Böblingen aktiv und gemeinsam gestalten: zum Beispiel im Stadtteil Grund

Wie kann sich die Bürgerschaft tatkräftig und effektiv an der weiteren Entwicklung Böblingens beteiligen? Geeignete und innovative Antworten darauf gibt die Stadtverwaltung schon seit den 1990er-Jahren. Jenseits der gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungsprozesse kann Böblingen hier auf bemerkenswerte Erfahrungen und eine gewachsene Tradition blicken. Diese gilt es mit neuem Schwung und neuen Formaten fortzusetzen und weiterzuentwickeln. Die Stadt hat dabei etliches vorzuweisen.

Die folgende Liste ist keinesfalls vollständig.

Bisherige Formen und Modelle

Jugendforen, Stadtteil-Arbeitskreise, bürgerschaftliche Mitgestaltung der Landesgartenschau, Beteiligung an Planungen von Stadtteiltreffs und ihrer Nutzung, Erarbeitung von Schul- und Kulturkonzeptionen, Leitbildprozess, Klausuren, Runde Tische, kleinere Orts- und Stadtteil-Entwicklungsprozesse oder die bürgerschaftlich begleitete Erarbeitung von Mobilitätskonzepten.

„Wir sind der Grund: Gut älter werden im Stadtteil“

Aktuell ist die diesseits und jenseits des Maurener Wegs arbeitende und lebende Bevölkerung zur aktiven Beteiligung aufgerufen. Wie kann man im Grund gut älter werden – das ist die entscheidende Frage. Seit Jahresbeginn sind Mitarbeiterinnen der Ämter für Soziales sowie für Stadtentwicklung und Städtebau im Stadtteil unterwegs. Unterstützt werden sie vom externen Büro Weeber + Partner, das bereits sogenannte Schlüsselpersonen interviewt und rund neunzig Bürger/-innen vor Ort befragt hat.

Drei Nachbarschaftstische

Als nächstes stehen drei Nachbarschaftstische an. Eingeladen sind alle, die im Stadtteil wohnen und sich einbringen möchten. Hier werden deren Ideen, Wünsche und Vorschläge aufgegriffen, weiterentwickelt und gesammelt. Zwei Perspektiven sollen dabei Berücksichtigung finden: Was können die Bürger/-innen selbst zur Verbesserung ihrer Lebensqualität beitragen? Und welche Angebote oder Unterstützung braucht es von außen?

Alle Interessierten sind herzlich zu den drei Nachbarschaftstischen eingeladen. Sie finden jeweils von 17.00 bis 19.00 Uhr statt:

  • Mittwoch, 29. Mai, Geleener Straße 10, Bonhoeffer-Gemeindehaus
  • Donnerstag, 6. Juni, Maurener Weg 80, Bäckerei Sehne
  • Mittwoch, 26. Juni 2019, Eugen-Bolz-Straße 1, AWO-Geschäftsstelle

Das Rote Sofa bleibt das eindeutige Erkennungszeichen. Auch die ehrenamtlichen Sprachmittlerinnen mit Türkisch- und Russisch-Kenntnissen stehen wieder unterstützend zur Seite.

Ergebnis-Workshop

Zum Ergebnisworkshop sind am Samstag, 13. Juli 2019, von 9.30 bis 13.00 Uhr all diejenigen eingeladen, die sich in den Prozess eingebracht haben. Der Ort wird noch bekanntgegeben.

Hier werden alle Zwischenergebnisse, Ideen und Erkenntnisse vorgestellt und die vorgeschlagenen Maßnahmen gemeinsam bewertet. Zielsetzung ist das Herausfiltern von mindestens drei konkreten Maßnahmen, die geeignet sind, das Älter-Werden im Grund zu verbessern.

Abschluss und weiteres Vorgehen

Am 9. Oktober 2019 sollen diese Ideen und Maßnahmen dem Gemeinderat in öffentlicher Sitzung vorgestellt werden. Das Gremium entscheidet schließlich darüber, wie es weitergeht. Auch zu diesen Sitzungen sind alle Aktiven und Interessierten eingeladen.

Unterstützt wird das Projekt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg im Rahmen der Strategie „Quartier2020 – Gemeinsam.Gestalten.“

Weitere Informationen unter Telefon (0 70 31) 6 69-23 61 bei Sozialplanerin Regina Vogt und auf www.boeblingen.de/Grund.