JazzTime Böblingen

The JazzTime is the right time.

Die JazzTime gehört zu Böblingen, wie die Kirsche auf die Sahne. Die Menschen huldigen beifällig dem brillanten Spiel, wenn Tilman Jäger am Piano mit seinen Freunden und Kollegen in der Kongresshalle auftritt. Die Klänge bei JazzTime swingen die Seele des Kenners und des unbedarften Laien gleichermaßen. Verpassen Sie keinen Termin.

Freitag, 14. Oktober 2022: Joe Zawinul & more

Joe Zawinul ist sicher einer der bekanntesten Jazzmusiker aus Europa. 1959 reiste er als 27-jähriger in die USA um in Berklee zu studieren. Zwei Tage nach seiner Ankunft in New York begleitete er schon Ella Fitzgerald und spielte dann mit Maynard Ferguson. Statt des Jazzstudiums blieb er in New York und war wesentlich beteiligt an der Entwicklung des Souljazz mit Cannonball Adderley und des Fusion mit Miles Davis und Weather Report. Seine Kompositionen wie Mercy, Mercy, Mercy und Birdland wurden zu Welthits. Joe Zawinul, der 2007 mit 75 Jahren starb, wäre dieses Jahr 90 Jahre alt geworden.
 
Florian Trübsbach sang in jungen Jahren als Solist des Tölzer Knabenchors unter der Leitung von Persönlichkeiten wie Herbert von Karajan, Claudio Abbado und Lorin Maazel. Zufällig in ein Konzert von Dizzy Gillespie geraten, entbrannte seine Leidenschaft für den Jazz. Er tauschte Geige gegen Saxophon, studierte Jazz in München und wurde mit dem „Bayerischen Staatsförderpreis für junge Künstler" ausgezeichnet. Er spielte mit Musikern wie Bill Holman, Joe Lovano oder den Fantastischen Vier. Seit Herbst 2011 ist er Professor für Jazz-Saxophon an der Münchener Musikhochschule.
 
Trompeter Christian Mehler begann seine musikalische Laufbahn in der AEG-Bigband. Es folgten Auszeichnungen wie der 1. Preis beim European Yamaha Trumpet Contest 2009 und der Solistenpreis beim Bundeswettbewerb Jugend Jazzt 2010 sowie die Mitgliedschaft im BuJazzO. Er spielt regelmäßig mit der Tobias Becker Big Band und dem Subway Jazz Orchestra. Nach seinem Bachelor-Studium in Köln bei Andy Haderer und Matthias Bergmann machte er 2019 seinen Master of Music an der Manhattan School of Music in New York. Zudem spielt er
seit 2015 regelmäßig als Gast-Solist mit der WDR Big Band.
 
Martin Simon, geboren 1975 in Böblingen, genoss zunächst eine klassische Ausbildung am Cello. Mit 15 Jahren begann er sich für die Tieftöner zu interessieren. Er studierte Kontrabass an der Musikhochschule Mannheim bei Professor Thomas Stabenow. Neben zahlreichen Konzerten und CD-Produktionen mit Künstlern wie Sarah Kaiser, Olaf Schönborn und Fola Dada ist er seit Beginn der JazzTime ein prägender Bassist der Konzertreihe.
 
Valentin Renner war seit 2016 Jungstudent für Jazzschlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater München bei Werner Schmitt, bei dem er schließlich nach seinem Abitur ein Bachelor Studium begann und im Sommer 2021 abschloss. Seit Herbst 2020 studiert er außerdem am Jazzcampus Basel bei Jeff Ballard. Er spielte u.a. mit dem Bundesjazzorchester, New York Voices, Nils Landgren, Adrian Mears oder dem Jakob Manz Project. Zudem ist er aktives Mitglied in Formationen wie der Jazzrausch Bigband, bei Alma Naidu und dem Shuteen Erdenebaatar Quartet. Dabei stehen Groove, Kreativität und Energie im Zentrum seines musikalischen Schaffens.

