Partnerstädte

Gemeinsame Erklärung für den Frieden und Charta der Freundschaft

Gemeinsame Erklärung von Böblingen und Partnerstädten:
Für Frieden in der Ukraine, für Frieden in Europa

Seit 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine: Menschen erleiden sinnlose Gewalt vor Ort und fliehen aus dem Land – Unvorstellbares geschieht dieser Tage in Europa. Die Menschen in Böblingen und entsetzt und besorgt. Böblingen und sechs Partnerstädte setzen in einer gemeinsamen Erklärung ein klares Zeichen: gegen den Krieg und für den Frieden!

Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz unterstreicht: „Die Stadt Böblingen hat seit Ende des Zweiten Weltkrieges stets besonderes Gewicht auf die Städtepartnerschaften gelegt – als Werkzeug zur Völkerverständigung und als Mittel zur Erhaltung des Friedens. Unser gemeinsamer Schritt auf diesem Weg war zuletzt im November 2018 die Unterzeichnung der „Charta der Freundschaft‘ (112,8 KiB). Diesen Gedanken einer gemeinsamen, öffentlichkeitswirksamen Positionierung greifen wir erneut auf – so haben sechs Partnerstädte und die Stadt Böblingen eine gemeinsame Erklärung für die Freundschaft und gegen den Krieg unterzeichnet. Solch ein gemeinsamer, symbolischer Akt ist ein starkes Zeichen der Hoffnung in diesen dunklen Stunden!“
Hier finden Sie die Erklärung mit den unterzeichnenden Städten im Wortlaut dokumentiert. (2,03 MiB) Die Böblinger Partnerstädte sind parallel aufgerufen, diese Erklärung auch bei sich öffentlich und medial zu verbreiten, ggf. übersetzt in die jeweilige Landessprache, und an deren weitere Partnerstädte weiterzuleiten.

Aktuelles

Neue Image-Filme über die thüringische Partnerstadt Sömmerda jetzt online

Die Partnerstadt Sömmerda liegt, nicht zuletzt durch die Nähe zu Erfurt, in einem touristisch interessanten Gebiet. Der Tourismusverband „Thüringer Becken“ hat nun zwei Videos herausgegeben, die viele Highlights der Stadt Sömmerda und Umgebung zeigen:
 
Mädels-Trip im Thüringer Becken: https://youtu.be/5UZoXeSFz10 
 
Wie fährt sich ein Trabi, das Kultauto aus DDR-Zeiten? Schon mal eine Malvenblüte gekostet oder mit einem Alpaka spazieren gewesen? Ein Museum mitten auf dem Feld, gibt’s das? Nicht am, sondern auf dem Wasser schlafen – dies und vieles mehr, ist im Thüringer Becken, nördlich der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt, möglich und erlebbar!
Trabiparadies Kölleda: http://www.trabiparadies-koelleda.de/
@trabiparadieskoelleda on Instagram: https://www.instagram.com/trabiparadieskoelleda/
 
Spiegelarche Roldisleben: https://www.spiegelarche.de/
@spiegelarche on Instagram: https://www.instagram.com/spiegelarche/
 
Waldschwimmbad Rastenberg: http://www.waldschwimmbad.com/
@waldschimmbadrastenberg on Instagram: https://www.instagram.com/waldschwimmbadrastenberg/
 
Kräuterwanderungen: https://www.naturgesehen.de/
@naturgesehen on Instagram: https://www.instagram.com/naturgesehen/
 
Urlaub auf dem Baurnhof in Witterda: https://pension-zum-ross.de/
@pension_zum_ross on Instagram: https://www.instagram.com/pension_zum_ross/
 
Alpakawanderung in der Fahner Höhe: https://www.alpakafarm-kroell.de/
@alpakas_fahner_hoehe on Instagram: https://www.instagram.com/alpakas_fahner_hoehe/
 
Maritimes Freizeitcamp mit schwimmenden Hütten: https://maritimesfreizeitcamp.de/
@maritimes_freizeitcamp on Instagram: https://www.insagram.com/maritimes_freizeitcamp/
 
Strandgut 33: https://strandgut33.de/
@strandgut33 on Instagram: https://www.instagram.com/strandgut33/
 
