Die Zukunft von morgen am Stadteingang Bahnhofstraße
Der Gemeinderat hat 2003 mit dem Rahmenplan Unterstadt die Richtung vorgegeben. Am Stadteingang Bahnhofstraße soll mit großflächigem Einzelhandel ein neuer Magnet entstehen, der die bestehenden Angebote qualitätsvoll ergänzt und Kunden für die Einkaufsstadt Böblingen zurück gewinnt. Eine Chance für die bestehenden Center, durch eine attraktive und zeitgemäße Aufstellung an diesem Aufwind zu partizipieren. Folgerichtig hat der Gemeinderat 2009 den Masterplan Bahnhofstraße verabschiedet, der die Weiterentwicklung der Bahnhofstraße zur Fußgängerzone beinhaltet. Ein Investor für das neue Shoppingcenter wurde mit Herbert Krämer, hkm Management AG in Bergisch Gladbach, 2008 gewonnen. Seither geht es zügig voran.
Shopping-Center Mercaden
Im Juli 2010 hat der Gemeinderat den Bebauungsplan Stadteingang Bahnhofstraße einstimmig verabschiedet. Der Verband Region Stuttgart unterstützt nahezu zeitgleich die Planungen, ebenfalls einstimmig. Ende September 2010 informiert der Investor, dass die Finanzierung des Vorhabens durch das Joint-Venture mit Pramerica gesichert ist.
Die Grundstücke für das Center sind in der Hand des Investors, der Bauantrag ist genehmigt, an hochwertige Anbieter sind bereits über 50 % der Mietflächen für die ca. 100 Shops vermietet. Zunächst werden nun ab August 2012 die Bestandsgebäude abgebrochen. Der Baubeginn für das Mercaden Böblingen wird sich unmittelbar anschließen. Der Baufortschritt kann in der knapp zweijährigen Bauzeit u.a. über die städtische Webcam mitverfolgt werden. Einblicke und Informationen wird es in regelmäßigem Turnus geben. Die Eröffnung des Mercaden Böblingen ist im Herbst 2014 geplant.
Neues Wohn- und Geschäftshaus entsteht in der Bahnhofstraße
Die Aufwertung der Bahnhofstraße auch in Form von privaten Investitionen schreitet Stück um Stück voran. Auf dem Grundstück Bahnhofstraße 29/31, genau gegenüber dem künftigen Einkaufszentrum wird die alte Bausubstanz beseitigt und durch ein neues viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus ersetzt. Die Mitglieder des Ausschusses für Technik, Umwelt und Straßenverkehr wurden von der Verwaltung in der Sitzung am 20. Juni 2012 entsprechend informiert.
Über zwei Geschosse (EG und 1. OG) ist eine attraktive Gastronomie geplant. Die vorhandene Spielhalle wird in das zweite Obergeschoss verlagert. Im dritten Obergeschoss sind zwei Wohnungen geplant. Bereits im Oktober 2010 hat der Ausschuss im Grundsatz der Bebauung zugestimmt. Nun liegt das Baugesuch zur Genehmigung dem Baurechtsamt vor. Die Ausschuss-Mitglieder nahmen von dieser neuen Entwicklung Kenntnis. Damit wird ein weiterer Baustein im Hinblick auf die Aufwertung der Unterstadt und insbesondere im Bereich der Bahnhofstraße realisiert.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich weitere Grundstückseigentümer dieser Entwicklung anschließen und die Chancen erkennen, die sich für private Investitionen gerade in diesem Bereich bieten.
Leitthema für die Bahnhofstraße: Mehrere Szenarien denkbar
Welche Atmosphäre die künftige Fußgängerzone in der Bahnhofstraße haben könnte, wurde anhand dreier Szenarien durch Prof. Schlegel von der Hochschule für angewandte Kunst Hildesheim entwickelt und im Ausschuss für Technik, Umwelt und Straßenverkehr vorgestellt.
Die drei Szenarien
„Avantgarde“ steht für den Einsatz neuer Medien und stilistisch für mehr geschwungene Formen.
„Klassisch-modern“ bezeichnet eine eher vertraute Gestaltung im rechten Winkel, oft mit Stein/Beton und Holz als Materialkombination und in klaren, reduzierten Formen, ergänzt durch künstlerische Elemente.
