7. Böblinger Songtage: 3 Tage – 9 Bands vom 5. bis 7. August

Nach einem Jahr Pause können die Böblinger Songtage wieder stattfinden. Das beliebte Festival steht für Musik aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in deutscher Sprache. An 3 Tagen werden 9 Bands und insgesamt 40 Musikerinnen und Musiker die Konzertmuschel auf dem Parkdeck der Böblinger Kongresshalle zum Beben bringen. Das hochkarätige Line-Up wird auch in diesem Jahr wieder für zahlreiche außergewöhnliche Festivalmomente sorgen. Die Böblinger Songtage haben sich weit über die Böblinger Stadtgrenzen hinaus zu einem Festival der Extraklasse gemausert.

Tickets für die Songtage
 
Die Böblinger Songtage finden von Donnerstag, 5., bis Samstag, 7. August 2021, auf dem Parkdeck der Kongresshalle im Rahmen des Sommers am See statt.
Beginn ist am Donnerstag um 18.30 Uhr, Freitag und Samstag jeweils um 18.00 Uhr; Einlass jeweils eine halbe Stunde vorher.
 
Tickets sind erhältlich unter wwww.boeblingen.reservix.de und an allen Reservix-Vorverkaufsstellen.
Neben den Einzeltickets gibt es wieder ein Festival Ticket für 45,00 Euro.
Mit Ausnahme des Festival-Tickets gibt es für alle Veranstaltungen noch Tickets an der Abendkasse.
 
Weitere Informationen unter www.sommeramsee.boeblingen.de.

Programmübersicht
 
Donnerstag, 5. August 2021
 
Kapelle Petra
„Geht mehr auf Konzerte“, heißt es in einem Klassiker der Kapelle Petra. Diesen Aufruf nimmt die Band aus Hamm nicht nur ernst, sondern sieht das auch als Auftrag an sich selbst – in diesen Zeiten der Pandemie erhält der Titel ungeahnte Aktualität. „Ganzjährige Unterhaltung“ ist gewissermaßen das Kapelle Petra-Motto 2021, mit einem wohlwollend zugedrückten Auge wird in etwa alle vier Wochen (auf den bekannten digitalen Kanälen) ein neuer Song veröffentlicht, regelmäßig auch erweitert um Musikvideos. Man wird in diesem Jahr nur sehr schwer an der Band vorbeikommen, wenn man auf gutgemachte, von Herzen kommende und einfallsreiche deutschsprachige Indie-Musik steht.
 
Kapelle Petra aus Hamm/Westfalen hat in ihrer Karriere schon die ein oder andere Duftmarke in der deutschsprachigen Indie-Musik gesetzt: Als Klick-Multimillionäre auf YouTube mit ihrem Alltime-Kracher „Geburtstag“. Als Freunde des Hauses von TV-Shows wie „Circus Halligalli“ (ProSieben) oder Pufpaffs „Noch nicht Schicht“ (3.Sat). Mit zahlreichen und bundesweit ausverkauften Konzerten und Festival-Slots bei Open Flair oder Rock am Ring. Mit dem Covid-19-konformen „RentABand“-Konzept, als sie im Pandemie-Jahr 2020 aus ihrem Band-Bus heraus direkt in den Vorgarten ihrer Fans Mini-Konzerte gespielt haben. Und nicht zuletzt auch mit ihrem bis dato letzten Album „Nackt“, das im Frühjahr 2019 erschien und der Band eine Top 50-Platzierung in den Album-Charts bescherte. Mit ihren beiden EPs „Frühling“ und „Sommer“ bringt die Kapelle zudem reichlich neues Liedgut mit.
 
Theodor Shitstorm
Was kann es schöneres geben als zwei unterschiedliche Stimmen, die sich gegenseitig die Bälle zuwerfen, die Klinke in die Hand geben und sich ins Wort fallen? Der Raum, den Theodor hier betritt, ist riesengroß und gähnend leer. Zeit, ihn mit Musik zu füllen. Stilistisch steht Theodor in einem Gemisch aus Gitarre und Elektronik und verneigt sich von dort aus in vier Himmelsrichtungen: Hamburger Schule, Berliner Indie, eigenwilliger Hiphop, österreichisches Sauflied.
 
„Frau Klaeukens hat eine Stimme, die mich stets wieder zu Tränen rührt“, sagt Herr Brüggemann. „Herr Brüggemann erfindet Harmonien, die man wenigstens nicht schon tausendmal gehört hat“, sagt Frau Klaeukens. So einfach funktioniert Eigenlob als Duo. Mittlerweile ist aus dem Duo ein Quartett geworden. Der Theodor ist losgezogen, um der Welt ein Album und dem Publikum sich selbst zu Füßen werfen.
 
