Die Einrichtung entspricht zu 100% der Böblinger Konzeption zur stationären Altenpflege. Darin legen wir uns fest, nur den Bau von dezentralen, wohnortnahen und bedarfsgerechten Einrichtungen in überschaubarer Größenordnung zuzulassen. So wie das Pflegeheim St. Hildegard auf der Diezenhalde, das wir im vergangenen Sommer mit rund 40 Plätzen einweihen konnten.
Bereits 2003 wurden die ersten Grundsatzbeschlüsse für das interkommunale Altenpflegeprojekt „Haus an der Schwippe“ gefasst. In einer gemeinsamen Sitzung der Ortschaftsräte wurden die Entwürfe und Konzeptionen bewertet und über den künftigen Träger entschieden. Die Wahl fiel auf den evangelischen Diakonieverein Sindelfingen. Dieser ist auch Bauherr.
Das Konzept des Diakonievereins ist wohl durchdacht. Die zwei Wohnbereiche mit je 23 Einzelzimmern können je nach Bedarf auch in kleinere Demenzgruppen unterteilt, den speziellen Anforderungen angepasst und z.B. mit Wohnküche ausgestattet werden.
Die außerordentliche Lage zwischen den Teilorten bietet einen wunderbaren Blick auf das Tal der Schwippe.
Der Antrag auf Investitionskostenförderung durch das Land Baden-Württemberg wurde bereits Ende 2004 gestellt. Ein halbes Jahr später erhielten wir die Empfehlung zur Förderung, da die Planung für gut befunden wurde. Die interkommunale Zusammenarbeit wurde allerorts als beispielhaft hervorgehoben.
Die Ankündigung der Einstellung der Landesförderung hatte so eine Antragsflut zur Folge, dass es zum sogenannten „Förderstau“, kam. Leider war unser Projekt davon betroffen. Erst 2009 lag endlich die Förderzusage vor. Für das „Haus an der Schwippe“ bringt Böblingen 35 der im Kreispflegeplan als Bedarf ausgewiesenen Pflegeplätze und Sindelfingen 11 Plätze ein. Deshalb erhalten wir vom Landkreis eine Investitionskostenförderung in Höhe von 667.000 €. Der Landeszuschuss wird etwa 1.333.000 € betragen. Die Stadt Sindelfingen stellt außerdem das Grundstück in Erbpacht zur Verfügung.
Ohne die Selbstverpflichtung der Kommunen im Landkreis zur Einhaltung der Zielsetzung des Kreispflegeplans wäre der Bau des „Haus an der Schwippe“ nicht möglich geworden. Eher unpersönliche Großprojekte, von Investoren andernorts umgesetzt, hätten unser, den alten Menschen nahes Konzept, verhindert. Dies kommt besonders den Dagersheimern zu Gute. Sie dürfen sich freuen, dass Pflegebedürftige in ihrem vertrauten Umfeld einen Pflegeplatz erhalten und von ihren Familien und Freunden problemlos besucht werden können.
Aktuell sind knapp 21% der Böblinger Bürgerinnen und Bürger älter als 65 Jahre. Tendenziell steigt der Anteil dieser Altersgruppe weiter. Wir werden auch die zukünftigen Planungen im Sinne einer qualitätsvollen Pflege in den Stadtteilen verfolgen. Das „Haus an der Schwippe“ wird dafür ein gutes Beispiel sein. Freuen wir uns auf die Einweihung, voraussichtlich im Oktober 2011!
19.02.2010 Spatenstich für das "Haus an der Schwippe"
Manche Außentermine machen trotz winterlicher Witterung Freude! Am Mittwoch, 10. Februar haben wir uns mit der Stadt Sindelfingen, dem ev. Diakonieverein Sindelfingen und den Architekten des Büro ARP zum Spatenstich für das "Haus an der Schwippe" getroffen. Auf der Grenze zwischen Darmsheim und Dagersheim wird ein von beiden Städten gemeinsam geplantes Pflegeheim gebaut.


