Gewaltprävention

Gewaltprävention umfasst Maßnahmen, um Gewalt zu verhindern, indem sie Menschen befähigt, Gefahrensituationen gut einzuschätzen und mit gut entwickelter sozialer Kompetenz Konflikte gewaltfrei zu lösen. Für den Fall, dass weder ein Ausweichen noch eine Deeskalation möglich ist, gibt die Gewaltprävention Methoden zum Selbstschutz an die Hand. Für folgende Themen und Zielgruppen wurden Konzepte entwickelt : Im Projekt Dialog werden Grundschulkinder altersgerecht gegenüber Grenzverletzungen aller Art sensibilisiert. Im Workshop "Feuer und Flamme" wird darüber gesprochen wie sich Gewalt in Freundschaften und Liebesbeziehungen einschleichen kann. Der interaktive Vortrag zur reflektierten Mediennutzung gibt praktische Tipps für einen guten Umgang mit Social Media und Co. Das Projekt Fitness, Ausdauer und Selbstschutz möchte im Sportunterricht für das Thema  Selbstschutz sensibilisieren und das Verhaltens- und Reaktionspotential von jungen Menschen erweitern.


 

Mann und Frau in Abwehrhaltung gegenüber

Die Gleichstellungsbeauftrage bietet folgende Konzepte der Gewaltprävention an:

  • Dialog
    Dialog ist ein Programm zur Gewaltprävention in Grundschulen das Kindern ein Verhaltensrepertoire zum Selbstschutz mitgibt und sie zu einem partnerschaftlichen Umgang miteinander befähigt. Die Module begleiten die Kinder durch ihre Grundschulzeit und vermitteln in jeder Klassenstufe altersgerechte Impulse.
    Klassenstufe 1und 2 „Partnerschaftlichkeit macht Schule“
    Klassenstufe 3 und 4 „Stopp –Finger weg“ - Prävention sexueller Missbrauch Kontakt:marika.roether@gmx.de (Handout "Stopp-Finger weg") (PDF|1,5 MB)
  • Feuer und Flamme
    Grenzverletzungen in Freundschaften und Liebesbeziehungen von Teenagern sind keine Seltenheit.  Es ist wichtig den Jugendlichen die Botschaft mit auf den Weg zu geben, dass Grenzverletzungen immer ein Warnsignal sind. Rechtzeitig auf Distanz zu gehen erspart viel Schmerz. Werden diese Signale übergangen tritt eine Gewöhnung ein und gipfelt Jahre später möglicherweise in häuslicher Gewalt.
    In den Workshops erarbeiten die Jugendlichen: Was Respekt in einer Liebesbeziehung bedeutet. / Woran man Warnzeichen für Gewalt erkennt. / Wie man gut mit Konflikten in Beziehungen umgehen kann. /  Wo man Hilfe bekommt und wie man Freund*innen helfen kann.
    Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahre. Dauer 2 Tage á 5 Stunden
    Kontakt: pflaeging@awo-bb-tue.de
  • Mit einem Klick zum Opfer oder zum Täter – Risiken und Gefahren bei Digitalen Medien
    Die Digitale Medienwelt ist ein Gesamtpaket das erwünschte Aspekte wie Unterhaltung und Bildung enthält aber gleichzeitig auch das ganze Spektrum der dunklen Seite: Sucht, Betrug, sexueller Missbrauch Gewalt und Manipulation. Mädchen und Jungen haben in ihrem Nutzungsverhalten unterschiedliche Präferenzen aber für beide Geschlechter ist es wichtig zu wissen, wie diese Medien auf ihr Gehirn wirken und wie sie verhindern können, dass sie zu manipulierbaren Marionetten werden.
    Der interaktive Vortrag (90 Minuten) wird altersangepasst ab Klassenstufe 4 angeboten.
    Kontakt: michail@berenfeld.net

  • FAST- Fitness, Ausdauer und Selbstschutz
    Das Programm möchte die Selbstkompetenz von jungen Menschen zur Wahrnehmung von gefährlichen Situationen und zur realistischen Einschätzung von Gefahren gegenüber der eigenen körperlichen Unversehrtheit stärken. „FAST“ möchte ihnen darüber hinaus Strategien an die Hand geben, wie sie sich in solchen Situationen verhalten können.
     „Fitness – Ausdauer – und Selbstschutz“ möchte Sport als Ressource für den eigenen Selbstschutz und die Gesunderhaltung erfahrbar machen. Die eigene Mobilität ist erweiterbar und bietet die Chance Selbstwirksamkeit zu erleben. Körperliche Fitness kombiniert mit Basiswissen aus der Kampfkunst ist ein Schutzfaktor für Konfliktsituationen in die Jugendlichen geraten können. Dabei wird bewusst gemacht, wie eskalierende Situationen erkannt und entschärft werden können und es wird thematisiert wie wenig mediale Gewaltdarstellungen mit der Realität zu tun haben. Im echten Leben geht es darum Konfliktsituationen frühzeitig zu erkennen, sie einordnen zu können und möglichst unbeschadet bewältigen zu können.
    Zielgruppe: Klassenstufe 6-10
    Dauer des Projektes: 4 Termine á 90 Minuten
    Kontakt: michail@berenfeld.net

Feedback eines Teilnehmers: „Ich fand gut, dass man da was fürs Leben gelernt hat, wie man sich oder andere schützt. Wenn man Basketball spielt dann lernt man halt was fürs Basketballspielen. Aber das war ja was, was man auch außerhalb der Turnhalle im täglichen Leben brauchen kann. Das sollte man öfters in der Schule machen.“

Feedback einer Teilnehmerin: Es wird einem so oft gesagt was gefährlich ist aber es ist nie was Konkretes und nie etwas Praktisches, was tue ich, wenn ich in so eine Situation komme. Es war super, dass wir alles praktisch durchspielen konnten und gemerkt haben was funktioniert und was nicht.“