Formulare und Dienstleistungen

Um Ihnen den Behördengang zu erleichtern, finden Sie hier Formulare, Online-Anträge und nützliche Informationen zu unseren Dienstleistungen. Viele Formulare und Anträge sind interaktiv, d. h. Sie können diese bequem an Ihrem Bildschirm ausfüllen. Manche können Sie sicher online versenden, andere müssen Sie ausdrucken und per Post verschicken.

Dienstleistungen und Formulare der Stadtverwaltung

Friedhofswesen

Die Stadt Böblingen unterhält drei Friedhöfe: Den Waldfriedhof und den Alten Friedhof in Böblingen sowie den Friedhof im Stadtteil Dagersheim.

Grabarten und Bestattungsformen

Allgemeines


Grundsätzlich ist zwischen Reihen- und Wahlgrabstätten zu unterscheiden. Reihengrabstätten sind einstellige Grabstätten (Erdbestattung / Urne), die der Reihe nach belegt werden und erst im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit abgegeben werden. In einem Reihengrab darf grundsätzlich nur eine Leiche bzw. eine Urne beigesetzt werden. Eine Verlängerung nach Ablauf der Ruhezeit ist nicht möglich.

Verantwortlich für die Reihengrabstätte sind die Angehörigen des dort Bestatteten. Wahlgrabstätten sind ein- oder mehrstellige Grabstätten (Erbestattung / Urne), an denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für die Dauer von 25 bzw. 40 Jahren verliehen wird.

Der Wiedererwerb eines Nutzungsrechts ist nur auf Antrag und nur für die gesamte Wahlgrabstätte möglich. Ein Anspruch auf Einräumung oder erneuten Erwerb von Nutzungsrechten besteht nicht.
Verantwortlich für die Grabstätte ist der jeweilige Nutzungsberechtigte.

Reihengräber


Reihengräber sind einstellige Grabstätten für Erdbeisetzungen, die der Reihe nach belegt und erst im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit des zu Bestattenden abgegeben werden. In einem Reihengrab darf nur eine Leiche beigesetzt werden.
Eine Verlängerung nach Ablauf der Ruhezeit ist nicht möglich.
Verantwortlich für die Reihengrabstätte sind die Angehörigen des dort Bestatteten.

Reihengräber als Rasengräber (Waldfriedhof und Friedhof Dagersheim)


Rasengräber sind Reihengräber, die von der Friedhofverwaltung mit Gras eingesät werden. Eine Pflege durch die Angehörigen ist nicht notwendig. Grabsteine oder Grabkreuze können aber angebracht werden, Rasengräber sind keine anonymen Grabstellen.

Urnenreihengräber


Urnenreihengräber sind einstellige Aschenstätten, die der Reihe nach belegt und im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit zur Beisetzung einer Asche abgegeben werden.
Eine Verlängerung nach Ablauf der Ruhezeit ist nicht möglich.
Verantwortlich für die Urnenreihengrabstätte sind die Angehörigen des dort Bestatteten.

Kinderreihengräber


siehe "Reihengräber"

anonyme Urnenreihengräber (nur auf dem Waldfriedhof)


In anonymen Urnenreihengrabstätten können Urnen mit der Asche eines Verstorbenen beigesetzt werden, wenn diese zu Lebzeiten durch schriftliche Erklärung ihre anonyme Beisetzung beantragt oder diesen Wunsch schriftlich hinterlassen haben.
Auf dem Grabfeld dürfen keine Namen oder sonstige Angaben, die auf die Person des Verstorbenen hinweisen, angebracht werden. Die Hinterbliebenen dürfen auf ihr keine Grabmale errichten.
Die Grabanlage wird von der Friedhofsverwaltung angelegt und unterhalten.

