Erinnerungsräume: Öffnung am Internationalen Tag der Museen, 17. Mai
Am Sonntag, 17. Mai 2026, machen Museen am Internationalen Museumstag weltweit auf ihre gesellschaftliche Rolle aufmerksam. Als wichtiges Mittel für den kulturellen Austausch übernehmen sie nicht nur Verantwortung für unser Kulturgut, sondern fördern weltweit Verständigung, Toleranz und Vielfalt.
In den Kellerräumen der Friedhofskapelle des alten Friedhofs in Böblingen zeigt die Installation des Künstlers Marinus van Aalst einen Erinnerungsort, der die Erinnerung an die Menschen wachhält, die den Bombenangriff in der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober 1943 in Böblingen nicht überlebt haben. Marinus van Aalst erinnert auch an die Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeit für das nationalsozialistische Deutschland leisten mussten. Die künstlerischen Interventionen bringen die Geschichte der NS-Zwangsarbeit pointiert in den öffentlichen Raum. Marinus van Aalsts Installation soll bewegen; einen emotionalen Zugang zu diesem dunklen Kapitel deutscher Geschichte schaffen. Die raumgreifende Installation, die mit Vergänglichkeit verbundenen Materialien in gedimmter Beleuchtung, erzeugen eine Atmosphäre, die Erinnerung und Vergessen sinnlich erfahrbar werden lässt. Erinnern heißt auch vor allem, weitere Opfer und Verbrechen in der Gegenwart zu verhindern.
Der Künstler ist selbst vor Ort. Geöffnet ist von 15.00 bis 17.00 Uhr.
Unter www.art-van-aalst.com gibt es weitere Informationen zu dieser Einrichtung.