Demographie

Die Auswirkungen der demografischen Entwicklung werden die Kommunalpolitik der nächsten Jahrzehnte prägen. Dieser Herausforderung muss sich auch Böblingen stellen: am 30.11.2013 waren politische und gesellschaftliche Akteure eingeladen, sich im Rahmen eines "Workshops für eine demografiesensible Kommunalpolitik" Gedanken über den konstruktiven und aktiven Umgang mit der Thematik zu machen. Der Workshop fand mit der Unterstützung der Bertelsmann Stiftung statt und wurde gefördert durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg. Die Dokumentation der Tagung finden Sie hier. (1,841 MiB)


Stadtteilentwicklung

Die Stadt Böblingen möchte den Auswirkungen der demografischen Entwicklung aktiv begegnen. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, gemeinsam Antworten zu suchen, wie sich der Stadtteil „demografiesensibel“ entwickeln und den aktuellen Erfordernissen anpassen kann.

Die Stadtteilentwicklung steht unter den Fragestellungen:
- Was ist notwendig, um einen Stadtteil langfristig lebenswert zu machen und  zu erhalten?
- Welche Themen haben alte Menschen im Stadtteil?
- Wie fühlen sich junge Menschen im  Stadtteil wohl und was hält sie dort?
- Welche Anforderungen formulieren Familien an einen Stadtteil?

Stadtteilentwicklung zielt darauf ab, Bewohner/-innen miteinander und mit der Verwaltung über ihren Stadtteil ins Gespräch zu bringen, Engagement zu fördern, Eigeninitiative zu fördern und sich gemeinsam auf den Weg zu machen.


Aktuelle Hinweise


Entwicklung Tannenberg – wohin?!

Die Verwaltung hat dem Kultur- und Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung vom 26.01.16 eine Zusammenfassung des Stadtteilentwicklungsprozesses Tannenberg 2015 zur Kenntnis gegeben. Die Dokumentation finden sie hier. (3,755 MiB) 
 
Von April bis 0ktober 2015 waren die Bewohner/innen des Tannenbergs zu mehreren Veranstaltungen eingeladen, um die verschiedenen Lebenslagen und Befindlichkeiten im Stadtteil deutlich zu machen, Themenfelder mit Handlungsbedarf zu identifizieren und mögliche Handlungsansätze zu suchen. Mit rund fünfzig Teilnehmer/innen waren im April Handlungsfelder benannt und diskutiert worden, die in zwei sog.  „Denkwerkstätten“ konkretisiert wurden.
 
Die beteiligten Bürger/innen befassten sich in diesen Workshops intensiv mit den Themen „Sicherheit auf dem Tannenberg“, „Kultur & Soziales“, „Einkauf & Nahversorgung“, „Internet & Fernwärme“. Einzelne Bürger/innen vertieften in den folgenden Wochen bestimmte Themen, insbesondere hinsichtlich Nahversorgung und Sicherheit. Eine längerfristige Projektgruppe hat sich bis dato nicht gebildet, wohl auch, weil die  Situation auf dem Tannenberg trotz einzelner Bedarfe wie in der Nahversorgung insgesamt sehr gut ist.
 
Zum Thema fußläufige Einkaufsmöglichkeiten insbesondere für mobilitätseingeschränkte Bewohner/innen hat ein Bürger über Wochen sehr intensiv recherchiert bis hin zu einer privat durchgeführten Interessensabfrage an einem Marktstand/Verkaufswagen im Stadtteil. Die Verwaltung hat die Ideen aufgenommen und eine Abfrage bei den Marktbeschickern begonnen, ob ggf. Interesse an einem wöchentlichen Verkaufsstand auf dem Tannenberg besteht. Weitere Initiativen in Richtung Sozialprojekt (unter dem Motto „Jung hilft Alt beim Einkauf“) und die Öffentlichkeitsarbeit zur Möglichkeit des Lieferservices insbesondere für Ältere sind gestartet bzw. in Planung. Die Realisierbarkeit muss sich erst noch herausstellen.
 