Albert Schnauzer in Stücken
Seit dem Videoclip zu „Dorothee“ wird Albert Schnauzer immer wieder als der „deutsche Tom Waits“ bezeichnet. Bei seinen Konzerten wird jedoch schnell klar, dass dies nur eine Facette seines Schaffens ist. Schnauzer inszeniert seine punkig-poetischen Texte, begleitet von Gitarre, Bass und Schlagzeug in seinem Bandprogramm ALBERT SCHNAUZER IN STÜCKEN. Er horcht am Herzen und auf das Pochen an der Tür. Er singt von Vororten und Vorgärten, wo der Tod die Blumen gießt und der Flieder so üppig wie der Steuervorteil blüht. Die Musik dazu ist eine breitgefächerte Mischung aus Blues, Punk, Polka, Gospel und Folk, immer auf dem Boden der Musik der Südstaaten der USA.
 
 
Freitag, 6. August 2021
 
Maxim
MAXIM spricht, denkt und singt in Bildern. Fesselnde, kluge Bilder, die Seele transportieren. Immer wieder aufs Neue strebt er danach, Musik und Worte zu einer perfekten Komposition verschmelzen zu lassen. Mit seinem Top 10-Album „Staub“ feierte er 2013 seinen Durchbruch. „Meine Soldaten“ avanciert zum Hit und wird mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Zwei Jahre tourt Maxim fast unentwegt mit „Staub“, bis Anfang 2015 Zeit und Raum zusammenfinden, um die Arbeit an einem Nachfolger aufzunehmen. In Zusammenarbeit mit seinen Produzenten Jochen Naaf, Farhot, Tua, Teka und dem Max Herre-Produktionsteam Kahedi entsteht Maxims fünftes Album „Das Bisschen, was wir sind“ – eine frische, eklektische Hörerfahrung.
 
Künstlerkollegen und Fans schätzen Maxim für seine Klangvielfalt, die in der deutschsprachigen Musikszene einzigartig ist. Maxim singt über Ungerechtigkeit, Liebe, Tod und transportiert mit seinen Songs Stimmungen, die auch noch nachwirken, wenn der letzte Ton verklungen ist. Sein im vergangenen Jahr nach dreijähriger Pause erschienenes neues Album „Grüne Papageien“ schafft eine Leichtigkeit, die bisher auf keinem seiner Alben da gewesen ist. Maxim gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, die begeistert und in den Bann zieht. Das Album zeigt, wie sich der ehemalige Reggae-Sänger zum modernen Pop-Sänger entwickelt und seinen eigenen Sound gefunden hat.
 
Buntspecht
„Ihr fehlt uns extrem. Deswegen freuen wir uns sehr, an dieser Stelle eine kleine Tour ansagen zu können. Voll naivem Optimismus schauen wir auf den Tag, an dem wir wieder live für euch spielen dürfen. Es wird wild! Wir haben einen Berg aus aufgestauter Energie und unser neues Album „Spring, bevor du fällst“ (VÖ: 14.5.2021) mit dabei“.
So kündigen die Spechte ihre Tour an – daher kann sich auch Böblingen auf ein Feuerwerk gefasst machen. Die 6er-Bande der Buntspechte, deren Repertoire keine Grenzen und Genre-Schubladen zu kennen scheint, sprengt sich musikalisch vergnüglich durch alle Betonmauern, um Platz für ihren eigenen Sound zu kreieren. Von atmosphärischer Filmmusik für Filme, die es (noch) nicht gibt, über Kinderlieder für Entwachsene reicht ihre Musik bis hin zu orchestralen Balladen.
 
„Lass uns alles vermischen“ scheint das Motto der Wiener zu sein, die eher gestrandeten Piraten oder verrückten Seiltänzern gleichen als einer klassischen Band. Es wäre auch zulässig, das alles als Indie-Pop mit Punk-Charakter zu bezeichnen, lauerte da nicht gleich wieder die Gefahr, sich einer (jedenfalls) falschen Schubladisierung auszusetzen. Die Diversität der Dinge kann so faszinierend sein, ihre Grenzen so verschwimmend: Ekstase und Melancholie, Trauer und schelmisches Grinsen, Lebensbejahung und immer wieder nagende Zweifel. Alles darf. Alles soll. Alles muss! Die unglaublich ansteckende positive Energie der Buntspecht-Liveshows, diese musikalische Glücksdusche, der sich weder Kopf noch Bauch noch Tanzbein entziehen kann.
 
