Mobiles Grün auf dem Schulhof der Paul-Lechler-Schule

Der Sommer 2026 zeigt erneut, welche Auswirkungen hohe Temperaturen auf den Alltag in Städten haben können. Auch in Böblingen wurden Temperaturen von fast 40 °C gemessen. Insbesondere für vulnerable Gruppen, zu denen auch Kinder gehören, ist diese Hitze nicht nur unangenehm, sondern unter Umständen auch gefährlich. Mit dem Mobilen Grünen Zimmer® werden praktische Lösungen für den Umgang mit zunehmenden Hitzebelastungen auf dem Schulhof der Paul-Lechler-Schule erprobt – als Teil eines Schulprojekts.

Insbesondere auf stark versiegelten Schulhöfen wird Hitze von Kindern und Jugendlichen deutlich wahrgenommen. Um innovative Lösungen für den Hitzeschutz auf Schulhöfen zu erproben, kommt das Mobile Grüne Zimmer® ab Mittwoch, 9. September für einen Monat zurück nach Böblingen und macht Station auf dem Schulhof der Paul-Lechler-Schule in Böblingen. Die Firma Helix unterstützt das Projekt durch Beistellung des Mobilen Grünen Zimmers®. Das Mobile Grüne Zimmer® besteht aus bepflanzten und schattenspendenden Elementen, die an einen sogenannten „vertical garden“ erinnern. Dabei wird ein grüner Rückzugsort zum Lernen und Ausruhen geschaffen, der aktiv in den Unterricht eingebunden wird.
 
„Als Schulverbund aus Grundschule und SBBZ Lernen erleben wir an heißen Tagen sehr deutlich, wie belastend hohe Temperaturen insbesondere für unsere Schülerinnen und Schüler sein können. Das Mobile Grüne Zimmer® ist eine große Bereicherung für unseren Schulalltag: Als Rückzugsraum und Treffpunkt aber auch als Lernort, mit dem wir Natur- und Umweltthemen im Unterricht noch erlebbarer machen können. Wir freuen uns, unsere Erstklässlerinnen und Erstklässler dieses Jahr mit diesem Highlight willkommen zu heißen“, so Schulleiterin Nadine Rathmann. Die schuleigene Garten AG unterstützt die Pflege des Mobilen Grünen Zimmers®. Bereits heute engagiert sich die Schule aktiv für einen verbesserten Hitzeschutz. Auf Initiative der Schulleitung wurde bereits ein mobiles Sonnensegel installiert. 
 
Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist der diesjährige Sommer in Baden-Württemberg gemäß einer vorläufigen Auswertung der wärmste, der je gemessen wurde. Eine entsprechende Studie des DWD zum Zusammenhang der Hitzewelle im Juni 2026 mit dem Klimawandel kommt zu dem Ergebnis, dass die Intensität eines solchen Ereignisses ohne den Einfluss des Klimawandels statistisch nicht möglich gewesen wäre. „Extreme Hitze wird durch den Klimawandel wahrscheinlicher. Diese Auswirkungen spüren wir auch hier in Böblingen und arbeiten daher kontinuierlich daran, den Ursachen durch Klimaschutz und den Folgen durch Klimaanpassung entgegenzuwirken. Die Paul-Lechler-Schule befindet sich gemäß unserer stadtklimatischen Analyse in einem Gebiet mit erhöhter Hitzebelastung. Gleichzeitig sind flächendeckende Entsieglung und Baumpflanzungen nur eingeschränkt möglich. Das Projekt soll wertvolle Erkenntnisse darüber liefern, welchen Beitrag mobile Begrünungs- und Verschattungslösungen als ergänzender Baustein zur Hitzevorsorge an Bildungsstandorten leisten können und wie sie angenommen werden. Ziel ist es, die gewonnenen Erfahrungen für weitere Maßnahmen an Schulen und Kindertageseinrichtungen in Böblingen nutzbar zu machen“, so die Leitung der städtischen Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Marie-Luise Zaiß.

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