Flugfeldklinikum

Preisträger des städtebaulichen Ideenwettbewerbs stehen fest

Der städtebauliche Ideenwettbewerb für den Neubau des Klinikums auf dem Flugfeld Böblingen/Sindelfingen ist entschieden: Die Beiträge der hspbr GmbH (Bietergemeinschaft mit Groupe 6, Grenoble) aus Stuttgart, der Sander.Hofrichter Architekten GmbH aus Ludwigshafen und der Nickl & Partner Architekten AG aus München haben die ersten Plätze in der europaweiten Ausschreibung erzielt und werden nun Grundlage für die weitere Bauleitplanung.

Wolfgang Riehle (Vors. d. Preisgerichts, 3.v.r.) erläutert das Siegermodell.V.l.n.r. Dr. Jörg Noetzel (Med. GF Klinikverbund Südwest), OB Dr. Bernd Vöhringer, Landrat Roland Bernhard, OB Wolfgang Lützner, Martin Loydl (GF Klinikverbund), Harald Schäfer

„Die Preisträger haben alle Anforderungen des Wettbewerbs hervorragend umgesetzt und zeigen zeitgemäße städtebauliche Lösungen, die sich harmonisch in die Umgebung einfügen und trotzdem alle Besonderheiten einer Klinik berücksichtigen. Besonders der erste Preisträger überzeugt mit seinem städtebaulichen Konzept. Durch den überzeugend gestalteten Eingangsbereich im Osten ist die Klinik in Richtung Stadt orientiert, ein Platz verbindet sie gleichzeitig mit der Flugfeldbebauung. Die ebenerdige Verknüpfung der Grünfläche nutzt außerdem die Lage des Grundstücks optimal“, fasst der Vorsitzende der 25-köpfigen Wettbewerbsjury Wolfgang Riehle die Entscheidung zusammen. Das Preisgericht setzt sich aus Vertretern aus Politik und Verwaltung, dem Klinikverbund Südwest und sachverständigen Architekten und Fachplanern zusammen und hat die Gewinner aus insgesamt 13 eingereichten Beiträgen ausgewählt. Dabei ging der erste Preis an die hspbr GmbH (Bietergemeinschaft mit Groupe 6), der Entwurf der Sander.Hofrichter Architekten GmbH belegte den zweiten Platz, der dritte Preis ging an die Nickl & Partner Architekten AG.

Überzeugende Lösungsansätze

„Der städtebauliche Ideenwettbewerb hat bestätigt, dass sich unsere hohen Anforderungen an den Neubau am Standort auf dem Flugfeld sehr gut umsetzen lassen“, so Landrat Roland Bernhard. „Mit den Preisträgern haben wir drei hochkarätige Beiträge ausgewählt, die wichtige Ideen für die Erschließung, die Anordnung der Klinikbereiche und die städtebauliche Einbindung ins Flugfeld aufzeigen und überzeugende Lösungsansätze für die wichtigen Themen Schallschutz und Verkehrsanbindung liefern.“ Ziel des Wettbewerbs war es, die ca. 54.000 m² große Nutzfläche auf dem rund 50.000 m² großen Grundstück räumlich zu strukturieren und Ideen für die Gestaltung und Anordnung der Gebäude und Freiflächen zu erhalten. Bei der Entscheidung des Preisgerichts spielte eine wichtige Rolle, wie die Klinik städtebaulich in das Umfeld des Flugfeldes eingebunden wurde, welche Lösungen die Planer hinsichtlich Verkehrsanbindung und Schallschutz entwickelten und wie Grünflächen integriert wurden. Außerdem legte das Preisgericht Wert auf die Konzeption eines funktionalen und wirtschaftlichen Krankenhauses.

Beim Ideenwettbewerb auf Platz eins gesetzt: Der Beitrag der hspbr GmbH

Passend zur Umgebung

„Die Preisträger zeigen ganz unterschiedliche Varianten, wie wir die speziellen Anforderungen einer modernen Klinik architektonisch auf dem Gelände auf dem Flugfeld umsetzen können“, loben die Geschäftsführer des Klinikverbund Südwest Dr. Jörg Noetzel und Martin Loydl die funktionalen Aspekte der Entwürfe. „Die Möglichkeiten der Gebäudegestaltung verdeutlichen, dass sich auf dem Grundstück wirtschaftliche Betriebsabläufe, eine optimale Patientenversorgung und ideale Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter umsetzen lassen. Für eventuelle Erweiterungen sind in den Entwürfen ebenfalls bereits Flächen eingeplant.“ Die beiden Oberbürgermeister sind gleichermaßen überzeugt vom Ergebnis des Wettbewerbs: „Der Dank gilt den engagierten Beiträgen der Wettbewerbsteilnehmer und der konzentrierten Arbeit des Preisgerichts. Die preisgekrönten Entwürfe gehen mit ihrer Architektur auf die Gestaltung der benachbarten Stadtquartiere ein und fügen sich dadurch in die Umgebungsbebauung des Flugfelds ein“, so Wolfgang Lützner, Oberbürgermeister der Stadt Böblingen. Der Sindelfinger Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer fügt hinzu: „Der Siegerentwurf legt den Grundstein für ein Bauwerk, das ein würdiger Nachfolger der ehemaligen Krankenhausstandorte in Sindelfingen und Böblingen sein wird. Hier entsteht für die gesamte Region, nicht nur aus städtebaulicher Sicht, ein Medizinstandort der Zukunft! Mit der Öffnung der Gebäude hin zum "Langen See" und den vielen Grünflächen schafft besonders der erste Preisträger eine schöne Verknüpfung mit der "Grünen Mitte" und bietet so eine hohe Aufenthaltsqualität für Mitarbeiter, Patienten und Besucher.

Bebauungsplanung folgt

Anhand der ausgezeichneten Entwürfe wird der Zweckverband Flugfeld den Bebauungsplan für das Areal aufstellen, eine wichtige Grundlage für die weitere Planung. Parallel dazu wird im ersten Halbjahr 2017 der Krankenhausarchitekt ausgewählt, der im Herbst 2017 mit der Gebäudeplanung beginnt. Es ist vorgesehen, dass auch die drei Preisträger des Ideenwettbewerbs an diesem Verfahren teilnehmen - sofern sie dann die dafür erforderlichen Kriterien erfüllen. Bei der weiteren Planung legt der Klinikverbund großen Wert auf die Beteiligung aller Nutzergruppen. So werden die bereits begonnenen Arbeitsgruppen mit Ärzten und Pflegekräften sowie den Versorgungsbereichen ihre Arbeit fortführen, um gemeinsam organisatorische, funktionale und bauliche Anforderungen an den Neubau festzulegen.

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