Thüringer Becken entdecken: https://youtu.be/ZhrPu-fPxqs 
 
Auf den Spuren von 400.000 Jahren Menschheitsgeschichte. Im Thüringer Becken kannst man auf gut ausgebauten Fahrradwegen entspannt auf Zeitreise gehen.
Der Urthüringer siedelte vor knapp 400.000 Jahren bei Bilzingsleben. In der musealen Ausgrabungsstätte "Steinrinne" ist die Steinzeit interaktiv erlebbar: http://www.steinrinne-bilzingsleben.com/
Die Stadt Weißensee gehörte im Hochmittelalter zu den Machtzentren der Thüringer Landgrafen. Entdecken Sie die Runneburg, das älteste Rathaus Thüringens und die eindrucksvoll sanierte Stadtkirche in authentischem Ambiente: https://www.weissensee.de/
Das Renaissanceschloss Kannawurf ist eine weitere Etappe der spannenden Zeitreise und besonders der Renaissancegarten hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz: https://nebenan.thueringen-entdecken.de/.../ein-schloss...
Von der Erfindung des Hinterladers bis zur modernen Neuzeit - die Kreisstadt Sömmerda steht für die Industriegeschichte einer Hochburg der Büromaschinenproduktion, die in den 80er Jahren mit Robotron und dem PC 1715 seine Blütezeit erlebt hat: https://www.soemmerda.de/.../tourist.../sehenswuerdigkeiten

Großes Finale zum Abschluss des Jubiläums-Jahres

In diesem Jahr feierte die Städtepartnerschaft zwischen Glenrothes in Schottland und Böblingen ihre „goldene Hochzeit“. Die Städtepartnerschaft mit Pontoise bei Paris, Böblingens älteste, wurde sogar schon 65 Jahre alt. Trotz Pandemie und Brexit war es möglich, Mitte Oktober Delegationen, aus beiden Städten in Böblingen zu begrüßen und die Jubiläen gemeinsam zu feiern, und zum Abschluss gibt es weitere, kontaktlose Angebote zum Mitmachen.

Liebe geht durch den Magen: Koch-Videos aus Schwaben und Schottland

Während des Besuchs im Oktober nahmen Jim Leishman, Provost von Fife in Schottland und Monique Lefebvre, als Stellvertreterin von Bürgermeisterin Von Euw in Frankreich zusammen mit Oberbürgermeister Dr. Belz an einem Kochkurs bei TV-Koch Timo Böckle teil. Gemeinsam wurde ein Wild-Gericht mit handgeschabten Spätzle zubereitet. Frei nach dem Motto „Liebe geht durch den Magen“ ist die Video-Aufzeichnung dieses multinationalen Koch-Nachmittags zugleich das Geburtstagsgeschenk an die Menschen in Glenrothes und Pontoise.

Video und Rezepte zum Anschauen und Herunterladen

Video
Die Rezepte finden Sie hier (200 KiB)
Recipes in English here (125,5 KiB)
Recettes en français ici (126 KiB)

Kulinarische Grüße aus Schottland

Die schottische Partnerstadt hat auch kulinarisch viel zu bieten, ein kleines „Versucherle“ gibt es für die Menschen in Böblingen mit einem Koch-Video mit vom Scotland’s Rural College (SRUC). Hier können Sie Herrn William Balfour vom Elmwood College bei der Zubereitung von „Cullen Skink“, einem typisch schottischen Gericht über die Schulter schauen! Dieses nahrhafte Fisch-Rezept ist einfach zuzubereiten und perfekt für die kalte Jahreszeit.
Rezept für Cullen Skink hier. (69,3 KiB)

Wie gut kennen Sie unsere schottische Partnerstadt?

Frisch gestärkt von diesen Köstlichkeiten ist es vielleicht Zeit für ein bisschen Bewegung? Oder mindestens etwas Gehirn-Jogging? Zum 50. Geburtstag können Sie bei einem Quiz Ihre Schottland-Kenntnisse testen. Vielleicht waren schon einmal dort zu Gast? Vielleicht sind Sie Schottland-Fan? Dann wissen Sie sicherlich einiges über Glenrothes und Umgebung!

