Masterplan Schloßbergring: War Hauptthema bei „Infotagen Innenstadt“

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wir möchten unsere Altstadt weiterbringen und besser in Szene setzen. Im kommenden Jahr soll dazu der Masterplan Schloßbergring beschlossen werden. Dieser stellt ein Entwicklungsprogramm für die Böblinger Altstadt dar, mit einem Paket an klaren Zielen, schlüssigen Konzepten und konkreten Maßnahmen. Aktuell erarbeiten wir Maßnahmenvorschläge, mit denen wir die bereits in den vorangegangenen Arbeitsschritten formulierten Ziele angehen wollen.

Das Gespräch mit Bürgern und Bürgerinnen und sonstigen Interessierten ist dabei für uns sehr wertvoll. Gerade auch wenn es darum geht, Wege und Lösungen zu finden, die tragfähig sind. Ende November boten wir im Rahmen der „Infotage Innenstadt“ wieder Gelegenheit zum gemeinsamen Nachdenken. Standen die Infotage im Juni noch ganz im Zeichen grundlegender Entwicklungsziele, lag der Fokus dieses Mal auf möglichst konkreten Veränderungsansätzen rund um den Schloßbergring. Gemeinsam mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen durfte ich zahlreiche weitere Erkenntnisse und Anregungen aufnehmen. Allen Mitwirkenden gilt ein herzliches Dankeschön für den konstruktiven Dialog und das engagierte Tun!

Der Dialog zwischen Bürgerschaft und Verwaltung ist Gold wert.

Welche Erkenntnisse wurden gewonnen?

Große Einigkeit war hinsichtlich der Gestaltungsthemen gegeben: Ein ansprechendes und historisch anmutendes Stadtbild wird für den Bereich favorisiert. Nach Feststellung dieser grundlegenden Richtung bei den Entwicklungszielen konnten konkrete Regelungsinhalte in ein Konzept übertragen werden. Ein Baustein stellt ein Beleuchtungskonzept dar. Damit können wir die Besonderheiten und städtebaulichen „Schmuckstücke“ Böblingens ins rechte Licht setzen. Für den Aufgang zur Altstadt am Seebuckel, der Treppenanlage vor dem Rathaus sowie für die Zehntscheuer ist schon ein Vorschlag ausgearbeitet. Außerdem hat der Gemeinderat bereits beschlossen, dass ein Fußgängerleitsystem für die Innenstadt installiert wird und verschiedene Gebäude neu beschildert werden, um auf interessante Einrichtungen aufmerksam zu machen. Die oft gegensätzlichen Anregungen hinsichtlich des Verkehrs zu konkreten Veränderungsvorschlägen weiterzuentwickeln, ist eine sehr komplexe Aufgabenstellung. Erfreulich: Einhelliger Konsens herrscht darüber, dass der motorisierte Verkehr reduziert und verlangsamt werden soll. Schon in verschiedenen Beteiligungsrunden sowie bei der Schloßberg-Offensive des Gewerbeforums wurde festgestellt, dass die Verkehrsfrage wesentlich für die Aufenthaltsqualität am Schloßbergring ist. Die bislang untersuchten Lösungsansätze sind sehr vielfältig und verursachen wechselseitige Auswirkungen und Konsequenzen. Diese müssen wir noch tiefer betrachten, um  zu unseren Zielen passende Vorschläge für Änderungen in der Verkehrsführung und der Ausgestaltung der Straßenräume zu kommen.

Wie geht es weiter?

Nun stehen die nächsten Schritte auf unserem Arbeitsprogramm an, um die gesammelten Erkenntnisse in weitere konkrete Konzepte und Maßnahmenvorschläge münden zu lassen. Demnächst möchten wir ergänzende Gespräche mit betroffenen Anliegern führen. Denn Eigentümer und Akteure vor Ort sind der Schlüssel dafür, dass Maßnahmen Akzeptanz finden, zum Erfolg führen und wir schließlich das erreichen, was alle Akteure wollen: die Aufwertung des Bereichs Schloßbergring.

Eine erfreuliche Nachricht zum guten Schluss:

Nach 19-monatiger Bauzeit und einer technisch sehr aufwändigen Bautätigkeit wird die Herrenberger Straße am Donnerstag, 20. Dezember 2018 um 15.00 Uhr für den Verkehr freigegeben.

Ihre

Christine Kraayvanger
Bürgermeisterin

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