In der Krise unbürokratisch zusammenhelfen

Die Corona-Krise hat Deutschland und Baden-Württemberg, den Landkreis und die Stadt Böblingen im Griff. Umfangreiche Maßnahmen schränken das tägliche Leben ein. Geschäfte und Lokale müssen geschlossen bleiben, der Aufenthalt im Freien muss reduziert werden und einige Unternehmen befinden sich in Kurzarbeit.

Wo in der freien Wirtschaft das alltägliche Geschäft nicht selten fast zum Stillstand kommt, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in systemrelevanten Berufen gefragt: Überstunden, Wochenendarbeit und Urlaubssperren gehen mit psychischen und physischen Anforderungen einher.
 
Auch in der Stadtverwaltung Böblingen sind Beschäftigte davon betroffen: Die Feuerwehr weitet ihr Schichtmodell aus, um bei möglichen Infektionen trotzdem einsatzbereit zu bleiben. Das Ordnungsamt wird durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Fachbereiche aufgestockt. Am Bürgertelefon arbeiten im Schichtbetrieb etliche Kollegen/-innen anderer Fachämter mit und beantworten Fragen aus der Bevölkerung. Der Corona-Krisenstab arbeitet länger und auch am Wochenende, um die Lage zu beobachten, Entscheidungen zu treffen sowie die Einwohnerinnen und Einwohner von Böblingen und Dagersheim aktuell und umfassend zu informieren.
 
Zusätzlich zu allen eigenen Aufgaben der Stadtverwaltung gilt es, andere Behörden und Einrichtungen zu unterstützen. Dazu gehört ein enger Schulterschluss mit dem Landratsamt Böblingen. So stellt die Böblinger Stadtverwaltung Personal im Ordnungsamt bereit, um dem Gesundheitsamt Amtshilfe zu leisten: Aufgaben sind hier die Ermittlung der Kontaktpersonen von bestätigt mit Corona Infizierten, Bearbeitung von Gesundmeldungen sowie inhaltliche Zuarbeit auf Fachebene.
 
Im Bereich Bevölkerungsschutz und Feuerwehrwesen hilft man sich ebenfalls gegenseitig aus: So verteilen Böblinger Feuerwehrleute dringend benötigte Schutzausrüstung an Pflegeheime in der Stadt. Weitere Wehrmänner und -Frauen engagieren sich im Führungs- und Verwaltungsstab des Landkreises. Nicht selten endet ein 24-Stunden-Dienst auf der Feuerwache im Röhrer Weg und setzt sich danach im Stabsraum in Herrenberg fort. Zudem dienen Flächen in der Feuerwache vorübergehend als Lager und Kommissionierungsstelle für den Landkreis. Im Bereich Obdach- und Flüchtlingsunterbringung stehen städtische Mitarbeiter/-innen aus dem Amt für Soziales im regelmäßigen Austausch mit dem Landratsamt.
 
Fragen nach üblichen Zuständigkeiten, Dienstgrad oder Amtsbezeichnung sind dabei in dieser Krisenzeit nachrangig. Es kommt darauf an, sich gemeinsam für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger einzusetzen und die oft auch kurzfristig anstehenden Aufgaben und Herausforderungen angemessen und bestmöglich zu meistern. Kurze Wege, eine klare Kommunikation und rasche Entscheidungen sind dabei besonders wichtig.

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Fabian Strauch

Referat Oberbürgermeister

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Raum: 210
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Pressesprecher, Sachbearbeitung