In Glenrothes wird ein ähnliches Quiz mit Fragen zu Böblingen angeboten, in jeder Stadt gibt es 25 Fragen zu beantworten – zusammen ergibt das eine Frage für jedes Jahr der Städtepartnerschaft.
Schotten und Schwaben sind ja gleichermaßen für ihre Sparsamkeit bekannt, aber bei den Quiz-Preisen hat sich keine der beiden Städte „lumpen lassen“. Beiderseits des Ärmelkanals wurden fleißig landestypische Gegenstände als Preise gesammelt, da wundert es nicht, dass der Hauptpreis für Teilnehmende aus Böblingen eine Flasche richtig guten Whiskys ist. Weitere Preise sind:

Foto alle Preise aus Glenrothes

Der Whisky wie auch die weiteren Preise kommen direkt aus Schottland, die Delegation aus Glenrothes hatte sie bei ihrem Besuch im Gepäck mit nach Böblingen gebracht, und die „schwäbischen“ Preise haben die Rückreise in den Koffern der schottischen Delegation ebenfalls gut überstanden. Eine echte co-Produktion also.
Diese Preise unter denjenigen verlost, die die meisten der 25 Fragen zu unserer schottischen Partnerstadt korrekt beantworten können.

So geht’s:

*Die Fragen hier (82,5 KiB) ausdrucken, die entsprechenden Antworten ankreuzen und bis zum 10.01.2022 wieder abgeben.
*Das Lösungsblatt können Sie per Email senden an a.fischer@boeblingen.de, oder per Post an Stadtverwaltung/Hauptamt/Frau Fischer, Marktplatz 16, 71032 Böblingen. Oder Sie werfen es am Rathaus-Briefkasten direkt ein (unter den Arkaden beim Marktplatz-Eingang zum alten Rathaus).
*Die Gewinner werden dann im Neuen Jahr von uns benachrichtigt, wann und wo sie ihre Preise in Empfang nehmen können.

Jubiläen mit Pontoise und Glenrothes (14. - 17. Oktober 2021)

Zum 65. Partnerstadt-Jubiläum mit Pontoise und zur „Goldenen Hochzeit“ mit Glenrothes hatte Böblingen Mitte Oktober Delegationen aus Frankreich und Schottland zu Gast. Der Besuch war ein willkommener Anlass, diese Städtepartnerschaften zu feiern und ihnen nach der Pandemiebedingten Zeit ohne persönliche Kontakte neuen Schwung zu geben. In der Vergangenheit hatten die drei Städte schon öfter Gemeinsames unternommen – so passte es gut, nun auch dieses Jubiläum zu dritt zu feiern.

In beiden Delegationen waren sowohl Vertreter/-innen der Stadtverwaltungen als auch ehrenamtlich Tätige vertreten. Neben den stellvertretenden Bürgermeisterinnen Schahrazade Delamare und Annick Ferre waren aus Pontoise auch Monique Lefebvre, Trägerin der Ehrenmedaille der Stadt Böblingen in Gold, und ihr Ehemann Pierre, früher als Gemeinderat sehr aktiv in der Städtepartnerschaft, angereist. Außerdem waren Direktorin Brigitte Tintiller und zwei Musikanten der Musikschule „CEMAP“ nach Böblingen gekommen. Aus Glenrothes war Provost Jim Leishman mit zwei Vertretern der Region Fife nach Böblingen gekommen. Der Region Fife gehören neben Glenrothes 63 weitere Städte und Gemeinden mit insgesamt 21 Städtepartnerschaften an. John Vaughan, ebenfalls Träger der Ehrenmedaille der Stadt Böblingen in Gold, wurde begleitet von seiner Frau Karin und weiteren Mitgliedern des Städtepartnerschafts-Vereins und des Komitees für die Partnerstadt-Olympiaden. Von einer ökumenischen Gruppe, die seit vielen Jahren Austausche mit einer Gruppe in Böblingen hat, war das Ehepaar Patey aus Glenrothes gekommen.

