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SozialBildung

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Ein Erfolgsgeheimnis der in Böblingen ansässigen Unternehmen, Organisationen und Einrichtungen ist die Vielfalt. Unterschiedlichkeit, die in ihren unendlichen Facetten herausragende Gemeinschaftsleistungen hervorbringt. Mit unserem Bildungsangebot und sozialen Einrichtungen schaffen wir dafür die besten Voraussetzungen - für jeden Menschen individuell, in jeder Lebensphase, unabhängig seiner Herkunft und im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Was heißt das? Wir wollen Fähigkeiten entwickeln, Bildung aufbauen und Weiterbildung ein Leben lang fördern. Kreativität sehen wir als Kapital für die Zukunft. Dazu bietet Böblingen entsprechende Angebote. Vertreter der sozialen Einrichtungen, Bildungsstätten und Unternehmen setze sich dafür ein. So schließen wir den Kreis und öffnen ihn gleichzeitig.


Hollerith Zentrum schafft Durchbruch bei den Zulassungszahlen

Internationale Studenten auf dem Campus

Einen entscheidenden Schritt zur Zukunftssicherung des Standortes Böblingen kann jetzt das Herman Hollerith Zentrum (HHZ) in Böblingen melden. Erstmals in der jungen Geschichte des Böblinger Lehr- und Forschungszentrums gibt es zum Wintersemester 2015/16 mehr Bewerbungen als Studienplätze angeboten werden. Für die insgesamt 25 Plätze des Masterstudiengangs Services Computing gingen 35 Bewerbungen ein. In den vergangenen drei Jahren musste die Bewerbungsfrist jeweils verlängert werden, um die Plätze zu füllen.

Sehr erfreut über die Entwicklung zeigte sich der Leiter des Herman Hollerith Zentrums, Prof. Dr. Alexander Rossmann: „Die steigende Zahl an Studienbewerbern zeigt, dass wir in den vergangenen Jahren die richtigen Schritte vollzogen haben, um den Standort Böblingen langfristig zu etablieren und das der Studiengang nun auch auf die Nachfrage trifft, die immer vorhergesagt worden ist. Das ist für uns eine besondere Wegmarke. Sie zeigt, dass die Entscheidung für den Standort Böblingen richtig war.“

Namhafte Wissenschaftler lehren im HHZ

Für Alexander Rossmann kommt die positive Entwicklung dabei nicht überraschend: „Im letzten Jahr konnten wir mit der nextcc und der Wissenschaftskonferenz gleich zwei Konferenzen ans HHZ holen. Das hat unseren Ruf deutlich verbessert. Unsere Gäste haben gesehen, dass hier ein herausragender wissenschaftlicher Standort entsteht.“ Fast abgeschlossen ist zudem auch die Berufung der Professoren am Herman Hollerith Zentrum. Mit Prof. Dieter Hertweck und Prof. Dr. Christian Decker konnten zwei namhafte Wissenschaftler für das HHZ gewonnen werden. Die letzte noch ausstehende Professur soll im Herbst besetzt werden. Mit der Komplettierung des Teams am HHZ werden dann auch die Zulassungen nochmals erhöht. Statt bisher nur einmal im Jahr wird das HHZ zukünftig jedes Semester 25 neue Studierende zulassen. Der nächste Bewerbungstermin ist der 15. Januar.


Neufassung der Betreuungsgebühren und Anpassung der Verpflegungsgebühren

Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung die Anpassung der Betreuungsgebühren für Kinder unter drei Jahren an die landeseinheitlichen Empfehlungen der kirchlichen und kommunalen Spitzenverbände in Baden-Württemberg beschlossen. Die Anpassung erfolgt in zwei Schritten, zum 1. September 2015 und zum 1. September 2016 und bedeutet eine spürbare Erhöhung. Die Verpflegungsgebühr wird in zwei Schritten nach oben angepasst. Ab 2016 werden flächendeckend sogenannte ständige Stellvertretungen in den Kitas installiert.

Die kirchlichen und kommunalen Spitzenverbände in Baden-Württemberg geben an ihre Mitgliedsorganisation seit vielen Jahren Empfehlungen aus, wie die Betreuungsgebühren in den Kindertageseinrichtungen angemessen erhoben werden können. Seit 2012 wendet die Stadt Böblingen diese Empfehlungen für Kinder ab drei Jahren an. Ab 1. September 2015 werden nun auch die Gebühren für Kinder unter drei Jahren schrittweise an die Empfehlungen angepasst.

