Herr Wolfgang Lützner war bei der Stadtverwaltung bis zum 31.03.2018 als Oberbürgermeister tätig.
Ab dem 01.04.2018 übernimmt Herr Dr. Stefan Belz das Amt des Oberbürgermeisters.

Mit „K.I.S.S.“ und „BB2Cloud“ geht Böblingens Verwaltung in die digitale Zukunft

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Privathaushalte sind heutzutage ohne Computer, Tablets oder Smartphone kaum mehr vorstellbar. Die Digitalisierung in den eigenen vier Wänden schreitet voran. Immer kürzere Innovationszyklen hetzen uns geradezu von einem Update zum nächsten und wir müssen uns gegen Schadsoftware und Internetkriminalität wappnen. Ohne Computer funktioniert auch keine deutsche Stadt mehr. Die kommunale IT ist komplex und vernetzt. Sie durchdringt sämtliche Prozesse einer Verwaltung.

Auf dem Server- und Speichersystem des kommunalen Rechenzentrums Stuttgart sind Böblingens Daten sicher

Cloud Computing, Virtualisierung, Social Media und das „Internet der Dinge“ sind Beispiele für einige Trends, welche die kommunale IT beschäftigen. Zugleich ist die IT- und Datensicherheit Voraussetzung für das digitale Arbeiten in der Verwaltung. Kommunen müssen sich diesen Herausforderungen stellen. Diese Aufgabe ist enorm: Unsere IT-Abteilung betreut 37 virtuelle Server mit insgesamt 10 TB belegtem Speicher. 580 PCs und Laptops stehen insgesamt 930 Nutzern zur Verfügung. Die städtische Abteilung Organisation und Informationstechnik, deren Leitung bei Tobias Alber liegt, sorgt dafür, dass alle Anwendungen und die Fachverfahren der gesamten Stadtverwaltung in Böblingen immer am Laufen sind und für die Mitarbeiter im Dienst am Bürger zur Verfügung stehen. Standardmäßig kommen auf jedem Rechner 38 Softwareprogramme zum Einsatz, die durch 120 Applikationen und Fachanwendungen ergänzt werden. Alles bedarf der ständigen Pflege.

"BB2Cloud"

Damit dies gelingt wurde im vergangenen Jahr ein wahres Großprojekt erfolgreich realisiert. Unter dem Arbeitstitel „BB2Cloud“ erfolgte die Verlagerung der städtischen Server- und Speichersysteme in die kommunalen Rechenzentrums- und Netzwerkinfrastruktur der Kommunalen Datenverarbeitung Region Stuttgart (KDRS).
Der Gemeinderat und die Verwaltung sind überzeugt, dass dies der beste, sicherste und dazu kostengünstigste Weg in unsere städtische IT-Zukunft darstellt. Dafür sprach auch, dass das kommunale Rechenzentrum in Stuttgart nach ISO 27001 zertifiziert ist. Dabei geht es um die Informationssicherheit  und  das Management von Sicherheitsrisiken.

Umzug² - digital und analog

Da wir bislang keinen zweiten sogenannten „Backup Serverraum“ hatten, wäre bei einem größeren Hardwareausfall im Serverraum (z. B. Stromausfall, Wasserschaden, Brand, defekte Klimageräte, Baustaub) die Stadtverwaltung IT-mäßig still gestanden. Auch dieses Problem wurde mit „BB2Cloud“ gelöst. Die Daten sind nun durch den erfolgreichen Umzug in den „geschützten Raum“ (das Server- und Speichersystem) des kommunalen Rechenzentrums sicher und verlassen zu keiner Zeit das Landesverwaltungsnetz. Zudem gibt es seitens des KDRS ein redundantes Rechenzentrum in Reutlingen. Alle Daten und Systeme sind also doppelt gespeichert.

Nicht nur Risiken im IT-Bereich wurden durch „BB2Cloud“ minimiert. Auch das Gebäudemanagement ist spürbar entlastet und das städtische IT-Team bekommt auf dem Weg in die digitale Zukunft der Stadtverwaltung perfekt zugeschnittene neue Räumlichkeiten im Alten Rathaus. Der Umbau ist im Gange.

Projektmanagement und Monitoring

Durch vorbildliches Engagement und ein innovatives Projektmanagement konnte „BB2Cloud“ nach zwölf Monaten im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen abgeschlossen werden. Durch das Projektmanagement und Monitoring über ein breit in der Stadtverwaltung eingesetztes Tool (K.I.S.S.) war zu jeder Zeit gewährleistet, den Stand der einzelnen Phasen und Meilensteine des Projektes zu erkennen. Das Steuern war damit ideal möglich.

Den Projektbeteiligten, insbesondere Tobias Alber und seinem Team, wie auch dem Team vom KDRS, möchte ich herzlich danken. Sie haben die Grundlagen für den sicheren Weg der Böblinger Stadtverwaltung in die digitale Zukunft geschaffen.

Ihr
Wolfgang Lützner

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