Freitag, 4. November 2022: Charles Mingus & more

Charles Mingus wurde vor 100 Jahren in Arizona geboren. Nachdem er als Neunjähriger im Radio Duke Ellingtons Musik gehört hatte begann er Cello zu lernen. Später wechselte er dann auf Anregung seines Lehrers an der Schule zum Kontrabass, damit er in der Schulband mitspielen konnte. 1942 ging er nach Los Angeles, wo er bis 1950 als Bassist tätig war. 1951 ging er nach New York, wo er mit Miles Davis, Charlie Parker und Duke Ellington spielte. Parallel gründete er seine eigene Band und entwickelte im Laufe der Jahre seinen ganz eigenen Sound. Dazu steuerte er immer mehr eigene Kompositionen bei, die heute zum Repertoire vieler Jazzmusiker gehören.
 
„Throw away all my other records“ ist das wohl bekannteste Zitat von Charles Mingus über sein eigenes Werk „The Black Saint and The Sinner Lady“. Die Suite gilt als Meisterwerk des US-amerikanischen Bassisten, Komponisten und Poeten. Er ist einer der wichtigsten Wegbereiter der Avantgarde und ein Bindeglied zwischen Tradition und Moderne im Jazz wie wenige andre. Das Opus wurde 1963 in New York als Ballet konzipiert, kam aber nach seiner Aufnahme nie mehr zur Aufführung.
 
Die Idee „The Balck Saint and The Sinner Lady“ auf die Bühne zu bringen stellt für alle Beteiligten eine grosse Herausforderung dar. Da es keinerlei offizielles Notenmaterial gibt, wurden für dieses Projekt sämtliche Stimmen transkribiert und teilweise neu arrangiert. Das Meisterwerk von Charles Mingus, das seit seiner Aufnahme äusserst selten aufgeführt wurde, ist ein komplexes und ausdrucksstarkes Werk, dass  den Musikern einen Spagat zwischen höchster Disziplin und grösster Freiheit abverlangt. Das Charles Mingus Ensemble der Musikhochschule München hat sich dieser Herausforderung mit Bravour gestellt.

Freitag, 9. Dezember 2022: Mongolian Jazz & more

Mit Enji Erkhem ist eine mongolische Sängerin zu Gast, die die Grenzen zwischen Jazz, mongolischer Musik und anderen Genres und Stilen auslotet. Zusammen mit Otgonbaatar Amgalanbaatar am Saxophon gehört sie zu einer Generation junger Musiker, die ausgehend von der traditionellen mongolischen Musik und der Ausbildung in klassischer Musik zum Jazz gekommen sind und dabei ihre ganz eigene Sprache entwickeln. 
 
Enkhjargal Erkhembayar (kurz Enji Erkhem) wurde in Ulaanbaatar geboren und gehört zu jener jungen Generation mongolischer Musiker, die ihre musikalische Heimat sowohl in den melancholischen, weiten Melodien ihrer nomadischen Ahnen als auch in solch jungen Genres wie Jazz und Blues finden. Damit bewegt sie sich weit außerhalb gängiger Archetypen beliebter Weltmusik-Klischees. Sie nahm ihr Debütalbum „ENJI - Mongolian song“ gemeinsam mit der Schlagzeuglegende Billy Hart, dem Pianisten Paul Kirby, dem Saxophonisten Johannes Enders und dem international erfahrenen Bassisten Martin Zenker auf. Das Album wurde von ENJA Records veröffentlicht. Enji schloss bereits den „Master Jazz Vocals“ an der Musikhochschule München ab. 2021 veröffentlichte sie ihr zweites Album „Ursgal“ auf dem jungen Münchner Plattenlabel Squama.
 