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Besuch der Grabkapelle auf dem Württemberg

Umfangreiches Programm

Aufgrund der ausgedünnten Flugpläne waren die Gäste aus Glenrothes bereits am Vortag angereist, und so konnte Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz seinen Kollegen Jim Leishman am Vormittag zu einem persönlichen Treffen im kleinen Kreis empfangen. Am Nachmittag führte Bürgermeisterin Christine Kraayvanger die schottischen Gäste zu Fuß durch die Stadt und erklärte die städtebaulichen Maßnahmen, Pläne und Herausforderungen.Das gemeinsame Programm für beide Delegati-onen begann am Freitagabend mit einer öffentlichen Geburtstagsfeier. Vor dem Festakt im Kreissparkassen-Forum gab es bei einem Sektempfang Gelegenheit, sich mit den Gästen aus den Partnerstädten auszutauschen, und die Freude, sich endlich wieder persönlich gegenüberzustehen, war deutlich zu spüren.

Geburtstagsfeier am Freitagabend

Der Festakt wurde vom Harmonika-Spielring Böblingen eingeleitet. Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz, Provost Jim Leishman und stellvertretende Bürgermeisterin Schahrazade Delamare waren sich in ihren Redebeiträgen einig in ihrer Freude über das langjährige Bestehen der Städtepartnerschaften und betonten deren besondere Bedeutung. Dank wurde besonders den ehrenamtlich Tätigen gezollt, ohne deren engagierte Mitwirkung sich diese Städtepartnerschaften nicht über viele Jahrzehnte so lebendig hätten pflegen lassen. Nach dem Eintrag der Gäste ins Goldene Buch der Stadt Böblingen beendeten Daniel Szmul und Eric Zawadzki von CEMAP den Abend musikalisch.

Kochkurs der besonderen Art

Ärmel hoch beim Kochkurs
Ärmel hoch beim Kochkurs

Auch das Programm des folgenden Tages hielt einiges für die Gäste bereit. Am Vormittag lernten sie bei einem Ausflug die Grabkapelle auf dem Württemberg und das Weinbaumuseum in Uhlbach kennen, am Nachmittag besuchten sie die Bäurle-Ausstellung in der Städtischen Galerie. Für Monique Lefebvre, Jim Leishman und Oberbürgermeister Dr. Belz hieß es anschließend die Ärmel hochkrempeln, um bei Timo Böckle im Gewölbekeller seines Böblinger Restaurants zu lernen, wie man schwäbisch kocht – Braten mit Spätzle und Soß‘. Der Kochkurs wurde aufgezeichnet und wird als 30-minütiges Video inklusive Rezept (1,613 MiB) den Menschen in den beiden Partnerstädten zugänglich gemacht, als Geburtstagsgeschenk aus Böblingen sozusagen. Am Abend wurden die Ergebnisse des Kochkurses den weiteren Gästen serviert, und es gab viel Lob für die Köche/-innen. Wir dürfen gespannt sein, wann sich das Spätzle-Schaben in Pontoise und Glenrothes durchsetzt.

Platzkonzert als Überraschung

Am Sonntagmorgen statteten die Gäste dem Flugfeld und der Motorworld einen Besuch ab, und kurz vor Ende ihres Besuches erwartete die Gäste dann nochmals eine schöne Überraschung: Die Feuerwehr-Musikkapelle Dagersheim spielte ein festliches Geburtstags-Ständchen.Die Gäste haben ihre Zeit in Böblingen sehr genossen und bekamen während ihres Besuches Einblicke in Geschichte und Gegenwart Böblingens und der Region, außerdem ein paar Ausblicke in die Zukunft. Damit stehen die Chancen gut, dass diese Zukunft weiterhin vielfältige und lebendige Beziehungen zu Pontoise und Glenrothes mit sich bringen wird.

Böblinger Delegation zu Besuch in der Partnerstadt Sömmerda (8. - 10. September 2021)

Eine 10-köpfige Delegation mit Vertreter/-innen und Vertretern aus Gemeinderat, Jugendgemeinderat und Stadtverwaltung war auf Einladung in der Böblinger Partnerstadt Sömmerda zu Gast.

