6.08.2020 10.37 Uhr

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Entwarnung: Kampfmittel im Seecarré muss nicht entschärft werden – keine Evakuierung am Sonntag

Entwarnung auf der Baustelle „Seecarré“ in der Herrenberger Straße. Bei der georteten Anomalie handelt es sich nicht um ein scharfes Kampfmittel. Eine Entschärfung, die eine Evakuierung am Sonntag, 9. August 2020, zur Folge hätte, ist deshalb nicht notwendig.

Wie der Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg und das für Kampfmittelfunde spezialisierte Unternehmen Geomer Kampfmittelbergung mitteilte, wurden bei vorbereitende Sicherungsarbeiten an der vermeintlichen Fundstelle Splitter einer Weltkriegsbombe gefunden. Die Splitter mit einer Länge von bis zu 70 Zentimeter deuteten darauf hin, dass es sich bei dem Verdachtsmoment um eine bereits vor rund 75 Jahren detonierte Fliegerbombe handelt, von der nun Splitterstücke im Erdreich zum Vorschein kamen. Auf Grundlage dieses Befundes wurden die Schürfe vorsichtig weitergetrieben. Hierfür wurde ein Minensuchgerät verwendet. Insgesamt kamen drei dieser Bombensplitter zum Vorschein. Nach einer erneuten Sondierung konnte der nun ungefährliche Fund als die ausgemachte Anomalie bestätigt werden. Die Anomalie wurde durch die großen Metallsplitter verursacht, die in der vorgefundenen Anordnung nicht von einem Bombenblindgänger unterschieden werden können.
 
Eine Entschärfung der Splitter ist nicht notwendig. Somit muss auch die für Sonntag, 9. August 2020, geplante Evakuierung des Gebiets nicht erfolgen. Die vermeintlich betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner werden heute – Donnerstag, 6. August – im Laufe des Tages mit einem Hauswurf über den Sachverhalt informiert. Ebenso veröffentlicht die Stadtverwaltung Böblingen auf ihren bekannten Kanälen diese Entwarnung.
 
Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz bedankt sich bei allen Verantwortlichen sowie Helferinnen und Helfern: „Ein Kampfmittelfund im Herzen Böblingens sorgt immer für große Aufmerksamkeit und löst bei vielen ein mulmiges Gefühl aus. Deshalb bin ich nun umso erleichterter, dass es sich bei den gefundenen Gegenständen um kein gefährliches Objekt mehr handelt, das entschärft werden muss. Bei den Spezialisten der Kampfmittelbeseitigung, den Beamtinnen und Beamten der Polizei sowie meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Böblingen und dem Deutschen Roten Kreuz bedanke ich mich sehr herzlich für die geleistete Vorbereitung. Ein Dank geht auch an die Bewohnerinnen und Bewohner des Gebiets rund um das Seecarré, die sich für Sonntag bereits Gedanken gemacht haben, nun aber glücklicherweise ein ruhiges Wochenende verbringen können.“
 

*** ENGLISH VERSION ***

Notice: There will be no evacuation on Sunday, the 9th of August 2020, at the construction site Seecarré in the Herrenberger Street. The detected abnormality is no explosive ordnance! Therefore there is no evacuation needed.

Hinweis zur Allgemeinverfügung

„Die Allgemeinverfügung der Stadt Böblingen (Allgemeinverfügung der Stadt Böblingen zum Schutz vor Gefahren anlässlich der Entschärfung einer vermuteten Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg am 09.08.2020), notbekannt gemacht am 29.07.2020 auf der Homepage der Stadt Böblingen sowie im Amtsblatt am 31.07.2020 ist nicht mehr wirksam, da ein erledigendes Ereignis eingetreten ist. Bei der georteten Anomalie handelt es sich nicht um ein scharfes Kampfmittel. Eine Entschärfung, die eine Evakuierung am Sonntag, 09.08.2020 zur Folge hätte, ist deshalb nicht notwendig.“

Hier gelangen Sie zur Allgemeinverfügung im Textformat auf der Seite Amtliche Bekanntmachungen.