Konkrete Ergebnisse hat es bereits mit der Programmöffnung des Treffs am Murkenbach für Veranstaltungen der Waldorfschule gegeben, die auch für o.g. Sozialprojekt angefragt ist. Um Raum für weitere (Veranstaltungs-) Initiativen der Bürger/innen zu lassen, wird am 18.02. eine sog. „Programmwerkstatt“ angeboten: eine Chance für alle, die neue Aktivitäten starten und interessante Themen im Treff am Murkenbach einbringen wollen. Dies ist nur eine der Veranstaltungs-  und Kooperationsanregungen, die aus dem Prozess aufgenommen und weiter verfolgt werden.
 
Die Gemeinderäte nahmen den Bericht mit hohem Interesse zur Kenntnis und bedankten sich bei den beteiligten Bürger/innen und der Verwaltung für ihr Engagement. Die Fragen und Erkenntnisse aus den verschiedenen Beteiligungsveranstaltungen und Diskussionen fließen in die weiteren Planungsprozesse der Stadt ein.

Foto: Erlbacher. Blick auf den Tannenberg


Seniorenplan

Nahezu alle kommunalen Handlungsfelder sind von der demografischen Entwicklung betroffen. Da diese Entwicklung zumindest kurz- und mittelfristig nicht aufgehalten werden kann, gilt es die Herausforderung anzunehmen. Lokale Handlungsspielräume müssen erkannt und nach Möglichkeit aktiv gestaltet werden. Die Anpassung von Infrastruktur, Dienstleistungen und die Nutzung und Mobilisierung der Potentiale älterer Menschen vor Ort gehören dazu.

Um die Auswirkungen des demografischen Wandels in der Stadt Böblingen in Planungen und Entscheidungen berücksichtigen zu können, müssen sowohl die bisherige als auch die zu erwartende demografische Entwicklung betrachtet werden.

Mit dem städtischen Seniorenplan sollen – ausgehend von den Zielsetzungen des Stadtleitbilds Böblingen 2020 - Ziele für das „Älter werden und das Leben im Alter“ in Böblingen definiert sowie Handlungsansätze und Umsetzungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten aufgezeigt werden.


Im Teil 2 des Seniorenplans (19,65 MiB) „Forever young - Älter werden in Böblingen“ werden verschiedene relevante Lebensbereiche fokussiert, wie z.B. Wohnen und Lebensführung, Beteiligung und Engagement, Gesundheit und ambulante, auch migrationssensible Pflege. Die vorhandenen Angebote werden dargestellt und analysiert und Handlungsfelder definiert, wenn bereits möglich auch Handlungsempfehlungen formuliert.

Der Seniorenplan ist Teil einer notwendigen „Generationenplanung“, die als Querschnittaufgabe in allen grundlegenden städtischen Berichten, Planungen und Entwicklungsplänen zum Tragen kommt. Er ist im städtischen Leitbild Böblingen 2020 verwurzelt und setzt die darin formulierten Zielsetzungen in Handlungsansätze um:
„Auf der Basis eines respektvollen Miteinanders der Generationen und Kulturen wird Böblingen zu einer integrationsorientierten und familienfreundlichen Stadt.“ Mehr...


Teil 1 des Seniorenplans enthält

  • demografische Grunddaten zur Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstruktur
  • die Grundlagen der Pflegeversicherung
  • eine Darstellung der aktuelle Situation der stationären Altenpflege in Böblingen
  • die Aktualisierung der städtischen Konzeption für stationäre Altenpflegeeinrichtungen

Seniorenplan Teil 1 (4,921 MiB)



Weitere Informationen

Kontakt

Regina Vogt

Familie, Senioren und Engagement

Telefon (0 70 31) 6 69 23 61
Gebäude: Neues Rathaus
Raum: 278
Aufgaben: Abteilungsleitung, Sozialplanerin