Insektenbefall: Kein Mango-Verkauf des Evangelischen Kirchenbezirks Böblingen - Spendenaufruf

87.500 Mangos mussten verbrannt werden. 265.000 Euro fehlen in Burkina Faso für Schulspeisung und Lehrergehälter. Dekan Dr. Bernd Liebendörfer startet einen Spendenaufruf, Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz schließt sich an.

Es ist eine Katastrophe für die Hilfsaktion: Zum zweiten Mal in der dreißigjährigen Geschichte der Mango-Tage des Evang. Kirchenbezirk Böblingen mit Burkina Faso ist in ein paar Früchten ein Insektenbefall festgestellt worden. Er wurde nach der Landung in Brüssel bemerkt. Nun mussten deswegen dort alle 87.500 Früchte verbrannt werden und es wird in diesem Jahr leider keine Mangos geben.

Dekan Dr. Bernd Liebendörfer ruft wie schon 2004 zu Spenden auf. Die Mangos hatten in Böblingen einen Verkaufswert von 265.000 Euro. Mit dieser Summe rechnen die Partner in Burkina Faso, um Lehrergehälter an evangelischen Schulen zu zahlen und Kindern eine Schulspeisung zu ermöglichen. Sie sind in erster Linie die Leidtragenden. Es geht darum, dass die Kinder in Burkina Faso Unterricht haben und etwas zu essen bekommen. „Wenn diese Gelder ausfallen, ist das für die Betroffenen eine echte Katastrophe. Sie rechnen fest mit den Geldern“, so Dr. Liebendörfer. Der Evang. Kirchenbezirk selber wird aus seinen Rücklagen eine fünfstellige Summe zur Verfügung stellen. Doch der Aufruf gilt allen, denn der Kirchenbezirk alleine kann das bei Weitem nicht ausgleichen. Im Jahr 2004 war dabei die Resonanz so überwältigend, dass die Verantwortlichen auch jetzt zuversichtlich sind.

Spendenkonto ist das Mangokonto: Evangelischer Kirchenbezirk Böblingen, IBAN DE29 6035 0130 0000 1131 17, bei der Kreissparkasse Böblingen. Bei Nennung von Namen und Adresse können Spendenbescheinigungen ausgestellt werden. Dekan Dr. Liebendörfer verspricht, über den Verlauf dieser Spendenaktion zu berichten.

Die Stadt Böblingen unterstützt den Spendenaufruf des Evang. Kirchenbezirks. Wer sich auf die Mangos aus Burkina Faso gefreut hat, kann die dafür geplanten Ausgaben nun gerne spenden. „Die Einnahmen aus dem Verkauf sollten 3.616 Kindern an 12 Schulen ein warmes Mittagessen und 68 Lehrerinnen und Lehrern die Gehälter sichern. Jeder Beitrag, um dieses Ziel zu erreichen, um diese Grundbildung zu sichern, ist willkommen“, betont Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz.

Auch die Stadt Böblingen möchte sich mit einem angemessenen finanziellen Betrag beteiligen. In der nächsten Sitzung des Finanzausschusses wird dieser Punkt erörtert.

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