Flugfeldklinikum

Der Neubau Flugfeldklinikum nimmt Gestalt an (Amtsblatt 15.06.2018)

Die Vorplanung zum Bau des Flugfeldklinikums Böblingen-Sindelfingen ist abgeschlossen. Damit liegen nun erste Entwürfe für das neue Krankenhaus auf dem Tisch. Am 18. Juni soll der Planungs- und Bauausschuss des Kreistages (PBA) über die Ergebnisse beraten und beschließen. Die Planung entstand auf Basis der Ergebnisse des städtebaulichen Ideenwettbewerbs im Oktober 2016 mit dem Ziel, die hohen Ansprüche an die Funktionalität eines Klinikums mit einer ansprechenden architektonischen Gestaltung sowie der städtebaulichen Einbindung in das Flugfeld zu verbinden.

Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz zeigt sich sehr zufrieden mit dem Ablauf der Planung: „Die vorliegenden Entwürfe des Flugfeldklinikums sind das Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit zwischen den Kreiskliniken Böblingen, dem Landkreis Böblingen und dem Zweckverband Flugfeld. Wir freuen uns sehr, dass eine Planung entwickelt wurde, die städtebaulich auf das Flugfeld eingeht und gleichzeitig funktionale Anforderungen erfüllt. Es ist für unsere beiden Städte Böblingen und Sindelfingen sowie auch den Landkreis wichtig, langfristig eine moderne und umfassende medizinische Versorgung für unsere Bürgerschaft zu sichern. Dabei ist der Stadtteil Flugfeld als Ganzes zu sehen, und das Klinikum soll sich harmonisch ins Umfeld einfügen.“

Ausgestaltung eines hoch-qualitativen Krankenhauses

„Mit Abschluss der Vorplanung nimmt das zukünftige Flugfeldklinikum nun erstmals Gestalt an. Wir legen den Grundstein für die Ausgestaltung eines hoch-qualitativen Krankenhauses auf dem Flugfeld für die Bürgerinnen und Bürger des Kreises“, so Landrat Roland Bernhard, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Kreiskliniken Böblingen gGmbH ist. Stimme der PBA der Vorplanung zu, könne die Entwurfsplanung des Gebäudes begonnen werden. Zur Erarbeitung des Bebauungsplanentwurfs seien der Landkreis und der Klinikverbund in enger Abstimmung mit den Städten Böblingen und Sindelfingen und dem Zweckverband Flugfeld Böblingen/Sindelfingen. Nach der öffentlichen Auslegung und Genehmigung des Bebauungsplans könne noch im Frühjahr 2019 der Baubeschluss gefasst werden.

Plan, wie das Flugfeldklinikum ausshehen soll
Visualisierung A

Intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten

„Mit dem Abschluss der Vorplanung haben wir – dank intensiver Zusammenarbeit aller Beteiligten – einen wichtigen Meilenstein erreicht auf dem Weg zur Realisierung des Flugfeldklinikums. Damit können wir zukünftig weiterhin eine bestmögliche medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Böblingen gewährleisten. Zudem ist das Klinikum städtebaulich gut mit der Grünen Mitte des Flugfelds verzahnt“, lobt Oberbürgermeister der Stadt Sindelfingen und Vorsitzender des Zweckverbands Flugfeld Dr. Bernd Vöhringer den Entwurf.

Innenhöfe und Dachgärten

Durch die Gliederung des Gebäudekomplexes entstehen verschiedene Innenhöfe und Dachgärten auf unterschiedlichen Stockwerkniveaus. Hier schaffen die Freianlagenplaner einen von Grün geprägten Außenraum des Klinikums. Der Haupteingang mit seinem vorgelagerten Stadtplatz wird der Innenstadt zugewandt im Osten des Gebäudes angeordnet und bildet den Auftakt des Klinikums.

Funktionalität

Vor allen Dingen die Funktionalität des Gebäudes im Inneren war den Architekten ein besonderes Anliegen. In rund 70 Abstimmungsterminen mit Ärzten, Pflegekräften und Mitarbeitern der Versorgungsbereiche des zukünftigen Klinikums wurde das Gebäude nach medizinischen und patientenorientierten Kriterien gegliedert. Die Gebäudestruktur verknüpft auf dem rund 50.000 qm großen Grundstück alle medizinischen Disziplinen ideal und schafft den Mitarbeitern möglichst kurze Wege und ein attraktives modernes Arbeitsumfeld. „Funktional zusammengehörige Bereiche, wie die zentrale Notaufnahme und die Aufnahmestation oder der Linksherzkatheter- und der OP-Bereich, sind auf einer Ebene direkt nebeneinander angeordnet. Die jetzt vorliegenden Grundrisse ermöglichen uns optimale betriebliche Abläufe, die sich maßgeblich auf das Wohl unserer Patienten auswirken“, so Martin Loydl, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikverbund Südwest.

Visualisierung B

Kostensteigerung

Mit der weiterentwickelten Planung ist nun auch eine genauere Kostenschätzung im Vergleich zur Projektanalyse 2015 möglich. Demnach werden für den Neubau rund 550 Mio. Euro benötigt. Im Vergleich zur Projektanalyse 2015 sind dies Zusatzkosten in Höhe von 100 Mio. Euro. Hiervon entfallen allein bis zu 70 Mio. Euro auf prognostizierte zusätzliche Baupreissteigerungen im Land. Landrat Roland Bernhard beobachtet diese Entwicklung auch bei anderen Bauvorhaben mit Sorge: „Die enormen Entwicklungen der Baupreise betreffen, aufgrund des bundesweiten Baubooms, aktuell die gesamte Baubranche. Wir stellen ähnliche Effekte beispielsweise bei Maßnahmen im Straßenbau fest.“

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