Böblingen hat alle Chancen, die eine Stadt für nachhaltige Entwicklung und langfristigen Wohlstand braucht. Mit der richtigen Strategie können wir eine großartige Zukunft gestalten.

Erster Bürgermeister Ulrich Schwarz

Engagement in den Stadtteilen trägt viele Früchte:

25 Jahre Stadtteilarbeitskreise

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

dieser Tage durften die vielen Aktiven aus den fünf Böblinger Stadtteilarbeitskreisen 25 Jahre erfolgreiches Engagement auf Stadtteilebene feiern. Sie haben das Leben in unserer Stadt positiv geprägt, viel bewegt und erreicht und zur Identifikation und zum Wir-Gefühl in Böblingen beigetragen. Frauen und Männer der ersten Stunde trafen beim Festakt im „SparkassenForum“ auf bekannte und auch neue Gesichter. Ich freue mich, dass das Engagement eine große Kontinuität und Nachhaltigkeit auszeichnet.

1989 hat der Gemeinderat beschlossen, Stadtteilarbeitskreise aufzubauen. 1990 wurden die Arbeitskreise Grund und Kernstadt ins Leben gerufen, 1991 folgten die Diezenhalde und der Rauhe Kapf, 2014 das Flugfeld. Das Engagement hat deutliche Spuren hinterlassen: Bei der Planung eines Jugendtreffs und eines Bürgercafés, der Gestaltung von Schulhöfen und Spielflächen, Unterstützungsangeboten für Kinder und Jugendliche und der Begleitung von Stadtentwicklungsthemen waren die AKs initiativ und aktiv. Nachhaltige Angebote wie z.B. das Klettergerüst im Pestalozzihof, das Café Emil oder das Patenprojekt an Werkrealschulen sind daraus hervorgegangen.

Mit zahlreichen Veranstaltungen schaffen die AKs Stadtteilkultur: Stadtteilfeste, Kinderolympiade, Konzerte, Kindertheater, Vorträge, Gymnastik für Senioren uvm. Angebote für alle Altersgruppen fördern soziale Kontakte vor Ort.

Personell und finanziell gestützte Bürgerbeteiligung

Der Erfolg  basiert auf vier Säulen: Der hauptamtlichen Begleitung seitens der Stadt, der Einbeziehung von hauptamtlichen Fachkräften auf Stadtteilebene, einem festen Budget für die AKs und der Bereitschaft vieler Menschen sich zu engagieren.
Mit der Begleitung war bis 2006 der Stadtjugendring beauftragt, seit 2007 die Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement. Heike Lück begleitet die AKs seit 18 Jahren hauptamtlich und hält die Fäden zusammen. Menschen mit unterschiedlichen Interessen sowie unterschiedliche Generationen kommen in den AKs zusammen. Die professionelle Moderation sorgt dafür, dass sich alle nach ihren Möglichkeiten einbringen können. Die Fachstelle unterstützt Ideen und Anliegen und trägt wichtige Themen in die Verwaltung. Effektivität und Nachhaltigkeit sind  dabei wichtig. Sie sind das Böblinger Erfolgsrezept.
Respekt verdient die hohe Bereitschaft der Aktiven, das eigene Lebensumfeld mitzugestalten. Dies sind sowohl engagierte Bürger/innen als auch Hauptamtliche aus der Kinder- und Jugendarbeit, Schulen, Kirchen, der Polizei uam. Das Miteinander von Ehrenamt und Hauptamt ist die große Stärke unserer Stadtteilarbeitskreise. Dies macht sie zu gelungenen Netzwerken.

Innovation mit Weitblick

Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, unterstrich in ihrem Grußwort: „Sie machen mit ihren Stadtteilarbeitskreisen sehr Vieles richtig und ermöglichen damit eine direkte und kontinuierliche Form der Bürgerbeteiligung. Die Menschen wollen sich nicht nur praktisch und anpackend einbringen, sie wollen mitreden, mitmachen und auch mitentscheiden. Die Tatsache, dass Sie bereits 1990 damit gestartet sind, bescheinigt Ihnen große Innovationskraft und Weitsicht.“

Die Stadtteilarbeitskreise sind aus Böblingen nicht mehr wegzudenken. Gemeinderat, Stadtverwaltung und Bürgerschaft profitieren gleichermaßen. Ich wünsche mir noch viele Bürger/innen, die sich in den Stadtteilarbeitskreisen einbringen. Dort ist es möglich, zeitnah brisante Themen zu diskutieren, den eigenen Stadtteil besser kennenzulernen, mitzureden und mitzugestalten oder Mitstreiter/innen für Ideen zu finden. Anliegen aller Altersgruppen können hier Raum finden. Informationen und Termine der monatlichen öffentlichen Treffen finden Sie unter www.boeblingen.de/fachstelle oder sprechen Sie unsere Mitarbeiterinnen Heike Lück und Yvonne Paetel direkt an.

Ich danke allen ganz herzlich, die sich in die Arbeitskreise einbringen.


Ihr
Ulrich Schwarz


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