Integrationsrat
Hier stellen sich die Mitglieder vor.

Der Integrationsrat ist ein ehrenamtliches Gremium, das Ansprechpartner, Interessenvertretung und Vermittler für die in Böblingen lebenden Menschen mit Migrationserfahrung sein wird, deren Anteil an der Böblinger Gesamtbevölkerung 45% beträgt. Die Amtszeit des amtierenden Integrationsrates endet im Oktober 2017.
Erste öffentliche Sitzung des Integrationsrates
Wessen Interessen vertritt der Integrationsrat Böblingen? Ist er nur für Menschen mit Migrationshintergrund Ansprechpartner? Was sind eigentlich die Ziele des Gremiums? Haben auch Sie offene Fragen zum Integrationsrat Böblingen? Dann haben Sie am 14. Mai 2013 Gelegenheit, diese den Mitgliedern persönlich zu stellen. Der Integrationsrat Böblingen lädt zur ersten öffentlichen Sitzung ein.
Am Dienstag, den 14. Mai 2013 findet die erste öffentliche Sitzung des neuen Gremiums um 19.00 Uhr im Treff am See (Großer Saal) statt. Neben vielfältigen Themen, die besprochen werden, beantworten die Mitglieder auch Fragen und nehmen Anregungen entgegen. Eingeladen sind Vertreter/-innen von Zuwandererorganisationen, von interkulturellen Initiativen und Einrichtungen sowie alle interessierten Böblinger - egal ob jung oder alt, Mann oder Frau, ausländischer oder deutscher Herkunft.
Wer sich vorab genauer informieren oder Vorschläge für die Tagesordnung machen möchte, kann eine E-Mail schicken an info@integrationsrat-boeblingen.de. Der Integrationsrat Böblingen freut sich auf viele Besucher/-innen!
Wählen und gewählt werden
Alle Personen, die in Böblingen wohnen, Migrationserfahrung haben und über 16 Jahre alt sind, waren eingeladen und berechtigt im Oktober 2012 den neuen Integrationsrat zu wählen.
Voraussetzungen für eine Kandidatur
- Sie haben Ihren 1. Wohnsitz Böblingen
- Sie haben einen Migrationshintergrund (mindestens ein Elternteil im Ausland geboren)
- Sie sind mindestens 18 Jahre alt
- Sie sind nachweislich haupt- oder ehrenamtlich in der Integrations-/ interkulturellen Arbeit tätig
Die Vorauswahl der Jury
Die Jury besteht aus je einem Mitglied jeder Gemeinderatsfraktion und sechs Expert/-innen die vom Arbeitskreis für diese Aufgabe eingeladen werden. Die Jury wird in ihrer Vorauswahl der Bewerbungen vor allem bedacht darauf sein, eine größtmögliche Vielfalt zu sichern. Die Auswahlkriterien der Jury für die Integrationsrats-Bewerber und Bewerberinnen sind:
- Nachweisbare Erfahrungen in der Integrationsarbeit
- Zeitbudget zur Durchführung der Aufgabe eines Gremienmitglieds
- Kommunikationsfähigkeit und Toleranz
- Deutsch-Kenntnisse für eine Kommunikation auf Augenhöhe
Wie der Integrationsrat arbeiten wird
Der Integrationsrat wird die Vertretung aller in Böblingen lebenden Nationen gegenüber der Öffentlichkeit und den politischen Gremien der Stadt sein. Vielfalt und Ausgewogenheit sind deshalb die wichtigsten Voraussetzung bei der Zusammensetzung des Rats, der aus insgesamt zwölf Personen bestehen wird. Die Vielfalt des Rats wird hinsichtlich Geschlecht, Alter, Herkunft und auch Stadtteilzugehörigkeit berücksichtigt. Der Integrationsrat wählt eine/n Vorsitzende/n aus den Reihen der Mitglieder für jeweils ein Jahr, der Ansprechpartner ist und den Rat nach
außen vertritt.
Als Experten und Kooperationspartner werden zusätzlich Fachleute, unabhängig von ihrem Geburtsort, zur Zusammenarbeit in bestimmten Fragestellungen eingeladen. Eine Zusammensetzung aller in Böblingen lebenden Nationen und Kulturen kann jedoch bei weit über 100 verschiedenen, hier lebenden Nationen nicht gewährt werden.
Themen, die den Integrationsrat beschäftigen
Der Integrationsrat wird seine Themen und Handlungsfelder an den Anfragen aus der Bevölkerung, seinen eigenen Ideen und den Zielsetzungen selbst bestimmen.
Dennoch gibt es Fragen, die bereits im Vorfeld mit verschiedenen Menschen diskutiert wurden und die auch für den Integrationsrat Bedeutung haben werden. Z.B. sollen wichtige Entscheidungen in der Stadt in verschiedenen Sprachen an die Öffentlichkeit gegeben werden? Welche Unterstützung brauchen Neubürger mit Migrationshintergrund um sich in unserer Stadt zu Recht zu finden? Welche Sprachförderungsangebote können in den Stadtteilen noch verstärkt werden?
Vor allem aber wird der Integrationsrat dazu beitragen, Klärung und Transparenz zum Begriff „gelungener Integration“ in der Bevölkerung zu schaffen und dazu eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit leisten.
Ziele der Arbeit des Integrationsrates
Werte wie Vielfalt, Toleranz und Demokratie werden bei uns großgeschrieben. Der Integrationsrat setzt sich aktiv dafür ein, diese Werte in die Böblinger Bürgergemeinschaft zu tragen und Diskriminierung zu verhindern. Er fördert das Miteinander von Menschen mit vielfältigen Kulturen und Lebensweisen.
Der Integrationsrat pflegt eine religionsneutrale Haltung. Er vermittelt zwischen den Religionen und gestaltet Begegnung und wertschätzenden Austausch der verschiedenen Glaubensrichtungen. Er unterstützt örtliche Organisationen und Eltern, um Kinder und Jugendliche von Beginn an zu begleiten. Er leistet eigenverantwortliche Öffentlichkeitsarbeit und wird sich für die Bereitstellung eigener finanzieller Mittel zur Realisierung von Projektideen einsetzen.
Der Integrationsrat unterstützt und fördert präventive und integrative Projekte und demokratische Beteiligungsformen in der Bürgerschaft.
Kooperationspartner des Integrationsrats
Der Integrationsrat wird als Gremium die Themen der Integration von Migrantinnen und Migranten, die in Böblingen Relevanz haben, im Gemeinderat und seinen Ausschüssen vortragen.
Er kann Anträge an den Gemeinderat stellen, die vom Gemeinderat oder dessen beschließenden Ausschüssen verpflichtend beraten werden.
Der Integrationsrat strebt die Entsendung einer Vertretung in die verschiedenen beratenden Gremien an. Z.B. Schulbeirat, Seniorenbeirat, Kitabeirat, SMV aller Böblinger Schulen, etc. und sucht den Dialog mit den Ämtern der Stadt. Er steht den städtischen Ämtern als Kooperationspartner in Fragen der Integration zur Verfügung.
Er sucht die Zusammenarbeit mit Institutionen, Vereinen und engagierten Akteuren der Integrationsarbeit auch zu bestimmten Fragestellungen, Projekten und grundsätzlichen Themenfeldern.






