Warum ein neuer Seniorenplan? (Teil 1 und Teil 2)

  • Teil 1 (2010): Fokus auf demografische Entwicklung und stationäre Altenpflege.  
  • Teil 2 (2014): Rahmenbedingungen, aktuelle Situation und Handlungsempfehlungen für ein gutes Leben im Alter. Titel „Älter werden in Böblingen“

Der letzte Altenplan stammt aus dem Jahr 1995. 2009 beauftragte der Gemeinderat die Fortschreibung der Seniorenplanung, insbesondere der Böblinger Konzeption im Rahmen der Bedarfsplanung.

Ziele und Beschlüsse

Mit dem einstimmigen Beschluss, bis 2020 die Planungsziele des Kreises für stationäre Altenpflege umzusetzen, wird die erfolgreiche kommunale Steuerung fortgesetzt.

  • Der Ausbau von stationären Pflegeheimplätzen erfolgt bedarfsgerecht, um Überkapazitäten zu vermeiden.
  • Die Verwaltung wurde beauftragt, im Böblinger Osten einen Standort für ein neues Altenpflegeheim mit maximal 50 Plätzen zu planen.

Damit kann die Stadt neben den Heimen in der Innenstadt (Haus am See, Heim Sonnenhalde, Haus am Maienplatz), dem Standort Diezenhalde (St. Hildegard), dem Haus an der Schwippe (zwischen Darmsheim und Dagersheim liegend) und dem im Bau befindlichen Pflegeheim auf dem Flugfeld den „weißen Flecken“ mit einem quartiersnahen Angebot füllen.

Vielfalt statt Einheitsgruppe

Es gibt nicht die eine Gruppe „Senior*innen“ – Lebenslagen sind vielfältig. Der Plan berücksichtigt:

  • Senior*innen mit Migrationshintergrund
  • Ältere Menschen mit geringem Einkommen
  • Prognose: Trotz Bevölkerungszuwachs (z. B. Flugfeld) wird die Bevölkerung bis 2030 sinken, gleichzeitig steigt der Anteil der über 65-Jährigen von 21 % auf rund 25 %.

Schwerpunktthemen: Wohnen und Engagement

  • Wohnen als eines der Grundbedürfnisse des Menschen
  • Wohnumfeld, weil im Alter die Mobilität sinkt
  • besondere Wohnformen, die auf spezielle Bedürfnisse eingehen
  • Beratung und wohnortnahe Hilfe
  • Beteiligung und Engagement von Älteren
  • Gesundheit und Gesundheitsvorsorge bis hin zur Palliativversorgung und Hospizangeboten

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Broschüre "Städtischer Seniorenplan 2"

Die digitale Broschüre können Sie hier als PDF abrufen: Städtischer Seniorenplan Teil 2
Sie erhalten die Broschüre auch in gedruckter Form. Diese liegt im Treff am See und in der Stadtbibliothek aus.

Zuständiges Fachamt

Empfehlungen des Fachamts

Mit der Darstellung der vielfältigen und umfangreichen Angebote wird deutlich, dass Böblingen aktuell in vielen Bereichen gut aufgestellt ist. Der Bericht macht aber auch deutlich, wo Lücken vorhanden oder zu erwarten sind und weitere Planungen notwendig werden. Unter anderem empfiehlt das Fachamt:

  • Intensivere Beschäftigung mit "älteren" Stadtteilen
  • Weitere Auseinandersetzung mit dem Thema „Älter werden in Böblingen“
  • Diskussion neuer Wege – beispielsweise für altersgerechtes Wohnen:
    Dazu gehört der Einsatz technischer Unterstützung im Wohnumfeld, der voraussichtlich mit einer Musterwohnung im geplanten Pflegezentrum auf dem Flugfeld umgesetzt wird.

Wichtig ist - und dabei stimmen die Aussagen des Seniorenplans mit den Zielsetzungen des Workshops zur demografiesensiblen Kommunalpolitik überein - eine Herangehensweise, die alle Generationen in den Blick nimmt. Die Bedarfsanalyse für die einzelnen Zielgruppen ist grundlegend, aber letztlich muss mittelfristig jede Planung „demografietauglich“ sein und zur Generationenplanung werden.

Weitere Informationen / Kontakt

Regina Vogt

Familie, Senioren und Engagement

Gebäude Tetragon (Konrad-Zuse-Straße 90), Ebene 3
Raum 3.15

Abteilungsleitung, Sozialplanerin