„Ornamental-modern“ skizziert einen Charakter, der sich auf natürliche Bezüge, wie Grün, Gesundheit und Entschleunigung stützt und ornamentale Motive verwendet. Diese drei Zukunftsvisionen stehen zur Diskussion und sollen als Grundlage für einen endgültigen Vorschlag dienen. In einer Planungsgruppe wird nachfolgend eine realisierbare Gestaltung ausgearbeitet. Berücksichtigt werden soll dabei Material, Form und Farbe, verbunden mit Licht. Wichtig ist, dass durch die Planung eine Wirkung entfaltet wird, bei der alle Elemente aufeinander abgestimmt sind und die deshalb als angenehm empfunden wird. Bereits bei den anstehenden Hochbaumaßnahmen wird dies beachtet.
Farb- und Materialleitplan für die Bahnhofstraße
Die Entwicklung der Bahnhofstraße zu einer Fußgängerzone ist ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess, der nun um einen weiteren Baustein ergänzt wurde.
Der Machbarkeitsstudie und dem Grundsatzbeschluss für eine Fußgängerzone in der Bahnhofstraße aus dem Jahr 2008 folgte ein Jahr später der Masterplan - das Planungskonzept mit Aussagen zur Nutzungsentwicklung, Gestaltung und zum Verkehr. Auf dieser Grundlage und Zielsetzung wurden jetzt viele Maßnahmen und Projekte vorbereitet. Mehrere große Bauvorhaben sind in der Realisierung, damit werden Nutzungslücken geschlossen und der Eindruck der Straße wird sich verändern.
Parallel wurden gestalterische Überlegungen weiterentwickelt
Es wurde ein Lichtkonzept erarbeitet, eine Werbeanlagensatzung beschlossen und die Richtlinie zur Gestaltung der Außenmöblierung erstellt. In einem weiteren Schritt wurde nun ein Farb- und Materilalleitplan ausgearbeitet und im Gemeinderat vorgestellt. Da die Hälfte der Bahnhofstraße neue bauliche Ränder erhält, also viele neue Gebäude entstehen oder Häuser renoviert werden, besteht die Aufgabe, die vielen entstehenden Neubauten aufeinander abzustimmen. Es ist beabsichtigt, durch eine passende Zusammensetzung der Farben und des Materials eine angenehme Atmosphäre zu erzielen.
Bürger wurden befragt
Begleitend zum Planungsprozess wurde ein Materialworkshop durchgeführt. Wie bei einer Bemusterung wurden speziell für die Bahnhofstraße Materialproben der vorgesehenen Fassaden ausgelegt und um passende Bodenbeläge aus Beton- und Naturstein ergänzt. Desweiteren wurde anhand eines visualisierten Fragenbogens mit ausgewählten Bildmotiven eine Bürgerbefragung hinsichtlich dem Farb- und Materialempfinden und der damit verbundenen Atmosphäre durchgeführt.
Aus diesen Voruntersuchungen und Grundlagen heraus wurden ein Fassaden- und Bodenprofil für die Bahnhofstraße abgeleitet. Der Farb- und Materialleitplan dient als Hilfsmittel und Grundlage für jedes neue Bauvorhaben und jede Modernisierung. Die Gebäude, die derzeit entlang der Bahnhofstraße entstehen, wurden bereits bei der Entwicklung beratend einbezogen. Durch die Förderung privater Bauvorhaben im Sanierungsgebiet Böblingen-Mitte ist es möglich, die Fassadengestaltung zu beeinflussen. Außerdem besteht für private Bauherren der Bahnhofstraße die Möglichkeit der Farbberatung im Sinne einer Empfehlung.








.jpg?f=%2Fsite%2FBoeblingen-Internet%2Fget%2F1191753%2FMercaden%2520%2528Innen%2529.jpg&w=660&m=F&h=600&i=0)
.jpg?f=%2Fsite%2FBoeblingen-Internet%2Fget%2F1191757%2FMercaden%2520%2528Innenansicht%2529.jpg&w=660&m=F&h=600&i=0)