Otgonbaatar Amgalanbaatar ist in Ulaanbaatar in der Mongolei geboren. Der 22-jährige studierte zunächst Jazz-Saxophon im Goethe Musiklabor Ulan Bator. Unter der Leitung des deutschen Musikers Martin Zenker fördert das Goethe-Institut dort seit 2014 den mongolischen Jazz-Nachwuchs am Staatlichen Konservatorium, der wichtigsten Ausbildungsstätte für klassische und traditionelle Musik in der Mongolei. Und das mit nachhaltiger Wirkung, denn mit Beginn des Studienjahrs 2016/17 konnte die Ausbildung bereits als Jazz-Bachelorstudiengang fest etabliert werden. Aktuell studiert Otgonbaatar Amgalanbaatar an der Musikhochschule München. Im Oktober 2021 spielte er sein erstes Solo-Konzert „Bird with Strings“ in seiner Geburtsstadt Ulaanbaatar.
 
Jakob Jäger hat seit seinem siebten Lebensjahr Posaunenunterricht, später kamen Klavier, E-Bass und Kontrabass hinzu. Mit elf Jahren spielte er mit seiner Schul-Bigband im Jazzclub Unterfahrt München. 2017 gewann er im Alter von 15 Jahren den 1. Bundespreis bei Jugend musiziert auf der Posaune sowie 2017 und 2019 den Bundespreis bei Jugend jazzt mit dem Kontrabass. Seit 2017 ist er im Landesjugendjazzorchester Bayern und studiert Kontrabass bei Henning Sieverts an der Musikhochschule München.
 
Bastian Jütte zählt zu den versiertesten und vielseitigsten Schlagzeugern der deutschen Jazzszene. Er spielte auf internationalen Festivals wie dem Northsea Jazz Festival, Jazz Baltica oder dem Montreux Jazz Festival. 2010 und 2016 gewann er den Neuen Deutschen Jazzpreis. 2013 wurde er mit dem ECHO Jazz als „Instrumentalist des Jahres Drums/Percussion“ ausgezeichnet. Er ist auf über 80 CDs zu hören und hat als Bandleader fünf eigene Alben veröffentlicht, zuletzt Anfang 2022 die CD „The Cure“. Zudem unterrichtet er an der Musikhochschule Würzburg.

Tickets

Vorausschauend wegen Corona und der beschränkten Platzkapazität gibt es KEINE Tisch-Plätze.

Nummerierte Reihen-Plätze im Vorverkauf erhältlich bei allen Easy Ticket Vorverkaufstellen,
Tickethotline (0711) 25 55 55 5, www.easyticket.de
sowie im
Ticketshop der Kreiszeitung Böblinger Bote in der Wilhelmstraße 34, 71034 Böblingen,
Telefon (0 70 31) 62 00 29, ticketshop@krzbb.de,
Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 16.00 Uhr, Freitag von 9.00 bis 15.00 Uhr

Reihen-Plätze Kat. 1 € 22,50 / € 14,00 ermäßigt
Reihen-Plätze Kat. 2 € 17,50 / €10,00 ermäßigt

Tickets auch an der Abendkasse. Die Abendkasse öffnet 60 Minuten vor Konzertbeginn. Freie Platzwahl.
Schüler, Studenten, Auszubildende, Schwerbehinderte und Freiwilligendienstleistende erhalten eine Ermäßigung gegen Vorlage des Ausweises.

Kunden der Kreissparkasse Böblingen erhalten unter Vorlage ihrer SparkassenCard an den VVK-Stellen bzw. über www.kskbb.de/tickets eine
Ermäßigung von 20% für maximal zwei Tickets pro SparkassenCard. Bei telefonischer Bestellung bzw. Bestellung im Internet sind die Nennung
des Stichworts / Bestell-Code „Kreissparkasse Böblingen“ und Zahlung über das Konto der Kreissparkasse erforderlich.

Konzertbeginn jeweils 20.00 Uhr

Veranstaltungsort

14.10. und 4.11.2022: Kongresshalle Böblingen, Württemberg-Saal, Ida-Ehre-Platz 1, 71032 Böblingen
9.12.2022: SparkassenForum, Bahnhofstraße 8, 71034 Böblingen

Veranstalter

Amt für Kultur, Böblingen in Kooperation mit Prof. Tilman Jäger und Püpcke Kulturmanagement