Anpassung in zwei Schritten

Die Anpassung wird in zwei Stufen erfolgen, die erste Änderung erfolgt im September 2015. Endgültig umgesetzt werden die Empfehlungen schließlich zum 1. September 2016. Eine wichtige Grundlage für die Entscheidung war der enorme Anstieg der U3-Plätze in Böblingen. Waren es im Jahr 2007 noch 57 Plätze unter städtischer Regie, so können heute mehr als 350 Kleinkinder in städtischen Kitas betreut werden. Hinzu kommen neu geschaffene Plätze in der evangelischen Waldkita, bei der Sportvereinigung Böblingen und bei educcare auf dem Flugfeld, deren Elternbeiträge an die städtischen Gebühren gekoppelt sind.

In den Vorberatungen war es Elternvertretern und Gemeinderäten wichtig, dass es bei den qualitativen Standards keine Abstriche geben darf. Die Stadt hat in den letzten Jahren kräftig in die Rahmenbedingungen der Kitas investiert und leistet hier auf freiwilliger Basis Ausgaben im Millionenbereich. Allein für die Schaffung von 48 Ausbildungsplätzen sind jährliche Aufwendungen von mehr als 600.000 Euro erforderlich. Diese Anstrengungen werden unternommen, um mehr Fachkräfte zu gewinnen, was zunehmend besser gelingt.

Die Empfehlungen werden von vielen Trägern und Kommunen in Baden-Württemberg angewandt. Dieser Systematik wird auch in Böblingen bereits seit längerem gefolgt, mit der aktuellen Entscheidung im Gemeinderat werden nun noch die Beträge angeglichen.

Auch bei der Verpflegungsgebühr in zwei Schritten

Bei der Verpflegungsgebühr wird es künftig eine Unterscheidung zwischen Kindern unter drei Jahren und Kindern ab drei Jahren geben. Ab September 2015 wird für die älteren Kinder eine Erhöhung von 10,00 Euro pro Monat erfolgen, die Gebühren für die U3-Kinder bleiben bei 70,00 Euro. In einem zweiten Schritt werden die Gebühren für die Kinder ab drei Jahren ab September 2016 auf 90,00 Euro angehoben, für die Kinder unter drei Jahren erfolgt dann eine Anpassung auf 80,00 Euro. Damit wurde ein Kompromissvorschlag umgesetzt. Wollte man, wie in einer früheren Gemeinderatsentscheidung festgelegt, die direkten Kosten der Essensversorgung auf die Sorgeberechtigten umlegen, so wären monatliche Gebühren von mehr als 108,00 Euro erforderlich. Dieser Schritt war den Beteiligten deutlich zu groß. Parallel zur Gebührenanpassung wird dadurch der Kostenaufwand noch gezielter auf die jeweiligen Abnehmer umgelegt.

Weiterer Baustein zur Fachkräftegewinnung

Bereits im Februar 2014 hatte der Gemeinderat beschlossen, in den Kindertagesstätten mit vier und mehr Gruppen oder mit Ganztagesbetreuung ständige Stellvertretungen einzurichten. Im Gegensatz zu den Abwesenheitsstellvertretungen besteht hier die Möglichkeit einer besseren Bezahlung, die Höhe richtet sich nach der Anzahl der Kinder in der Einrichtung. Mit dem nun gefassten Beschluss können auch in den zehn Kitas, die die Kriterien bisher nicht erfüllt hatten, ständige Stellvertretungen eingerichtet werden. Die Umsetzung erfolgt zum Haushalt 2016 und bietet zehn weiteren Führungskräften die Möglichkeit, für ihre Tätigkeit ein Gehaltsplus zu bekommen. Mit der Maßnahme ist auch der Wunsch verbunden, für die Zukunft verstärkt gute Nachwuchs-Führungskräfte aus den eigenen Reihen entwickeln zu können.


Neue Betreuungsgruppe für jüngere Menschen

Endlich ist es soweit: Die Betreuungsgruppe für jüngere dementiell erkrankte Menschen ist Anfang März gestartet. Voraus ging im Jahr 2013 eine landkreisweite Demenzkampagne.

Im Laufe dieses Jahres wurde deutlich, dass die Zahl der jüngeren dementiell erkrankten Menschen zwischen 40 und 60 Jahren immer mehr zunimmt. Gerade für diese Altersstufe braucht es dringend Entlastungsangebote für die pflegenden Angehörigen, die häufig noch erwerbstätig sind. Die Angebote sollten auf die Bedürfnisse der Erkrankten zugeschnitten sein, da sie oft körperlich sehr fit sind und viel Bewegung brauchen.

