Verwaltungsarbeit unter Pandemie-Bedingungen

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

seit März begleitet und beeinflusst Corona den Arbeitsalltag der gesamten Stadtverwaltung in hohem Maße – dabei je nach Aufgabe und Amt ganz unterschiedlich.
Um die grundlegende Arbeitsfähigkeit der Verwaltung sicherzustellen, waren kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen.
Dazu gehören etwa Ausstattung mit Trennscheiben, Schichtbetrieb oder Home-Office. Dies hat bis heute teils große Auswirkungen auf Verfügbarkeit und Arbeitsweise unserer städtischen Beschäftigten.
Aus diesem Grund geben wir Ihnen heute einen Überblick über das, was durch Corona in unserer Stadtverwaltung neu ist, was gerade nicht möglich ist, länger dauert oder verschoben werden muss.

Um die Pandemie zu bewältigen, sind zunächst neue Aufgaben hinzugekommen, die in erster Linie das Ordnungsamt betreffen.

Verwaltungsarbeit, ein Mann mit Maske am PC und eine Frau mit Maske am Telefon

Neu: Anordnungen, Amtshilfe, Anfragen

Das Ordnungsamt als Ortspolizeibehörde hat aufgrund des Infektionsschutzgesetzes sämtliche Anordnungen zur Quarantäne zu erlassen.
Seit März wurden so rund 2.500 Fälle bearbeitet. Außerdem beantwortet unser Team im Schnitt 100 Corona-bezogene Anfragen pro Tag, die per E-Mail, an der Corona-Hotline oder direkt beim Ordnungsamt eingehen.
Dabei sind kontinuierlich die geltenden und sich häufig ändernden, unterschiedlichen Verordnungen zu beachten.
Im Rahmen der Amtshilfe unterstützt unser Ordnungsamt das Gesundheitsamt des Landkreises und übernimmt die Kontaktverfolgung bei Infizierten im Stadtgebiet.
Für alle diese Aufgaben sind neben allen Mitarbeiter/-innen des Ordnungsamtes rund 15 zusätzliche Kräfte eingesetzt. Ebenso wurden z. B. in Besprechungsräumen vorübergehend weitere Arbeitsplätze eingerichtet.

Was dauert länger oder geht gerade nicht?

Corona-bedingte Aufgaben oder Änderungen in der Arbeitsweise verursachen einen erheblichen zeitlichen und personellen Aufwand und haben bei aktuellen Entwicklungen im Zweifel Vorrang. Das bedeutet zugleich:
Die laufende Verwaltungsarbeit sowie etliche Projekte ließen und lassen sich aktuell meist nicht im vorgesehenen Zeitplan erledigen.
Neben den beiden „Wellen“ im Frühjahr und jetzt im Herbst hielten viele dieser (Sonder-)Aufgaben auch über den Sommer an.
Während gerade hier im privaten Umfeld weniger von Corona zu spüren war, bestimmte die Pandemie die Abläufe unserer Verwaltung fortlaufend.

Zur Verdeutlichung ein paar Beispiele:

  • merklich längere Bearbeitungsdauer von Bürgeranliegen, vor allem im Ordnungsamt

  • fehlender persönlicher Austausch in der Stadtteil- und Quartiersarbeit
  • erschwerte Unterstützung für Geflüchtete mangels direkter Kontaktmöglichkeiten

  • erforderliche Rückmeldungen Externer (z. B. Planungsbüros, Architekten)
  • abgesagte Aus- und Fortbildungen

Beispiele für Projekte, bei denen es zu Verzögerungen kommt:

  • Kita-Offensive, Kita-Qualitätsmanagement
  • Schulhaussanierung

  • Bebauungsplanverfahren, z. B. Schützenweg

  • neue Spielplätze (Panoramastraße, Veilchenstraße)
  • konzeptionelle Arbeit im bürgerschaftlichen Engagement und der Senior/-innen-Arbeit
  • Leitfaden für Bürgerbeteiligung, Einführung eines digitalen Beschwerdemanagements
  • Überarbeitung des Jugendplans
  • Sonderausstellungen in städtischen Museen und Galerie
  • Einführung einer zentralen Buchhaltung
  • Erstellen von Jahresabschlüssen

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

dieser transparente Einblick in unsere derzeitige Arbeit ist mir wichtig. Meine Mitarbeiter/-innen und ich nehmen alle Aufgaben und unsere Verantwortung gerade jetzt sehr ernst. Wir bitten Sie daher um Verständnis und Vertrauen, wenn manches gerade anders läuft oder länger dauert als erwartet.

Geduld, Disziplin, Zusammenhalt

Auch wenn es mitunter schwer fällt: Halten wir uns gemeinsam an die Vorgaben und Empfehlungen.
Nehmen wir Rücksicht aufeinander und helfen wir, wo es nötig ist – so kommen wir im solidarischen Miteinander weiterhin gut durch diese außergewöhnlichen Zeiten.

Ihr

Dr. Stefan Belz

Weitere Informationen

  

Bild Belz

Kontakt

Oberbürgermeister
Dr. Stefan Belz
Telefon +49 7031/669-1201
E-Mail
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