Urnengrabstellen in einer Urnengemeinschaftsanlage (Waldfriedhof und Friedhof Dagersheim)


Die Urnengemeinschaftsanlage auf dem Waldfriedhof wurde als ringförmiger, flacher Erdwall, der mit Beetrosen und Stauden bepflanzt ist, gestaltet; innerhalb des Rings befindet sich eine Aufenthaltsfläche. Die Urnengräber befinden sich jeweils innen und außen entlang der unteren Böschungslinie.
Die Pflanzung der Urnengemeinschaftsanlage auf dem Friedhof Dagersheim besteht aus einer Stauden- /Kleinstrauchmischung, die die gesamte mögliche Vegetationszeit blühen wird. Die Grabsteine werden ähnlich der Anlage im Waldfriedhof im unteren Bereich der jeweiligen Grabstelle direkt in die Pflanzfläche gelegt.
Von den Hinterbliebenen kann auf der jeweiligen Grabstätte eine Grabplatte, deren Größe und Farbe für alle Grabstätten einheitlich zu gestalten ist, angebracht werden. Wahlweise kann hier eine Urnengrabstelle für die Bestattung einer Urne (Reihengrab) oder zwei Urnen (Wahlgrab) erworben werden.
Die Grabanlage wird von der Friedhofsverwaltung angelegt und auch für die gesamte Dauer der Ruhezeit gepflegt.

Urnengrabstellen an Bäumen - Baumbestattungen (Waldfriedhof)


Die Grabstellen befinden sich im Eichenhain zwischen der Haupttreppe und dem Zufahrtsweg zur Aussegnungshalle auf dem Waldfriedhof. Wahlweise kann hier eine Urnengrabstelle für die Bestattung einer Urne (Reihengrab) oder zwei Urnen (Wahlgrab) erworben werden. Die Urnen müssen aus biologisch abbaubarem Material hergestellt sein.
An diesen Grabstellen können liegende Grabmale unter Beachtung der hierfür geltenden Gestaltungsvorschriften angebracht werden.

Urnennischen / Kolumbarien


Urnennischen sind einstellige (Einzelnischen) oder zweistellige (Doppelnischen) Aschenstätten. Die Einzelnische kann eine Urne aufnehmen und wird nur für die Dauer der Ruhezeit abgegeben. Ein Neuerwerb bzw. eine Verlängerung ist nicht möglich.
Die Doppelnische kann zwei Urnen aufnehmen; an ihr wird ein Nutzungsrecht auf 20 Jahre erworben. Ist die Ruhezeit der zweiten Asche noch nicht abgelaufen, so kann die Nutzungszeit bis zum Ende der Ruhezeit dieser Asche verlängert werden. Eine weitere Verlängerung ist nicht möglich.
Nach Ablauf der Ruhezeit und der Nutzungszeit werden die Urnen aus den Nischen im anonymen Grabfeld beigesetzt.

Wahlgräber (auch für muslimische Verstorbene)


Wahlgräber sind ein- oder mehrstellige Grabstätten für Erdbeisetzungen, an denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für die Dauer von 25 Jahren bzw. 40 Jahren verliehen wird. Zu einer Erdbestattung können noch zwei Aschen beigesetzt werden. Der Wiedererwerb eines Nutzungsrechts ist nur auf Antrag und nur für
die gesamte Wahlgrabstätte möglich. Ein Anspruch auf Einräumung oder erneuten Erwerb von Nutzungsrechten besteht nicht. Verantwortlich für die Grabstätte ist der jeweilige Nutzungsberechtigte.
Auf dem Waldfriedhof wurde ein Feld als Muslimen-Grabfeld ausgewiesen.

Urnenwahlgräber


Urnenwahlgräber sind ein- oder mehrstellige Aschenstätten, an denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für die Dauer von 25 Jahren bzw. 40 Jahren verliehen wird. Ein Urnenwahlgrab kann bis zu vier Urnen aufnehmen. Verantwortlich für die Grabstätte ist der jeweilige Nutzungsberechtigte.

Kinderwahlgräber (nur auf dem Waldfriedhof)


Kinderwahlgräber sind einstellige Grabstätten für Erdbeisetzungen, an denen auf Antrag ein
Nutzungsrecht für die Dauer von 25 Jahren verliehen wird. Ein Wiedererwerb ist nur auf Antrag möglich, wobei kein Anspruch auf Einräumung oder erneuten Erwerb von Nutzungsrechten besteht.
Verantwortlich für die Grabstätte ist der jeweilige Nutzungsberechtigte.