Die Städtepartnerschaft zwischen Sömmerda und Böblingen besteht bereits seit über 30 Jahren. Nachdem aufgrund der Pandemie im vergangenen Jahr zum 30. Jahrestag der Wie-dervereinigung nur eine kleine Delegation für einen sehr kurzen Besuch aus Sömmerda nach Böblingen kommen konnte, hatte Sömmerda anlässlich des dort stattfindenden Bauernmarkts mit den Aktionstagen „Heimat shoppen“ sowie der Bundesgartenschau in Erfurt im September eine Delegation aus Böblingen eingeladen.
Die Gastgeber hatten dabei ein reichhaltiges dreitägiges Programm vorbereitet. Bereits auf der Anreise kam bei einem Abstecher ins Panorama-Museum Bad Frankenhausen der Bauernkrieg, bei beiden Partnerstädten ein Thema in der Stadtgeschichte, zur Geltung. Nach Ankunft in Sömmerda begann das Besuchsprogramm mit einem Abendessen am Freitagabend, gemeinsam mit Vertreter/-innen aus Stadtrat und Verwaltung der Stadt Sömmerda mit anschließendem Besuch des Bauernmarkts. Dabei konnten bestehende Kontakte gepflegt und neue geknüpft werden.

Bundesgartenschau, historische Stadtführung, saniertes Freibad

Gemeinsamer Besuch im neuen Sömmerdaer Freibad; vorne Bürgermeister Ralf Hauboldt und Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz
Gemeinsamer Besuch im neuen Sömmerdaer Freibad; vorne Bürgermeister Ralf Hauboldt und Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz

Der Samstag bot mit einem ausführlichen Besuch auf der Bundesgartenschau in Erfurt ein besonderes Highlight, sowohl am Vormittag im ega-Parks als auch nachmittags auf dem Petersberg. Der gemeinsame Abschluss fand wiederum an den Uferterrassen bei musikalischer Unterhaltung zum Bauernmarkt statt.
Am Sonntag konnten die Gäste sich dann einen Eindruck von der Partnerstadt verschaffen: Zunächst lud Dr. Hans-Diether Dörfler, Leiter für Museum und Stadtarchiv, zur historischen Stadtführung. Zurück in die Gegenwart ging es dann beim Besuch im komplett sanierten und energetisch sowie komplett barrierefrei ertüchtigen Freibad. Beim Spatenstich 2019 war, damals im Rahmen des Thüringen-Tages, schon einmal eine Delegation aus Böblingen vor Ort, und nun konnten die Gäste das Endergebnis in Augenschein nehmen.
Zentrum des historischen Bades mit altem Baumbestand bildet das alte Eingangsgebäude mit seiner typischen Bäderarchitektur aus den 1930er-Jahren. Umliegend befindet sich ein komplett neues Ensemble. Dazu gehören unter anderem der Sprungturm mit Ein-, Drei- und Fünfmeterbrett, Wasserspielplatz, Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken und Attraktionen wie Breitrutsche, Strudel und Fontänen.

Abschluss im Dreyse-Haus

Abschließend kamen Gäste und Gastgeber dann nochmals im Dreyse-Haus zusammen. In dem heute denkmalgeschützten Haus wohnte einst der Sömmerdaer Fabrikant und Erfinder des Zündnadelgewehrs Nicolaus von Dreyse. Nach der Sanierung haben hier seit September 2005 die Stadt- und Kreisbibliothek sowie das Historisch-Technische Museum der Stadt Sömmerda ihre Heimat gefunden.
In diesem schönen Ambiente resümierten Bürgermeister Ralf Hauboldt und Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz die gelungenen Besuchstage. Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz: „Städtepartnerschaften sind wichtig: Sie fördern den Austausch und das Miteinander in unserer Gesellschaft. Ich habe mich sehr gefreut, dass wir aus Böblingen mit Vertreter/-innen aus dem Gemeinderat, dem Jugendgemeinderat und der Stadtverwaltung über viele Themen sprechen konnten, die uns in Böblingen und Sömmerda bewegen, wie beispielsweise die Bewältigung der Corona-Pandemie, Aufgaben der Digitalisierung, Auswirkungen des Klimawandels, den Beitrag der Musikschulen zum gesellschaftlichen Leben und die Bedeutung der Bauernkriege. Herzlichen Dank für die wunderbare Gastfreundschaft!“ Gemeinsam bekräftigten beide: „Wo das ‚Ö‘ am schönsten klingt: Sömmerda und Böblingen.

