Wiederaufnahme des Schulbetriebs ab 4. Mai / Notbetreuung an Schulen

Der Schulbetrieb im Land startet am Montag, 4. Mai 2020, schrittweise und stark eingeschränkt. Es sind erste, kleine Schritte zu mehr schulischer Normalität. Vorrang hat zunächst die Prüfungsvorbereitung für die Abschlussklassen sowie die Prüfungsklassen der beruflichen Schulen. Besonders wichtig ist die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. In Grundschulen wird weiterhin nur eine Notbetreuung angeboten.

1.000 Schüler/-innen starten
 
Die 15 Schulen in Trägerschaft der Stadt Böblingen werden üblicherweise von 5.700 Schülerinnen und Schülern besucht. Am 4. Mai starten neun dieser Schulen zunächst mit knapp 1.000 Jugendlichen.
Konkret starten laut Schulstatistik 498 Jugendliche in der Kursstufe (erste und zweite Jahrgangsstufe) der vier Gymnasien, die Klassenstufen 9 und 10 der Werkrealschulen (115 Schüler/-innen) und der Realschulen (353 Schüler/-innen) sowie die Klassenstufen 8 und 9 an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ), also 38 Jugendliche unserer Paul-Lechler-Schule. Eine Übersicht zeigt die Verteilung.
 
Schüler
 
Eichendorff-Werkrealschule 55
Theodor-Heuss-Werkrealschule 60
Friedrich-Schiller-Realschule 196
Albert-Schweitzer-Realschule 157
Albert-Einstein-Gymnasium 119
Otto-Hahn-Gymnasium 129
Max-Planck-Gymnasium 123
Lise-Meitner-Gymnasium 121
Paul-Lechler-SBBZ 38
Summe 998
 
Aufgrund des Abstandsgebots werden maximal 10 bis 12 Jugendliche je Klassenzimmer unterrichtet und entsprechend mehr Lehrkräfte und Räume hierfür eingesetzt. Die Schüler/-innen sind vom Kultusministerium generell gebeten, möglichst individuell zu Fuß oder mit dem Rad zu kommen.
 
Keine Maskenpflicht im Unterricht
 
Wichtig ist auch die Anzahl der auswärtigen Schüler – insbesondere mit Blick auf den ÖPNV (Abstandsgebot, zudem ist in Bus und Bahn Mund- und Nasenschutz zu tragen). Laut Amtlicher Schulstatistik wohnen 451 der zu erwartenden max. 998 Schüler außerhalb Böblingens bzw. in Dagersheim. Die größten Gruppen kommen mit 55 Personen aus Aidlingen, aus Dagersheim (61), Ehningen (78), Gärtringen (46), Schönaich (73) sowie Sindelfingen (45). Das verantwortliche Busunternehmen Pflieger sichert trotz Corona die Leistung wie bei Normal-/Vollbetrieb zu, ebenso die Schönbuchbahn.
Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist für die Teilnahme am Unterricht keine Vorgabe.
 
Schutz von Risikogruppen
 
Nicht alle Lehrkräfte können in der Schule unterrichten. Die einer Risikogruppe zugehörigen Lehrkräfte werden für Fernlernangebote oder für  Aufgaben ohne direkten Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern eingesetzt. Bei Schülerinnen und Schülern mit relevanten Vorerkrankungen entscheiden die Erziehungsberechtigten über die Teilnahme.
 
Prüfungsvorbereitung hat Vorrang, Nachtermin flexibel möglich
 
Der Unterricht soll in dieser Wiederaufnahmephase in einer Kombination von Präsenz- und Fernlernangeboten (digital und analog) sichergestellt werden. Prüfungsklassen konzentrieren sich ausschließlich auf die Vorbereitung der Abschlussprüfungen.
Schülerinnen und Schüler, die sich unsicher fühlen, aus welchen Gründen und Bedenken auch immer, müssen nicht am Haupttermin der Abschlussprüfung teilnehmen und können stattdessen den ersten Nachtermin wählen.
 
Kein Sitzenbleiben in diesem Schuljahr
 
Grundsätzlich werden die Versetzungsentscheidungen auf der Grundlage der Noten im Jahreszeugnis getroffen. Keine Schülerin und kein Schüler darf einen Nachteil aus der aktuellen Situation haben, das hat Vorrang.
 
Hygienevorschriften
 
Mit Wiederaufnahme des Schulbetriebs müssen alle Schülerinnen und Schüler über Hygienevorschriften aufgeklärt und gegebenenfalls angeleitet werden (richtiges Händewaschen, Husten/Niesen, Verhalten in den Pausen, Krankmeldung bei ersten Symptomen).
 
Vorbereitungen vor Ort sind getroffen
 
Entsprechend den Vorgaben haben die Geschäftsführenden Schulleiter, der Gesamtelternbeirat, das städtische Gebäudemanagement sowie das Amt für Jugend, Schule und Sport gemeinsam die Vorbereitungen getroffen und sich mit den einzelnen Schulen abgestimmt. In der Umsetzung arbeiten alle Beteiligten zusammen, um die Gesundheit aller zu gewährleisten und gleichzeitig die schulischen Erfordernisse zu ermöglichen.
 
Dabei gilt wie generell:
- 1,5 bis 2.00 Meter Abstand zu anderen Personen halten
- in die Armbeuge husten und niesen
- Hände gründlich und häufig waschen
 
Die Schulgemeinschaft jeder Schule hat inzwischen ihr eigenes Krisenmanagement entwickelt und jeweils direkte Ansprechpartner benannt.
 
 
Notbetreuung für Schulkinder
 
Die Landesregierung hat aktuell die Notbetreuung auf Kinder bis Klasse 7 erweitert. Auch Eltern mit Präsenzpflicht am Arbeitsplatz können nun Notbetreuung für ihre Kinder bis Klasse 7 beantragen. Die entsprechenden Anträge sind bei der jeweiligen Schule zu stellen.
 
Es gilt:
Neben Angaben zu den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten auf dem allgemeinen Anmeldeformular benötigen die Schulen eine Arbeitgeberbescheinigung über die Präsenzpflicht und eine Bestätigung, dass eine familiäre oder anderweitige Betreuung nicht möglich ist. Mit der Datenschutzerklärung sind es insgesamt drei Dokumente, die ausgefüllt werden müssen.
 
Alle Informationen und Anträge sind zu finden auf www.boeblingen.de/notbetreuung.

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Kontakt

Fabian Strauch

Referat Oberbürgermeister

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