friederike.
friederike. ist nicht einfach noch eine Liedermacherin. Bei der Musikerin trifft eine facettenreiche Stimme auf tiefgründige, humorvolle und kritische Texte. Ganz offenbar zwischen den Genres, nennt sie es schlicht Liedermachersoul. Sich selbst am Klavier begleitend und mit ihrer facettenreichen Stimme singt, brüllt oder jammert die Thüringerin Texte, die mal leichter, mal nachdenklich, aber in jedem Falle ausdrucksstark und eigensinnig sind. Genau beobachtend bewegt sie sich fernab von Plattitüden. Mit Witz und Verstand bleibt sie stets (selbst-)kritisch und trifft direkt ins Herz. Im Dezember 2017 veröffentlichte die junge Musikerin endlich ihr langerwartetes erstes Album „Aufstehen & Weitergehen“, mit dem sie über die Bühnen Deutschlands tourt. Ob von einem Leben als Pirat oder als Hexe oder davon, endlich ein richtiger Poet zu sein – friederike. träumt sich davon, nur um auch das zu hinterfragen. Ohne Überschätzung und Kalkül. Nur mit Punkt.
 
 
Samstag, 7. August 2021
 
Erdmöbel
Nach fast fünf Jahren gab es 2018 von Erdmöbel endlich wieder ein richtig neues Album: „Hinweise zum Gebrauch“. Und diese Platte – mit dem überraschenden Obama-Cover – ist ein großer Wurf ins Jahr 2018 gewesen. 10 ziemlich unterschiedliche Songs: Melodien und Poesie, wie man sie von Erdmöbel und von Texter Markus Berges kennt und liebt, aber mit ungewohnt politischen und gesellschaftskritischen Inhalten. Natürlich bei Erdmöbel immer ohne Parolen.
 
Auch die Musik stellt Leichtes neben Sperriges und oft verzahnt es sich und dann fragt man sich gelegentlich, ob man halbwegs Ähnliches jemals zuvor gehört hat. Auch auf den Konzerten und Festivals 2021 darf man gespannt sein, wie sie ihre Gebrauchshinweise aufführen. Und so versprechen Erdmöbel auch für dieses Jahr die allerbeste Unterhaltung: Große Gefühle, aber ohne doofes Pathos und Kitsch. Zuhören und mitgehen und mitmachen. Das heißt mitdenken, -singen und -tanzen und von der Konzertparty dann glücklich wieder nach Hause gehen.
 
Felix Meyer & Project île
Mal spielen sie Jazz und mal Folk oder Chanson, Montuno und Musette. Meyer und seine Musiker schaffen es damit nach Belieben, den Inhalt zum Tanzen zu bringen oder doppelt und dreifach zu unterstreichen. Manchmal scheint die Band zu schweben oder sogar die Zeit anzuhalten. Die Zuschauer/-innen verlassen den Raum mit einem Lächeln im Gesicht, einer Idee im Hinterkopf und einer Melodie auf den Lippen. Die im Dunkeln hört man doch! Seit nunmehr 10 Jahren erspielt sich der Autor mit seiner bewegten europäischen Straßenmusik-Geschichte irgendwo abseits der poppigen Plattenfirmen und der platten Popmusik eine immer wichtiger werdende Nische zwischen internationalem Chanson, Poesie und Systemkritik, Lagerfeuer, Lebenslust und Liebesballaden.
 
Bea Bacher/Tobias Dellit
Bea Bacher ist ein singender Igel. Gitarre spielen und loopen kann sie auch. Ihre Texte schreibt sie selbst. Singer-Songwriter heißt das bei Leuten, die es nicht so mit Igeln haben. Manchmal erscheint ihre Musik gewaltig und düster und manchmal zaghaft und leise und ganz ohne Bausch. Und manchmal piekst sie ein bisschen. In ihrer Stimme lebt die Melancholie der Großstadt.
 
Tobias Dellit ist Liedermacher – er singt, erzählt und performt seine Songs mit präsenter Stimme und mal geschlagenem, mal gezupften Gitarrenspiel. Dabei arbeitet der junge Stuttgarter Musiker nur mit seinen selbstgeschriebenen Texten und dem Sound der akustischen Gitarre. Er versucht den Blick auf das Absurde, Skurrile und Persönliche zwischen Seele und Hirn zu öffnen.
 
Tobias Dellit und Bea Bacher sind Teil des Feierabendkollektivs Stuttgart und werden eigens für die Songtage ein taufrisches Duo-Set erarbeiten.

Weitere Informationen

Kontakt

Fabian Strauch

Referat Oberbürgermeister

Telefon (0 70 31) 669-12 58
Gebäude Altes Rathaus
Raum 211
Aufgaben

Pressesprecher, Sachbearbeitung