70 Jahre Städtepartnerschaft Pontoise – Böblingen mit Kunstausstellung TANDEM

Die gemeinsame Kunstausstellung TANDEM aus beiden Städten in den Räumen des Alten Amtsgerichts wurde am Stadtfest-Freitag, 3. Juli, eröffnet. Vorausgegangen war am Donnerstagabend der Festakt zum 70-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft.
Zu sehen ist die Ausstellung bis noch bis 15. Juli 2026 (Dienstag und Mittwoch von 15.00 bis 18.00 Uhr).

Festlicher Anlass und fröhliches Wiedersehen

Der Festakt anlässlich der „Gnadenhochzeit“ war gut besucht. Das Kinderparlament aus Pontoise war dabei sowie eine offizielle Delegation unter Leitung des Beigeordneten Laurent Lambert (stellvertretend für Bürgermeisterin Stéphanie von Euw). Die am TANDEM-Projekt beteiligten Kunstschaffenden beider Städte nahmen ebenso teil wie eine kleine Delegation aus Glenrothes.
 
Nach dem Sektempfang begrüßte der Harmonika-Spielring Böblingen die Gäste im Saal mit schwungvoll dargebotenen Chanson-Melodien, die auch die Böblinger Wegbegleiter*innen dieser langjährigen Städtepartnerschaft begeisterten.
 
Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz begrüßte die Gäste und würdigte die gemeinsam verbrachten Jahre in deutscher und französischer Sprache. Nach einer per Video zugespielten musikalischen Einlage der Pontoiser Harmonika-Schule CEMAP betonte auch der Pontoiser Beigeordnete Laurent Lambert die Bedeutung der Städtepartnerschaften als Mittel zur Völkerverständigung. Die Ehrung von Monique Lefebvre, die die Städtepartnerschaft viele Jahre lang begleitet hatte und nun ihr Amt als Gemeinderätin aufgegeben hat, schloss den festlichen Abend ab.

Binationale Kunstausstellung

Am darauffolgenden Tag stand das Jubiläum dann im Zeichen der Kunst. Nachdem die Werke der zehn Kunstschaffenden aus beiden Städten Ende Mai in Pontoise zu sehen gewesen waren, wurde die Ausstellung TANDEM nun im Alten Amtsgericht auf dem Schloßberg gezeigt. Die Werke waren von den Pontoiser Kunstschaffenden nach der dortigen Ausstellung verpackt worden und wurden von freiwilligen Helfenden nach Böblingen gebracht. Dort packten die Böblinger Kunstschaffenden die Werke aus und stellten sie in den Räumen des Alten Amtsgerichts bereit, sodass Hängung und Aufbau gleich nach Ankunft der Gäste vonstattengehen konnten.
 
Dass die Künstler*innen dabei ihre Werke zeitweise in die Hände der Kunstschaffenden aus der jeweils anderen Stadt gaben, war Teil des Konzepts. Es sollte bewusst ein „Miteinander“ anstelle eines „Nebeneinander“ geschaffen werden, um die Verbindungen zwischen den Partnerstädten auch in diesem Bereich zu stärken. Die TANDEM-Partner*innen Michel Frichet (Pontoise) / Klaus Behringer (Böblingen), Luc Babin (P) / Waltraud Wellmann (BB), Ute Hadam (P) / Erwin Weyel (BB), Jean Villain (P) / Marcus Gwiasda (BB) sowie Nicolas Blin (P) / Ines Scheppach (BB) freuten sich sehr, sich nach dem Besuch in Pontoise nun in Böblingen wiederzusehen. Der gemeinsame Aufbau der Ausstellung, die festliche Vernissage am Freitagabend, der gemeinsame Eintrag ins Goldene Buch und ein gemeinsamer Kunst-Stadtrundgang am Samstag, 4. Juli, ließen die Verbindungen noch intensiver werden.
 
Flankiert wurde die Ausstellung von einem Kunst-Workshop für Jugendliche und Schüler*innen, angeboten durch Ute Hadam und Michel Frichet aus Pontoise. Die Werke der Jugendlichen waren ebenfalls im Alten Amtsgericht zu sehen.
 
Gefördert wird das Projekt für die Ausstellung, die Delegationsbesuche und das Jugendprojekt durch den Mikroprojektefonds des Staatsministeriums Baden-Württemberg, finanziert aus vom Landtag Baden-Württemberg beschlossen Landesmitteln, sowie durch die BW-Stiftung im Rahmen des Programms Nouveaux horizons.
 
Daneben gilt dem Böblinger Kunstverein Dank für die Gastfreundschaft in den Räumen des Alten Amtsgerichts und besonders dem Galerieverein, der das Projekt anfänglich angestoßen und im Verlauf tatkräftig unterstützt hat. Weitere freiwillige Helfende sorgten bei der Vernissage für das leibliche Wohl, unterstützten bei der Betreuung der Gäste und stemmten die Aufsicht während der Öffnungszeiten der Ausstellung.