Der Integrationsrat ist eine Bereicherung für unsere Stadt

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

„Integration“ ist ein Wort, das häufig verwendet wird. Die Vorstellungen darüber, was Integration eigentlich ist, sind so vielfältig, wie die Menschen, die den Begriff verwenden. Heutzutage wird der Begriff zumeist im inhaltlichen Zusammenhang mit zugewanderten, ausländischen und/oder geflüchteten Personen mit Migrationshintergrund verwendet.

Der Begriff selbst stammt aus dem Lateinischen. „Integrare“ bedeutet „Wiederherstellung, Erneuerung“. Bildungssprachlich versteht der Duden darunter die „Einbeziehung und Eingliederung in ein größeres Ganzes“. Die Soziologie spricht von der „Verbindung einer Vielheit von einzelnen Personen oder Gruppen zu einer gesellschaftlichen und kulturellen Einheit“.

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Auf die persönliche Haltung kommt es an

Wie wir selbst diesen Begriff sehen, ist meist in unserer persönlichen Biografie und persönlichen Haltungen verwurzelt. Bei integrationswilligen Menschen, die in unserer Stadt leben, ist das nicht anders. Deren unterschiedlichsten - teils traumatischen - Lebensgeschichten haben ein individuell unterschiedliches Verständnis zum Thema Integration zur Folge. Sich dies zu vergegenwärtigen, hilft dabei, die Komplexität der Integrationsaufgaben zu verstehen. Die kulturelle Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, die in den vergangenen Jahren größer geworden ist, trägt dazu hilfreich bei. Wir brauchen interkulturelle Kompetenzen, um die mit der Zuwanderung verbundenen Aufgaben mit dem angemessenen Verständnis und fachlichem Hintergrund bewältigen zu können.

Integrationsrat ist eine Bereicherung

Ich danke den Mitgliedern des Integrationsrats, die seit fünf Jahren gemeinsam daran mitwirken, die Vielfalt in unserer Stadt durch Projekte und Veranstaltungen lebendig zu gestalten. Mit viel Energie und Sachverstand haben diese den Dialog zwischen den Kulturen aktiv gefördert und häufig erfolgreich vermittelt. Ihr Einsatz im Integrationsrat hat dazu beigetragen, Maßstäbe auch für andere zu setzen sowie die Vielfalt der hier lebenden Menschen als positive Ergänzung und Bereicherung der Stadtgesellschaft zu sehen und zu erleben.

Diversity in der Arbeitswelt

Auch in der Zukunft wollen wir uns als Kommune gemeinsam mit dem Integrationsrat für Vielfalt in der Stadt und den vielen Arbeitsbereichen der Verwaltung einsetzen. Das Voranbringen von Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt wird als „Diversity“ in der Arbeitswelt als hoher Wert verstanden. In der Bürgergesellschaft unserer Stadt, im Einsatz für ein vorurteilsfreies Wohn- und Lebensumfeld sollte das nicht anders sein. Deshalb wollen wir den kommenden „Deutschen Diversity-Tag“ am 5. Juni 2018 mit einer eigenen Veranstaltung aufgreifen.

Dem neuen Integrationsrat Böblingen wünschen wir für seine Aufgaben viele erfolgreiche Dialoge, vielfältige neue Erfahrungen und Freude an seinem Einsatz für unsere vielfältige Stadtgesellschaft.

Ihr
 
Wolfgang Lützner

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