Oh là là, Böblingen! Muttertag mal anders: „La belle bouchère“ eröffnet im Fleischermuseum

Am Sonntag, 10. Mai, um 13.00 Uhr heißt es im Deutschen Fleischermuseum Böblingen: Bienvenue! Im „maison plus tardue de la ville“ – dem schrägsten Haus der Stadt – eröffnen Nathalie Wolff und Matthias Bumiller ihre neue, fröhlich-frankophile Sonderausstellung „La belle bouchère“. Und das Ganze fällt ausgerechnet auf den Muttertag – eine charmante Gelegenheit für einen gemeinsamen Ausflug.

Zur Vernissage wird aufgefahren, was zu einer deutsch-französischen Begegnung unbedingt dazugehört: Reden, Champagner, Butterbrezeln und schwäbische „Foie Gras“ (d. h. vegane „Gänsestopfleber“) – selbstverständlich nur, solange der Vorrat reicht. Offiziell eröffnet wird die Ausstellung von Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz sowie dem französischen Generalkonsul und Leiter des Stuttgarter Institut français, Monsieur Gaël de Maisonneuve. Die Künstler selbst sind natürlich vor Ort und führen persönlich durch das neu inszenierte Wendeltreppenhaus.
 
Dort gibt es einiges zu entdecken: Wolff und Bumiller haben sich durch Archive gewühlt und Frankreich durchstreift – immer auf der Suche nach dem Abseitigen, Skurrilen und wunderbar Wurstigen. Herausgekommen ist eine überraschende Sammlung deutsch-französischer Kuriositäten: eine „Damenmetzgerei“, die geheimnisvolle Wurstsorte „Mini-Jésus“, das Dorf „Saint-Christophe-en-Boucherie“ und viele weitere Fundstücke zwischen Kunst, Kultur und Kulinarik.
 
Besonders zur Geltung kommt all das im frisch erleuchteten Treppenhaus des Böblinger Vogtshauses, das dank neuer Lichtinstallation nun in ganz neuem Glanz erstrahlt. Très chic – und die perfekte Bühne für diese ebenso ungewöhnliche wie vergnügliche Ausstellung.
 
Wer Wolff und Bumiller kennt, weiß: Hier trifft feiner Humor auf liebevolle Detailverliebtheit und eine ordentliche Portion Hintersinn. Schon ihre frühere Ausstellung „Darf’s vom Guten etwas mehr sein?“ begeisterte mit Wurstscheibenaquarellen, kuriosen Geschichten und einem inzwischen legendären „Wurstmemory“. Mit „La belle bouchère“ setzen sie nun noch einen drauf – französischer, schräger, überraschender.
 
Warum also am Muttertag nicht einmal die Perspektive wechseln? Statt Kaffee und Kuchen gibt’s hier Champagner und Kuriositäten, statt Blumen einen Ausflug ins Museum – und garantiert Gesprächsstoff für den Heimweg.
 
Kurz gesagt: Kommen, staunen, schmunzeln – und genießen!
Nous nous voyons le 10 mai au musée!

Eine Metzgerei nur für „Damen“! Nathalie Wolff und Matthias Bumiller haben sie in Frankreich gefunden – Foto: Wolff/Bumiller

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