Geschenke: Schallplatte und Holzbank

So passte es gut, dass die Böblinger Delegation als Gastgeschenk eine gerahmte „goldene Schallplatte“ mitgebracht hatte – mit dem Titel „Ö“, und weil zwischen den beiden Städten schon immer „Musik drin“ war. Die Stadt Sömmerda überreichte symbolisch das Modell einer Holzbank, in einer lokalen Behinderten-Einrichtung gefertigt und per Post direkt ins Böblinger Rathaus geliefert. Die Bank wird demnächst in Böblingen aufgestellt. Wenn die Menschen darauf Platz nehmen, erinnern sie sich vielleicht daran, welch großes und unerwartetes Ereignis die Wiedervereinigung damals war – und um wie viel schneller dadurch auch eine große Verbundenheit zur thüringischen Partnerstadt entstanden ist.

Geprägt war das Wochenende somit von konstruktiven Gesprächen und einem intensiven Austausch über die jeweiligen Geschehnisse in den beiden Städten.

Die Staufermedaille ist bei Giovanni Bressano in Alba angekommen (6. September 2021)

Fast ein Jahr nach der ursprünglich geplanten Verleihung in Stuttgart konnte die Staufermedaille nun in Alba, der italienischen Partnerstadt Böblingens, an Giovanni Bressano übergeben werden. Das Edelmetall aus Baden-Württemberg hatte die Alpen dabei auf ungewöhnliche Weise überquert.

Hatte im vergangenen Jahr die weltweite Corona-Pandemie eine Verleihung der Medaille in Stuttgart verhindert, konnte nun – ein Jahr später – die Auszeichnung in Alba vor heimischem Publikum an Giovanni Bressano verliehen werden. Albas Bürgermeister Carlo Bo, der aus Alba stammende Regionalpräsident der Region Piemont, Alberto Cirio, sowie Antonio Tibaldi und Domenico Boeri, Vorsitzende der „Famija Albéisa“, die beiden Töchter von Giovanni Bressano sowie weitere Mitglieder der Famija Albèisa waren hierzu in den festlichen großen Saal im Albeiser Rathaus gekommen, um die Auszeichnung gemeinsam mit Giovanni Bressano zu feiern.

Oberbürgermeister a. D. Alexander Vogelgsang überbringt und überreicht die Medaille

Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz und Oberbürgermeister a. D. Alexander Vogelgsang verständigten sich dabei auf eine besondere Form, die Medaille zu überbringen und zu übergeben: Alexander Vogelgsang brachte sie in 12 Tagen per Fahrrad über die Alpen nach Alba. Auf diese Weise vertrat er OB Dr. Belz, den eine anderweitige Verpflichtung an der persönlichen Teilnahme hinderte und der deshalb per Videobotschaft seine Glückwünsche übermittelte. Diese „Gästeliste“ spiegelt Giovanni Bressanos lebenslanges Engagement in der Zivilgesellschaft seiner Heimatstadt wieder, vor allem in der „Famija Albèisa“. Giovanni Bressano gilt als geistiger Vater der „Kulinarischen Genüsse aus Alba“, an deren Entstehen und Erfolg er maßgeblichen Anteil hat. Diese außergewöhnliche Veranstaltung ist bis heute ein wichtiger Bestandteil der Städtepartnerschaft zwischen Alba und Böblingen.

Verdienste Giovanni Bressano

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(v.l.n.r.): Domenico Boeri, Alexander Vogelgsang, Giovanni Bressano, Carlo Bo, Alberto Cirio

Als langjähriger Präsident der Famija Albèisa hat Giovanni Bressano darüber hinaus in der „Hauskirche“ der Famija Albèisa, San Domenico, kulturelle Projekte mit Vereinen und Künstlern aus Böblingen ermöglicht, und er hat den Albeiser Chor „Stella Alpina“ unterstützt – der wiederum eigene Kontakte nach Böblingen unterhält. So war er in vielfältiger Weise über Jahrzehnte hinweg ein Ideengeber und Netzwerker zwischen den beiden Partnerstädten, der viel bewegt hat, aber – vielleicht noch wichtiger – auch andere für die Mitarbeit innerhalb der Städtepartnerschaft begeistern konnte. Er konnte sich dabei auf die Unterstützung seiner geliebten Ehefrau Pia verlassen, die diese Ehrung leider nicht mehr erleben kann. So sieht er selbst diese Ehrung auch nicht als eine persönliche an; vielmehr nimmt er die Ehrung stellvertretend an für die vielen Weggenossen, die ihn unterstützt haben.

