Deutsch-Französische Freundschaft: Ausstellung im Rathaus ab 22. Mai, Eröffnung am 21. Mai
Die deutsch-französische Freundschaft, besiegelt durch den Élysée-Vertrag am 22. Januar 1963 von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, verwandelte eine jahrhundertelange „Erbfeindschaft“ zwischen den beiden Ländern in eine enge Partnerschaft. Sie ist das Fundament der europäischen Integration, geprägt durch starke politische Zusammenarbeit, ausgeprägte Wirtschaftsbeziehungen und vielfältigen Austausch – so auch zum Beispiel durch die Städtepartnerschaft zwischen Böblingen und Pontoise.
Die Wanderausstellung "Adenauer – de Gaulle: Wegbereiter deutsch-französischer Freundschaft" beleuchtet die historische Partnerschaft zwischen Konrad Adenauer und Charles de Gaulle von 1958 bis zum Élysée-Vertrag 1963.
Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 21. Mai 2026, um 18.00 Uhr im Foyer des Neuen Rathauses (Marktplatz 16) wird herzlich eingeladen.
Interessierte können die Ausstellung von 22. Mai bis 20. Juli 2026 im Foyer des Neuen Rathauses besichtigen, jeweils zu den Öffnungszeiten des Rathauses.
Der Eintritt ist frei. Schulklassen und Gruppen, die einen Besuchstermin außerhalb der Öffnungszeiten benötigen, können sich an die Partnerstadtbeauftragte Anette Fischer (a.fischer@boeblingen.de) wenden.
Angebot auch für Schulen und Jugendliche
Auf 20 Tafeln wendet sie sich an eine breite interessierte Öffentlichkeit und ist grundsätzlich für Besucher jeden Alters und mit unterschiedlichem Vorwissen geeignet. Aufgrund ihrer farbenfrohen Gestaltung spricht sie insbesondere junge Leute an, für die die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus zusätzliches pädagogisches Begleitmaterial anbietet. Da die Ausstellung konsequent zweisprachig gehalten ist, kann sie auch zur Förderung der Sprachkompetenz eingesetzt werden. Darüber hinaus schließt sie an aktuelle Diskussionen etwa über die Zukunft des deutsch-französischen Verhältnisses und die Rolle beider Staaten im vereinten Europa an.
Wie 1963 alles anfing …
Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit, der als Élysée-Vertrag in die Geschichte eingegangen ist. Damit besiegelten sie nach etlichen Kriegen die Aussöhnung zwischen Deutschen und Franzosen und stellten die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich auf eine völlig neue Grundlage, die bis heute ihresgleichen sucht.
Weiter historischer Bogen bis in die Gegenwart
2013 erstmals gezeigt, skizzieren die Tafeln die Lebensläufe des ersten Nachkriegs-Kanzlers und des französischen Generals. Sie zeichnet den Weg von ihrer ersten Begegnung 1958 in Colombey-les-deux-Églises bis zum deutsch-französischen Freundschaftsvertrag von 1963 nach und gibt einen Einblick in seine Wirkungen. So spannt sie einen weiten historischen Bogen von der Zeit Otto von Bismarcks bis in unsere Gegenwart. Die Ausstellung wurde von der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Zusammenarbeit mit der Fondation Charles de Gaulle konzipiert und kommt von dort als vorübergehende Leihgabe nach Böblingen. Vor einigen Wochen machte sie zuletzt Station in Leonberg.
Start ins Jubiläums-Jahr mit Pontoise
Die Ausstellung ist ein wertvoller Beitrag zum Verständnis der deutsch-französischen Geschichte und der Grundlagen der europäischen Einigung. So, wie sie inhaltlich den Anfang der deutsch-französischen Freundschaft beschreibt, bildet sie im übertragenen Sinne auch den Start in die Reihe der diesjährigen Veranstaltungen zum 70-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Pontoise und Böblingen.