Postareal: Entwurf aus Madrid und Stuttgart gewinnt Architekturwettbewerb

Liebe Böblingerinnen und Böblinger,
 
bis 2027 zur Internationalen Bauausstellung StadtRegion Stuttgart (IBA’27) wird die Böblinger Baugesellschaft (BBG) am Postareal etwas ganz Neues entstehen lassen. Nun ist der offene internationale Architekturwettbewerb entschieden, der auch Ergebnisse der intensiven Bürgerbeteiligung 2020 beinhaltete. Der Jury gehörten neben Vertreter/-innen der BBG, der Stadt Böblingen, des Gemeinderats und der IBA’27 auch fachkundige Experten/-innen und die drei Bürgervertreterinnen an. Es nahmen 45 Büros aus Deutschland und Europa teil. Sieger ist ein spanisch-schwäbischer Entwurf von Gutiérrez – De la Fuente Arquitectos SLP Madrid in Zusammenarbeit mit UTA Architekten und Stadtplaner GmbH Stuttgart.

Ich freue mich, dass die Bürgervertreterinnen mitgewirkt und mit wertvollen Beiträgen souverän die Anliegen der Bürgerschaft in das Preisgericht eingebracht haben. Und auch die deutsch-spanische Kooperation zeigt mir: Gemeinsam geht es besser. So gilt mein herzlicher Dank allen Beteiligten dieses spannenden und großartigen offiziellen IBA’27-Projekts für unsere Stadt.

gemaltes Bild, wie das Postareal aussehen könnte
Büros Gutiérrez - De la Fuente Arquitectos SLP Madrid // UTA Architekten und Stadtplaner GmbH Stuttgart

Hochpunkt und Freiräume, Wasser und Wäldchen

Der Siegerentwurf sieht drei Baukörper vor. Diese sind unterschiedlich in ihren Ausmaßen, wobei als Tor zur Stadt ein 20-geschossiger Hochpunkt einen wesentlichen Akzent setzt. Neue Verbindungen lassen das Areal offen und durchlässig erscheinen, ebenso sind zahlreiche Grünflächen vorgesehen. Zum Bahnhof hin beispielsweise schlagen die Architekten einen großzügigen Platz mit „Wäldchen“ und „Wasserspielen“ vor. Zudem ist in jedem der drei Gebäude ein Gemeinschaftsgarten vorgesehen.

Wohnen, arbeiten, leben

Vorgeschlagen sind vielfältige Wohn-, Arbeits- und Lebensformen mit zahlreichen gemeinschaftlich nutzbaren Räumen. Unter anderem sollen Clusterwohnungen, temporäres Wohnen, Einheiten für Familien sowie Wohngemeinschaften für jedes Alter entstehen. Dabei wird Nachhaltigkeit großgeschrieben: So soll etwa der Beton des heutigen Postgebäudes möglichst wiederverwertet werden. Dieser „Recycling-Beton“ verbessert dann die Klimabilanz des Gebäudes. Darüber hinaus sollen die Gebäude im Wesentlichen aus Holz bestehen.

Empfehlungen des Preisgerichts

gemaltes Bild, wie das Postareal aussehen könnte, großer Turm

Wie bei solchen Wettbewerben üblich, gab das Preisgericht dem Auslober BBG einige Empfehlungen für die weitere Bearbeitung an die Hand. Dazu gehört die Anpassung des Nutzungskonzepts im Erdgeschoss: Die in der Bürgerbeteiligung erarbeiteten Ziele – flexible, großflächige Räumlichkeiten, die verschiedene öffentliche und halböffentliche Nutzungen möglich machen – sollen stärker berücksichtigt werden. Außerdem soll die gemeinschaftliche Nutzung auf dem Dach auch der Öffentlichkeit und nicht nur den Bewohner/-innen zugänglich werden. Denn die Bürgerschaft hatte sich für einen öffentlichen Aussichtspunkt ausgesprochen.
 
Über die weitere öffentliche Präsentation der Ergebnisse und den virtuellen Bürgerdialog haben wir Sie im Amtsblatt Nr. 17 vom 30. April 2021 auf Seite 10 informiert. Siehe auch postareal.bbg-boeblingen.de.

Zukunftsweisender Stadtbaustein

Als Stadt sind wir mit dem Ausgang des Wettbewerbs sehr zufrieden: Der ausgezeichnete Entwurf sichert uns flexible Möglichkeiten für eine gute Mischung an Nutzungen mitten in unserer Innenstadt. So entsteht eine bemerkenswerte Visitenkarte an einem zentralen Stadt-eingang. Die Wirkung ist ansprechend, luftig und dadurch einladend. Damit können wir sehr gut an die Aufenthaltsqualität unserer Bahnhofstraße anknüpfen.
 
Wir dürfen uns gemeinsam auf einen zukunftsweisenden neuen Stadtbaustein mit markantem Hochpunkt freuen, der den Standort stark aufwerten und großen Mehrwert für Stadt und Gesellschaft entfalten wird.

Ihr
 
Dr. Stefan Belz

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