Luftschadstoffmessungen in Böblingen

Historie

Die Historie der Luftschadstoffmessungen in Böblingen reicht bis um die Jahrtausendwende zurück. Seinerzeit hatte das Landesamt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) bzw. dessen Vorgänger-Institution eine stationäre Luftgütemessstation im Bereich des Galgenberges zur kontinuierlichen Luftschadstoffmessung installiert. Da die seinerzeitigen Messergebnisse in jeglicher Hinsicht deutlich unter den Grenzwerten lagen, wurde 2005 diese Luftgütemessstation seitens des LUBW aufgegeben und abgebaut.

Stickstoffdioxidkonzentration (NO2)

Der in den letzten Jahren verstärkt zu verzeichnende Bevölkerungs- und Verkehrszuwachs in der Stadt aber auch die allgemeine Sensibilisierung der Bevölkerung hinsichtlich der Luftschadstoffbelastungen ließ in Böblingen um 2015 die Frage nach aktuellen Messwerten insbesondere zur Stickstoffdioxidbelastung aufkommen. Der Gemeinderat hat dann für 2016 die Durchführung von Hot-Spot-Messungen mit sogenannten Passivsammlern beschlossen. Mit dieser recht preiswerten Messmethode kann man eine orientierende Stickstoffdioxidbelastung feststellen. In Böblingen wurden dazu 5 Standorte mit einer zu erwartenden hohen Schadstoffbelastung und einer hohen Bevölkerungsbetroffenheit (obere Poststraße Höhe Apothekergässle; Stadtgrabenstraßenstraße Höhe Volksbank; Am Käppele Höhe Cafe Frech; Hauptstraße Höhe Volksbank in Dagersheim und Knoten Hauptstraße / Aidlinger Straße in Dagersheim) sowie als Vergleichsmessort ein Standort mit zu erwartender geringer Belastung im Bereich des Elbenplatzes / Unterer See ausgewählt. Die auf drei Monate angesetzte Messung (April – Juni 2016) ließ in der Hochrechnung der Ergebnisse auf Jahresmittelwerte erkennen, dass die Messpunkte obere Poststraße, Stadtgrabenstraße und Am Käppele wahrscheínlich im Bereich oder über dem Jahresmittelgrenzwert der zulässigen Stickstoffdioxidbelastung von 40µg/m³Luft liegen könnten. Der Gemeinderat hat daraufhin die Durchführung von anerkannten, kontinuierlichen Messungen der Stickstoffdioxidkonzentrationen im Jahre 2018 für die drei Messpunkte beschlossen. Da es sich zeigte, dass die Anforderungen an die Luftschadstoffmessungen am Standort „Am Käppele“ nicht den Vorgaben der 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (39 BImSchV) nicht entsprechen würden, wurde stattdessen die Durchführung einer Messung im Bereich der Karlstraße Höhe Wilhelmstraße beschlossen.

Im Ergebnis der vom 01.01. bis 31.12. 2018 durchgeführten Messungen wurden mittlere Konzentrationen der Stickstoffdioxidbelastung für die Messpunkte Karlstraße von 30µg/m³ Luft, für den Messpunkt Stadtgrabenstraße von 31µg/m³ Luft und für den Messpunkt obere Poststraße von 49µg/m3 Luft gemessen. Damit liegt die NO2-Belastung in der oberen Poststraße über dem zulässigen Jahresmittelgrenzwert der NO2-Belastung von 40µg/m3 Luft. Der Abschlussbericht dieser Stickstoffdioxidmessungen wurde zwischenzeitlich an das Regierungspräsidium Stuttgart weitergeleitet. Dieses entscheidet über die weitere Verfahrensweise (Aufstellung Luftreinhalteplan ja/nein).

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 24.10.2018 beschlossen, die kontinuierlichen Messungen der Stickstoffdioxidkonzentrationen zum 31.12. auf Grund der dafür notwendigen hohen Aufwendungen auslaufen zu lassen. Stattdessen sollte am Messpunkt obere Poststraße sowie am neuen Messpunkt obere Poststraße Höhe Knoten Marktstraße / Breite Gasse und in der Talstraße (Höhe Post) wieder mit Passivsammlern die NO2-Konzentrationen gemessen werden. diese Messungen sind derzeit bis zum 31.12.2019 befristet. Die Ergebnisse dieser aktuellen Messungen sind in Monatsauswertungen im Folgenden dargestellt.

