Leichtigkeit und ein Blick für das Wesentliche
Liebe Bürger*innen,
der Sommer ist vorbei, nach scheinbar endloser Hitze und herrlich blauem Himmel fällt der Umschwung auf herbstliche Regengüsse und graue Wolken schwer. Sie drücken aufs Gemüt, zusammen mit den schlechten Nachrichten aus vielen Teilen der Welt und leider auch aus Deutschland. Die Wirtschaft schwächelt und mit ihr die Kommunen, die auf Steuereinnahmen angewiesen sind.
In solchen Situationen fehlt uns oft die Leichtigkeit, nicht nur Probleme zu sehen, sondern auch die positiven Seiten im Leben. Sich an die schönen Momente in den letzten Monaten zu erinnern, die fröhlichen Ereignisse und guten Begegnungen, die uns inspirieren und den Zusammenhalt unterstützen. Beim Blick nach innen, stellen wir vielleicht dennoch fest, dass das Glas zumindest halb voll ist. Und fällt der Blick auf andere, erkennen wir möglicherweise, dass es anderen deutlich schlechter geht.
Psychische Belastung und Einsamkeit sind heute Phänomene, die leider weit verbreitet sind in unserer Gesellschaft. Besonders betroffen sind Jugendliche, junge Erwachsene und ältere Menschen ab ca. 80 Jahren sowie Menschen in prekären Lebenslagen oder nach Migration. Für Menschen, die sich einsam fühlen, ist es schwer aktiv zu werden und in Kontakt zu kommen mit anderen.
Begegnungsorte in Böblingen
Wir sind froh, dass wir in Böblingen viele niederschwellige Begegnungsorte haben, bei freien Trägern und in städtischen Einrichtungen, die einen unkomplizierten Zugang zu sozialer Interaktion bieten. Ob beim Mittagstisch im Café Emil auf der Diezenhalde oder bei der AWO in der Eugen-Bolz-Straße, beim Seniorencafé des DRK oder der Fachstelle Leben im Alter im Treff im Grund, dem Plaudertreff im Treff am See oder den Frühstücksangeboten im Rauhen Kapf und Bring-and-Share-Brunch im Treffpunkt Mitte: Es gibt Möglichkeiten, anzudocken und Kontakte aufzubauen, die zu einem unterstützenden Netz werden können.
Belastend und verunsichernd sind die aktuellen Krisen und die Diskussionen um Pflegeleistungen und anderem besonders für alte Menschen. Altersdepression tritt meist ab dem 65. Lebensjahr auf und ist neben Demenz die häufigste psychische Erkrankung im Alter. Rund 20 Prozent der Senior*innen sind betroffen, in Pflegeheimen sogar bis zu 40 Prozent. Ein Grund mehr, schon heute für unseren Spendenfonds „Leben im Alter in Böblingen LiAB“ zu werben.
Spendenfonds „Leben im Alter in Böblingen LiAB“
Für das „bisschen Mehr“ in der Altenpflege hat die Stadt den Spendenfonds „Leben im Alter in Böblingen LiAB“ initiiert. Hier werden die Spenden ohne Abzug an Weihnachten direkt an die Böblinger Altenpflege – Heime und ambulante Pflege – weitergegeben. Damit werden einzelne Aktivitäten, die den Alltag etwas verschönern, wie die Adventsfreuden oder das Weihnachtsfest, finanziert. Wir freuen uns, wenn Sie diese Aktion mit einer Spende unterstützen:
Konto bei der Kreissparkasse Böblingen
IBAN: DE82 6035 0130 0000 0000 31
Verwendungszweck: LiAB-Altenpflege.
Bitte Adresse angeben für die Spendenbescheinigung.
Mit Blick auf die dunkle Jahreszeit und die weihnachtlichen Vorfreuden, die sich bald in Schaufenstern zeigen werden, eine gute Sache, den Blick auf das Wesentliche zu richten und Freude zu bereiten: Es unterstützt auch die eigene „Leichtigkeit“.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung der Altenpflege. Kommen Sie gut durch Herbst und Winter!
Ihr
Tobias
Heizmann
Erster Bürgermeister