Wahlgräber in besonderer Lage


siehe "Wahlgräber"

Wahlgräber als Tiefgräber (nicht auf dem Alten Friedhof)


Dies sind ein- oder mehrstellige Wahlgräber mit Tieferlegungsmöglichkeiten. In einem einstelligen Tiefgrab sind bei gleichzeitig laufenden Ruhezeiten zwei Erdbestattungen übereinander zulässig und zwei Aschenbeisetzungen.
Die Ruhezeit für Leichen in Tiefgräbern (erste Bestattung) beträgt 30 Jahre.

Sammelgrabstätte für Fehl- und Totgeburten (nur auf dem Waldfriedhof)


Grabstätte für die Kleinsten der Kleinen
Hier findet zweimal jeweils im April und Oktober jeden Jahres im Rahmen einer ökumenischen Trauerfeier die Bestattung einer Sammelurne mit fehl- bzw. totgeborenen Kindern statt, die mit einem Geburtsgewicht von unter 500 g nicht bestattungspflichtig sind. So finden auch die „Kleinsten der Kleinen“ eine letzte Ruhestätte und die betroffenen Eltern einen Raum für ihre Trauer.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten des Landkreises Böblingen.

Ruhezeit


Die Ruhezeit für Leichen und Aschen beträgt 25 Jahre, bei Bestattungen in Urnennischen 15 Jahre, bei Kindern, die vor Vollendung des 6. Lebensjahres verstorben sind, 12 Jahre. Die Ruhezeit für Leichen in Tiefgräbern (erste Bestattung) beträgt jedoch 30 Jahre.

Rückgabe von Grabstätten und Grabauflösung


Nach Ablauf der letzten Ruhezeit kann das Nutzungsrecht jederzeit zurückgegeben werden. Eine Rückgabe ist in der Regel nur für die gesamte Grabstätte möglich. Zur Auflösung einer Grabstätte benötigen Sie einen Grabauflösungsantrag. Diesen erhalten Sie bei der Friedhofsverwaltung.

Gestaltung der Grabstätten


Die Grabstätte muss spätestens sechs Monate nach der Bestattung bzw. Verleihung des Nutzungsrechts in einer des Friedhofs würdigen Weise hergerichtet sein und bis zum Ablauf der Ruhezeit bzw. des Nutzungsrechts unterhalten, ordentlich gepflegt und dauernd instand gehalten werden. Verwelkte Blumen und Kränze müssen sofort entfernt werden. Diese können Sie an den vorgesehenen Plätzen ablegen. Es dürfen nur Pflanzen gesetzt werden, die andere Grabstätten nicht beeinträchtigen. Sie können die Grabstätte selbst anlegen und pflegen oder einen Friedhofgärtner damit beauftragen.
In allen Friedhöfen sind auf den Gräbern Abdeckungen aus Steinplatten bis maximal der Hälfte der Grabfläche zulässig, auf Urnengrabstätten auch Abdeckungen aus Steinplatten bis zu 100% der Grabfläche; die angrenzenden Wege dürfen nicht mit Kies bestreut werden. Abdeckungen aus geschüttetem Natursteinmaterial (z.B. Kies) sind nur dann zulässig, wenn die Luft- und Wasserdurchlässigkeit gewährleistet bleibt.

Sicherung der Grabmale


Die Grabmale und die sonstigen baulichen Anlagen sind dauernd in gutem und verkehrssicheren Zustand zu halten. Verantwortlich dafür ist bei Reihengrabstätten der Verfügungsberechtigte, bei Wahlgrabstätten der Nutzungsberechtigte.

Weitere Informationen


 

Weitere Informationen

Kontakt

Christel Kühne
Friedhofsverwaltung
Telefon (0 70 31) 6 69 22 36
Building: Altes Rathaus
Room: 102