu 100 Meter breit und zwei bis drei Meter tief, inmitten von grünen Wiesen – den Langen See auf dem Flugfeld Böblingen/Sindelfingen würden viele im Sommer gerne für eine Abkühlung nutzen. Warum ist das Baden im Langen See nicht erlaubt? Neben der stadtplanerischen Gestaltung und dem Freizeitwert für die „Grüne Mitte“, wurde der Lange See als abwassertechnische Anlage zur Regenwasserbewirtschaftung des Flugfelds und als naturschutzrechtliche Ausgleichsfläche angelegt.

Der Lange See stellt für das neue Stadtquartier ein zentrales städtebauliches Element dar und hat zunächst eine gestalterische Funktion. Stadtplanerisch hat der See jedoch auch eine wichtige ökologische Ausgleichsfunktion und wurde für den Regenwasserrückhalt auf dem Flugfeld angelegt.

Wasserkreislauf: Regenwasser fließt gereinigt in den See

Fast alle Niederschläge auf dem Flugfeld fließen in den See, der damit auch als wertvoller Hochwasserschutz dient und die Kanalisation entlastet. Das Gesamtvolumen des Sees beträgt ca. 80 Millionen Liter, die minimale Tiefe liegt bei zwei Meter, die maximale Tiefe bei drei Meter. Jegliche Nutzung außerhalb der Funktion als abwassertechnische Anlage ist genehmigungsrechtlich ausgeschlossen – somit auch Schwimmen im Langen See. Zum einen damit das Wasser durch den See gereinigt dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt werden kann. Würden Menschen im Langen See schwimmen, würde der See mit Sonnenmilch, menschlichen Sekreten und Ähnlichem verschmutzt werden. Da es keine natürlichen Zuflüsse gibt und der See, im Gegensatz zu natürlichen Gewässern, keine Selbstreinigungskräfte besitzt, würde sich die Verschmutzung – insbesondere in niederschlagsarmen Zeiten – negativ auf die Wasserqualität auswirken. Zum anderen müssten hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, um Badeunfälle zu verhindern. An künstlich angelegte Gewässer werden erheblich höhere sicherheitstechnische Ansprüche gestellt, als an natürliche Gewässer.

Wasserrückhaltezone: Regenwasser fließt kontrolliert in den Aischbach

Das Niederschlagswasser auf den versiegelten Dach-, Hof- und Verkehrsflächen des Flugfelds wird zunächst gereinigt und fließt anschließend durch den See und dann gedrosselt über die Schwippe in den verdolten Aischbach in Böblingen. Damit die Regenwasserabflüsse nach und nach abgeleitet werden, ohne dass Hochwasser entsteht, wurde der Lange See als Wasserrückhaltezone angelegt. Das Regenwasser wird auf seinem Weg in den See zunächst durch Bodenfilterbecken geleitet, die eine gleichbleibende Wasserqualität des Sees gewährleisten, die für den Aischbach und die Schwippe ausreicht. Das Abwasser läuft durch Schilfgras in die Becken und fließt durch ein Substrat aus Kies und Sand. Dadurch wird das Abwasser von Leichtflüssigkeiten, beispielsweise Öl von Verkehrsflächen, und Nährstoffen wie Phosphor oder Schweb- und Schadstoffe gereinigt, u.a. damit sich keine Algen bilden. Die Schilffelder auf den Bodenfilterbecken halten das Substrat zudem wasserdurchlässig und filtern zusätzlich Nährstoffe aus dem Wasser.

Naturschutz: Röhrichtzone am Seeufer

Die Seewasserzirkulation und die Wasserqualität können zusätzlich über die sogenannte Röhrichtzone aus Schilf gesteuert werden. Diese Schilffelder am Südufer dienen darüber hinaus als Lebensraum verschiedener Tierarten und bilden einen natürlichen Kontrast zur urbanen Kante des Nordufers. Der Schilfgürtel versperrt den Zugang weitestgehend, so dass die Tierwelt, die sich hier ansiedelt, genügend ruhige Rückzugszonen findet – stadtplanerisch ein wichtiges Detail. Der Lange See wurde als naturschutzrechtliche Ausgleichsfläche für versiegelte Flächen auf dem Flugfeld angelegt. Würden Menschen im Langen See schwimmen, würden die heimischen Tiere in den Rückzugszonen gestört werden. Ein sogenanntes Trennbauwerk sorgt dafür, dass die Röhrichtzone nicht in den See einwächst. Ufer und Seeboden sind außerdem gegenüber dem Grundwasser aus genehmigungsrechtlichen Gründen durch eine Kunststoffdichtungsbahn vollständig abgedichtet.


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