Herr Wolfgang Lützner war bei der Stadtverwaltung bis zum 31.03.2018 als Oberbürgermeister tätig.
Ab dem 01.04.2018 übernimmt Herr Dr. Stefan Belz das Amt des Oberbürgermeisters.

Flugfeld: mit Dynamik in die Zukunft

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

vor zehn Jahren fand der erste Spatenstich auf dem Flugfeld statt. Diese 80 ha große Fläche städtebaulich zu entwickeln, war eine weitsichtige Investition. In unserer wirtschaftsstarken Region werden von vielen Unternehmen Flächen benötigt, um weiter zu expandieren oder um Standorte zusammen zu legen. Mit der „Grünen Mitte“ und dem „Langen See“ wurde eine Aufenthaltsqualität geschaffen, die von Bewohnern, Arbeitnehmern und Besuchern geschätzt wird.

Die Mischnutzung aus Wohnbau und Gewerbe, wie wir diese heute sehen, spricht für die Attraktivität unseres jüngsten und modernsten Stadtquartiers. Mehr als 2.700 Bewohner leben schon auf dem Flugfeld. Über 2.000 Menschen haben dort bereits einen Arbeitsplatz gefunden. Bauprojekte wurden von weitsichtigen Investoren und Unternehmern realisiert. Das Flugfeld bietet Arbeitnehmern, Bewohnern und Besuchern ein attraktives Umfeld, eine gute Infrastruktur und interessante Freizeitangebote. Vom Flugsimulator, über spannende Eventflächen bis hin zum Indoorspielplatz. Gewerbe und Dienstleistungen werden sinnvoll mit Wohn-, Freizeit-, Bildungs- und sozialen Infrastruktureinrichtungen kombiniert. Viele haben mit ihrem Engagement zur Erfolgsstory beigetragen. Herzlichen Dank dafür.

Hürden gilt es zu überwinden

Ja, es waren auf diesem Weg viele Hürden zu überwinden und so einige liegen noch vor uns. Jugendarbeit und die Kinderbetreuung sind uns sehr wichtig und auf gutem Weg. „Nebenwirkungen“ der Anziehungskraft wie z. B. Treffen der „Tunerszene“, Müll-, Verkehr- und Parkplatzthemen waren und sind aktuell. Wir dürfen dabei nicht vergessen: Das Flugfeld ist eines der größten zusammenhängenden Neubaugebiete in der Region. Es kann viel vorausgedacht und geplant werden, aber die Eigendynamik, die so ein Projekt entwickelt, ist nicht zu unterschätzen. Besonders die extreme Nachfrage beim Wohnbau und das Thema Flugfeldklinikum  waren so nicht vorhersehbar als 2002 die Entscheidung der Städte Böblingen und Sindelfingen fiel, diese Fläche zu erwerben und zu entwickeln.

Wirtschaftsstandort braucht Flächen

Die Projekt- und Quartiersentwicklung war – und das zeigt sich schon heute - eine weitsichtige Investition in die Zukunft unseres Standortes. Ohne solche Erweiterungsflächen kann unser Wirtschaftsstandort nur schwer wachsen. Und auch die Investitionen in die Wohnbauprojekte auf dem Flugfeld haben sich mittlerweile als sehr bedarfsgemäß erwiesen. Denn Bauflächen in der Region sind rar - gerade mit den Qualitäten, mit denen unser Flugfeld punktet. Neben der Mischnutzung aus Wohnbau und Gewerbe tragen vor allem auch die attraktive Freiflächen mit der „Grünen Mitte“, dem „Langen See“ sowie den öffentlichen Plätzen dazu bei. Hier haben wir Alleinstellungsmerkmale, die - gerade auch in schwierigen Zeiten - ein Wettbewerbsvorteil sind.

Krisenjahre durchgestanden

Beim ersten Spatenstich vor zehn Jahren, für ein Wohnprojekt des Siedlungswerks, stand die in 2008 beginnende Finanzkrise noch vor der Tür. Diese machte der Immobilienbranche schwer zu schaffen. Dennoch hat sich der Standort aufgrund der guten Lage, dem nachhaltigen Konzept und der weitsichtigen Aufsiedlungsstrategie durchgesetzt und gut entwickelt. Inzwischen beeindruckt das Flugfeld mit modernen Neubauten und als internationaler Anziehungspunkt der Automobilität von gestern und heute.

Zum 10-jährigen Jubiläum des ersten Spatenstichs dürfen wir einen Vermarktungsstand von über 70 Prozent vermelden. Dies wollen wir zum Anlass nehmen, um das Quartier, seine Bewohner und seine Unternehmen am 8. und 9. Juli 2017 mit dem Flugfeldfest zu feiern.
 
Wir sehen gute Perspektiven für die Zukunft.
 
Ihr
 
Wolfgang Lützner

Weitere Informationen