NO2-Sondermessungen der LUBW in 2019

Neben den durch die Stadt veranlassten Messungen der Stickstoffdioxidkonzentrationen wurde durch das LUBW eine weitere orientierende, verkehrsnahe Sondermessung vom 01.01. bis zum 31.03.2019 im Bereich der unteren Poststraße (Höhe Haus Nr. 10) mittels Passivsammlern durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Messungen ergeben auf das Jahr hochgerechnet eine mittlere Konzentration der Stickstoffdioxidbelastung von 36µg/m³ Luft und würden damit unter dem Grenzwert von 40µg/m3Luft liegen. Eine Fortführung der Messung ist hier deshalb nicht geplant.  

Messung der Feinstaubbelastung PM10

Hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen werden die Belastungen mit Feinstaub allgemein als gravierender angesehen. Es lag deshalb nahe, Daten zur Feinstaubbelastung in der Stadt Böblingen zu eruieren. Der Gemeinderat hat deshalb die orientierende Erhebung der Feinstaubkonzentrationen (PM10) mittels einfacher handelsüblicher Messsensoren im Jahre 2018 an drei Messorten beschlossen. Neben der oberen Poststraße (Höhe Apothekergässle) sollten die PM10-Konzentrationen auch im Bereich der Bahnhofstraße (Höhe Post und Höhe Sparkasse) erhoben werden. Im Ergebnis konnte eine eventuell erhöhte Belastung im Bereich der Post festgestellt werden. Daraufhin wurde durch den Gemeinderat die Durchführung einer anerkannten kontinuierlichen Messung der Feinstaubkonzentration PM10 für den Zeitraum vom 01.01. bis zum 31.12. 2019 beschlossen. Die Messwerte werden monatlich hier veröffentlicht.

Aktuelle Ergebnisse der Luftschadstoffmessungen 2019 (NO2 und PM10)

Nachfolgend werden die Messungen der NO2-Belastung bzw. der PM10-Belastung als Monatsauswertungen wiedergegeben. In Tabelle 1 sind die Mittelwerte der 14-tägigen Messintervalle an den Passivsammlern wiedergegeben (Immissionsdaten). Daraus wird der in Spalte 3 dargestellte Monatsmittelwert hochgerechnet und der Jahresmittelwert abgeleitet. Dabei stellt der Jahresmittelwert nur einen vorläufigen Wert dar. Sollten die Messergebnisse in den folgenden Monaten deutlich niedriger ausfallen, so wird auch der Jahresmittelwert absinken. Ein endgültiges Ergebnis ist erst mit Vorliegen der Dezember-Auswertung zu erwarten.

In Tabelle 2 werden die Messwerte (Immissionsdaten) der PM10-Belastung widergegeben. Neben dem höchsten Tagesmittelwert und dem gemittelten Monatswert wird ein hochgerechneter Jahresmittelwert sowie die Anzahl der Tage mit Überschreitung der Grenzwerte auf den Monat bzw. das Jahr bezogen, angegeben. Auch hier stellt der Jahresmittelwert nur eine vorläufige Angabe dar.

Tabelle 3 listet die Grenzwerte der PM10- bzw. NO2-Belastung nach der 39. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) auf.

Das Diagramm in Abbildung 1 zeigt den Verlauf der NO2-Belastung an den Messpunkten in Böblingen innerhalb des jeweiligen Monats.

Abbildung 2 gibt den Verlauf der ermittelten täglichen Feinstaubbelastungen im jeweiligen Monatsverlauf wider.

Detaillierte Informationen für den Monat Mai erhalten Sie hier:

Quelle: Dekra Stuttgart
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Detaillierte Informationen für den Monat April erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat März erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat Februar erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat Januar erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat Dezember erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat November erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat Oktober erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat September erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat August erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat Juli erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat Juni erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat Mai erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat April erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat März erhalten Sie hier:

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Detaillierte Informationen für den Monat Februar erhalten Sie hier:

Grafik über Ergbenisse
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Grafik
Quelle: Dekra Stuttgart

Detaillierte Informationen für den Monat Januar erhalten Sie hier:

Quelle: Dekra Stuttgart

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