Böblingen hat alle Chancen, die eine Stadt für nachhaltige Entwicklung und langfristigen Wohlstand braucht. Mit der richtigen Strategie können wir eine großartige Zukunft gestalten.

Erster Bürgermeister Ulrich Schwarz

Patenschaftsmodelle fördern den Zusammenhalt

Dieses Jahr feiern wir 10 Jahre Schülerpatenschaften an den Werkrealschulen in Böblingen! Ein tolles Beispiel für das vielfältige Engagement von Bürger/innen, die damit individuelle Unterstützung leisten, die unbezahlbar und unschätzbar wichtig ist.

Seit 2005 begleiten ehrenamtliche Erwachsene Schüler der 8. Klasse der Theodor-Heuss-Schule und der Eichendorff Schule für zwei bis drei Jahre bei der Planung ihres weiteren Bildungsweges und im Übergang von der Schule in den Beruf.

Benachteiligungen abbauen und Chancen verbessern

Foto: Annette Nüßle

Erwachsene unterstützen Jugendliche darin, eigene Interessen, Stärken und Schwächen zu erkennen. Sie klären auf, beraten, motivieren und gehen ein Stück des Weges mit, damit die Jugendlichen eigene Ziele angehen können. Dies kann die Suche nach Praktika- oder Ausbildungsplatz, die Erstellung von Bewerbungsunterlagen, die weitere schulische Orientierung oder zeitlich begrenzte Nachhilfe sein. Derzeit engagieren sich 22 Schülerpaten im Alter zwischen 21 und 70 Jahren. Die Mehrheit der Ehrenamtlichen ist berufstätig.
Im gesamten Landkreis engagieren sich derzeit über 400 Ehrenamtliche als Schülerpaten in verschiedenen Kommunen. Dies ist bundesweit einmalig. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Böblinger Patenmodells haben die Stadt Böblingen und der Landkreis in dieser Woche gemeinsam einen Patenfachtag mit Vorträgen und Workshops organisiert.

Eine bunte Palette an Patenprojekten

Als „Lesepaten“ sind aktuell 36 Erwachsene in Kindertagesstätten unterwegs und lesen vor oder unterstützen die Leseförderung an Grundschulen. Gearbeitet wird mit einzelnen Kindern, mit Gruppen parallel zum Unterricht oder im Rahmen einer AG.
Der Alltag stellt insbesondere kinderreiche Familien, Alleinerziehende und auch zunehmend Senioren vor große Herausforderungen. Rund um den Treff am See unterstützen „Nachbarschaftspaten“ Familien und Senioren in der Kernstadt. Aktuell sind es sechs Paten, die Familien mit Rat und Tat unterstützen, Eltern Freiräume schaffen, Aufmerksamkeit schenken und Gesprächspartner sind.
Unterstützung und Begleitung erfahren diese Patenprojekte durch die städtische „Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement“ in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt, Schulen, Kitas und der Stadtbibliothek. Ehrenamtlichen werden u.a. Austauschtreffen und Schulungsangebote angeboten.

Breites gesellschaftliches Fundament

Auch Kirchen, Schulen, Vereine oder Organisationen initiieren und fördern Patenschaften.
Der Freundeskreis für Flüchtlingshilfe unterstützt Flüchtlinge, sich in Deutschland zurechtzufinden. Von einem offenen Ohr bis zur Begleitung bei Behördengängen wird Willkommenskultur gelebt, um die Menschen möglichst unkompliziert zu integrieren. Es gibt eine Vielzahl weiterer Beispiele: An Schulen übernehmen ältere Schüler Patenschaften für Erstklässler, Gemeinderäte sind Paten für Jugendgemeinderäte und im Vereinssport kümmern sich erfolgreiche Sportler um junge Talente. Sprachpartnerinnen verabreden sich regelmäßig, um miteinander intensiv Deutsch zu sprechen u.v.m.

Eine Bereicherung

Patenschaften bedeuten nicht nur ein Geben, sie sind auch eine Bereicherung. Engagierte bekommen viel zurück. Wenn auch Sie Interesse an einer Patenschaft haben, berät Sie unsere Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement gerne. Die Kontaktdaten finden Sie in jedem Amtsblatt auf den Seiten „Böblingen engagiert“.

Ihr
 
Ulrich Schwarz
Erster Bürgermeister


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