Spezielle Betreuungsgruppe initiiert

Die Leiterin der Böblinger Informations-, Anlauf- und Vermittlungsstelle für hilfe- und pflegebedürftige Menschen, Bärbel Feuersänger erkannte den Bedarf und fragte bei der Geschäftsführerin der Böblinger Sozialstation, Annegret Spengler an, ob diese eine Betreuungsgruppe vor Ort installiert. Zusammen mit der Einsatzleiterin Dorothe Stoy wurde diese spezielle Betreuungsgruppe nun initiiert. Das Projekt wird unterstützt vom Inner Wheel Club Böblingen, dessen Präsidentin Anna-Maria Oltzscher durch die Demenzkampagne darauf aufmerksam geworden war.

Geleitet wird die Gruppe von der Diplom-Sozialarbeiterin Annette Schneider und weiteren Ehrenamtlichen. Die Teilnehmer treffen sich jeden Montag von 9.00 bis 12.00 Uhr in der Wohnanlage Hautana, Karlstraße 21. Bei Interesse und für weitere Auskünfte können sich Interessierte unter Telefon (0 70 31) 49 87 49 an Dorothe Stoy wenden.


Erschwinglicher Wohnraum in Ballungsräumen

Dieses Thema beschäftigt die Verantwortlichen in den Kommunen schon lange. Die Sozialwohnraumförderung ist eines der langfristigsten Modelle zur Schaffung von günstigem Wohnraum. Mit dem Landeswohnraumförderungsgesetz 2013 wird dieser Weg weiter beschritten.

Verschiedene Wohnbauförderprogramme wurden in den vergangenen Jahrzehnten aufgelegt. Auch in Böblingen gibt es geförderten Wohnraum, der hauptsächlich in den 70er und 80er Jahren realisiert wurde. Zurzeit gibt es noch 406 gebundene Wohnungen. Diese Bindungen entfallen in den nächsten Jahren nach und nach. Jedoch entfallen mit dem Bindungsende nicht die Wohneinheiten als günstiger Wohnraum für die Kommune. Es entfällt lediglich die formale Verpflichtung des Eigentümers, von potentiellen Mietern einen Wohnberechtigungsschein zu verlangen.

Grundstückspolitik für geförderten Wohnraum

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 30. Juli 2014 von der Situation des geförderten Mietwohnungsbaus Kenntnis genommen. Als effektivstes Instrument für zusätzlichen geförderten Wohnraum werden die Möglichkeiten angesehen, die sich aus der Grundstückspolitik ergeben. Der Gemeinderat hat die Verwaltung beauftragt, mit einer geeigneten Grundstückspolitik den Bau geförderter Wohnungen zu forcieren. Bei kleinen, mittleren und großen Bauvorhaben von Mietwohnungen können über Verhandlungen zum Kaufvertrag eines Grundstücks Bedingungen zur Schaffung von gefördertem Wohnraum in den jeweiligen Vertrag einfließen. Von einer generellen Quotierung oder allgemein gültigen Mindestgrenzen wurde mangels Masse an Grundstückgeschäften abgesehen. Die Verwaltung wird angemessene Bedingungen im Einzelfall einarbeiten. Zudem soll die Stadt mit der Böblinger Baugesellschaft und anderen Wohnbaugesellschaften nach geeigneten Standorten für den Bau geförderter Wohnungen suchen und die Verhandlungen entsprechend führen. Die Förderung des Landes soll dabei in geeigneter Form in Anspruch genommen werden.

Verschiedene Modelle geprüft

Die Böblinger Baugesellschaft ist bereit, neue Wohneinheiten zu schaffen, soweit geeignete Grundstücke zur Verfügung stehen. Die Stadt Böblingen ist als Mitgesellschafterin der BBG bereit, eine niedrigere Rendite bezogen auf geförderte Wohneinheiten zu akzeptieren, wenn im Gegenzug diese sozialgebundenen Wohneinheiten geschaffen werden. Unter den verschiedenen Modellen, die die Stadtverwaltung zusätzlich zur Schaffung von günstigem Wohnraum geprüft hat, erschien das Ludwigsburger „Fair-Wohnen-Modell" am effektivsten. Zusammen mit der BBG wird die Stadtverwaltung die Übertragung dieses Modells auf die Stadt Böblingen prüfen.

Als Zielgröße wird ab 2015 bis 2020 eine Mindestzahl von zehn zusätzlichen gebundenen Wohneinheiten jährlich angestrebt. Festzustellen ist, dass günstiger Wohnraum in Ballungszentren schwierig zu schaffen ist, wenn die Grundstückspreise hoch und Grundstücke begehrt sind. Mit den Beschlüssen des Gemeinderats sollte es möglich sein, für viele Böblinger/-innen erschwinglichen Wohnraum zu sichern. Die Grundproblematik hoher Quadratmeterpreise wird jedoch weiter bestehen.


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