Böblingen hat alle Chancen, die eine Stadt für nachhaltige Entwicklung und langfristigen Wohlstand braucht. Mit der richtigen Strategie können wir eine großartige Zukunft gestalten.

Erster Bürgermeister Ulrich Schwarz

Jugend hat Zukunft in Böblingen

Liebe Böblingerinnen und Böblinger,

Kinder-, Jugend- und Jugendsozialarbeit haben in Böblingen seit jeher einen hohen Stellenwert. Sie finden in vielfältigen Formen und Ausprägungen statt: nicht nur in den städtischen Jugendhäusern, der Jugendfarm, im Jugendgemeinderat oder anderen Einrichtungen und Institutionen, sondern beispielsweise auch als Schulsozialarbeit in den Schulen oder als Vereinsjugendarbeit in den rund 250 Böblinger Vereinen. Wie und wo Jugend(sozial)arbeit in Böblingen gelebt und umgesetzt wird, das beschreibt der städtische Jugendplan seit 1989.

Etwa alle fünf Jahre erfolgt eine grundlegende Fortschreibung des Jugendplans. Dies ermöglicht eine Standortbestimmung in der Jugendarbeit. Der Jugendplan wird somit Teil der kommunalen Entwicklungsplanung. Er zeigt auf, welche Angebote der Kinder- und Jugendarbeit es in unserer Stadt gibt, und spricht Empfehlungen für die Zukunft aus.

Inklusion, Integration, Partizipation, Kooperation Jugendarbeit/Schule

Der vorliegende Jugendplan richtet sein Hauptaugenmerk auf vier aktuelle Themen. Erstens beschäftigt er sich mit der Inklusion, also der Teilhabe von zumeist behinderten Menschen an der Gesellschaft und der Frage, wie diese sich in ihr barrierefrei bewegen können. Ein zweiter Punkt ist die Integration unserer ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation eine ganz eigene Bedeutung gewinnt. Kinder- und Jugendarbeit richtet sich dabei an alle jungen Menschen, unabhängig von ihrem Hintergrund. Der dritte Aspekt des Jugendplans ist die Partizipation, die mittlerweile gesetzlich verankerte Beteiligung junger Menschen an Entscheidungs- und Willensbildungsprozessen. Und schließlich ist die Zusammenarbeit von Jugendarbeit und Schule zu nennen. Hier geht es um die Vereinbarkeit zweier sehr unterschiedlicher Bildungsansätze und Systeme.

Empfehlungen des Jugendplans

In einem eigenen Abschnitt spricht der Jugendplan verschiedene Empfehlungen und Anregungen aus. So empfiehlt er beispielsweise eine stärkere Sozialraumorientierung und damit einen tiefergehenden Blick in die Stadtteile mit ihren Angeboten und Möglichkeiten für unsere Kinder und Jugendlichen. Eine weitere Empfehlung lautet, bei der Beteiligung von Jugendlichen an Themen, die sie selbst betreffen, auf eine Vielfalt an Beteiligungsmodellen zu setzen. Eine groß angelegte Jugendbefragung soll dazu beitragen, ein genaueres Bild zu erhalten, welche Themen und Anliegen unsere Jugendlichen bewegen.

Jugendarbeit liegt uns am Herzen

Mit rund 30 langfristig verankerten Angeboten und Produkten wird deutlich: Die Angebote für Kinder und Jugendliche in Böblingen sind vielfältig und gut aufeinander abgestimmt. Böblingen ist in vielen Bereichen vorbildlich. Jugendarbeit ist für uns in Böblingen mehr als nur ein Standortfaktor oder eine gesetzliche Aufgabe, sondern eine sehr wertvolle Investition in die Zukunft.

Der aktuelle Jugendplan wird am 14. Juni 2016 in der Sitzung des Verwaltungs- und Kulturausschusses öffentlich vorgestellt. Dazu lade ich Sie herzlich ein.
 
Ihr
 
Ulrich Schwarz
Erster Bürgermeister


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