Blühflächen
Warum Blühflächen?
Blühflächen bieten Insekten und Bestäubern ein vielfältiges Nektar- und Pollenangebot. Als wichtige Nahrungsquelle für Bienen werden solche Flächen daher oft als Bienenweiden bezeichnet. Allerdings ist beim sogenannten „Bienensterben“ nicht die „Honigbiene“ gemeint. Diese ist nicht vom Artensterben betroffen, sondern Wildbienenarten. Aber selbstverständlich sind sie für viele weitere Insektenarten ebenfalls Nahrungs-, Fortpflanzungs- und Lebensraum. Blühflächen mit heimischen Arten bieten somit einen vielfältigen Lebensraum.
Heimisches Saatgut
Einheimische Pflanzenarten sind besonders in der Lage die Artenvielfalt zu erhalten. Nur sie können von speziell angepassten Insektenarten genutzt werden. Viele der heimischen Wildbienen und Schmetterlinge sind auf einzelne Pflanzenfamilien und Gattungen als Futterpflanzen angewiesen.
In einheimische Pflanzenpopulationen gibt es häufig deutliche genetische Unterschiede. Zur Erhaltung dieser Vielfalt dürfen im Außenbereich nur solche speziellen Ansaaten ausgebracht werden. Im städtischen Raum werden diese Saatmischungen natürlich ebenfalls ausgebracht und helfen somit, bereits existierenden Pflanzenbeständen als regionale Sippen weiter zu erhalten. Gebietseigene Ansaatmischungen sind somit ein wichtiger Aspekt im Naturschutz.
Blühfläche ist nicht gleich Blühfläche
In Bau- und Supermärkten zum Kauf angebotene Blühmischungen sind für die Vielfalt der heimischen Insektenwelt häufig nicht sehr wertvoll. Oft sind Zierpflanzen und fremdländische Arten enthalten welche vorwiegend einigen Generalisten unter den „Fliegern“ Nahrung bieten. Hier stehen ästhetische Aspekte oft im Vordergrund und nicht der Nutzen für die heimische Insektenwelt.
Das richtige Pflegemanagement
Auch das städtische Mäh-Konzept trägt einiges zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Die Stadtgärtnerei mäht jährlich rund 295.000 Quadratmeter Rasen-, Wiesen- und Blühflächen. Seit ca. 2017 werden sukzessive fast 4 ha davon, beispielsweise am Baumoval und auf dem Flugfeld, besonders unter ökologischem Blickwinkel entsprechend als Blühwiesen entwickelt. Durch die zweimalige Mahd und der Entfernung des Schnittguts bleiben die Blühwiesen naturnah, magern aus und sind Teil der Förderung von Bienen und anderen Insekten im städtischen Raum.