Alljährlich ehrt das Land Baden-Württemberg ehrenamtlich Tätige mit der Staufermedaille. Giovanni Bressano wird für sein außerordentliches Engagement im Bereich „Frieden und Freundschaft in Europa“ geehrt. Für ihn ist es nicht die erste Ehrung aus dem Schwabenland, bereits 2004 wurde er mit der Ehrenmedaille in Gold der Stadt Böblingen ausgezeichnet.

Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz gratuliert Giovanni Bressano, der sich selbst als „Zwilling Böblingens“ bezeichnet, im Namen von Gemeinderat, Bürgerschaft und Stadtverwaltung sehr herzlich zu dieser hochverdienten Auszeichnung und dankt ihm für seinen unermüdlichen Einsatz zugunsten einer lebendigen Städtepartnerschaft.

Die gesamte Zeremonie ist auf dem youtube-Kanal der Stadt Alba zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=WiOjTYqKoNA 
Der Film Ist zwar vorwiegend auf italienisch, aber hat viel lokales Flair!

Aus der Not eine Tugend gemacht: zwei Online-Schachturniere mit der Partnerstadt Pontoise (10. + 30. April 2021)

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Not macht bekanntlich erfinderisch. So oder so ähnlich entstand die Idee beim Schachclub Böblingen 1975 e. V., in diesen an sozialen Kontakten armen Pandemie-Zeiten ein Online-Schachturnier gegen die französische Partnerstadt Pontoise, namentlich den dortigen Club „Cergy-Pontoise Echecs“, zu organisieren. Die „Böblinger Stadt-Mannschaft wurde dabei komplettiert durch die Abteilung Schach der Sportvereinigung Böblingen (SVB).

Der Schachclub Böblingen 1975 e. V. hat langjährige Erfahrung beim Organisieren von Schach-Turnieren - die lange Reihe jährlicher, international besetzter Turniere im Hotel Mercure in Böblingen zeugt davon. Die durch die Pandemie erzwungene Pause hat die Verantwortlichen zum Umdenken gezwungen, und so entstand die Idee zu einem Online-Schachturnier gegen einen internationalen Gegner. Da boten sich natürlich Partnerstädte besonders an, denn gerade bei allen pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen wird der Gedanke des verbindenden Miteinanders, auf dem auch die Städtepartnerschaften aufbauen, umso wichtiger.

Jubiläums-Partnerstadt Pontoise stellt den ersten Gegner

Im französischen Pontoise stieß man bei „Cergy-Pontoise Echecs“ sogleich auf offene Ohren – das passende Gegenüber war gefunden. Pontoise war 1956, immerhin erst gut ein Jahrzehnt nach Kriegsende, Böblingens erste Partnerstadt. In den vergangenen sechseinhalb Jahrzehnten sind über die Musik, den Sport, die Schule oder auf anderen Wegen viele Freundschaften entstanden. Zahlreiche Kontakte bestehen bis heute. Monique Lefebvre, in Pontoise seit vielen Jahrebn zuständig für Partnerstädte, erhielt 2018 für ihre großen Verdienste um die Städtepartnerschaft mit Böblingen die Ehrenmedaille der Stadt in Gold. Und Pontoise ist Mit-Unterzeichnerin der Charta der Freundschaft der Stadt Böblingen und ihrer Partnerstädte. 2021 feierte diese Städtepartnerschaft „eiserne Hochzeit“, und so war es denn eine besonders glückliche Fügung, dass der erste Gegner aus der Jubiläums-Partnerstadt kam.

Online-Schach über „Lichess“

Gespielt wurde über die online-Plattform „Lichess“, sie wird weltweit im Schachsport für Turniere genutzt und bot somit den passenden Rahmen für das Vorhaben – damit war auch die technische Seite geklärt. Im sogenannten Arena-Modus wurden kurze Partien Blitz-Schach gespielt: Es fanden immer mehrere Partien gleichzeitig statt, bis die vorher vereinbarte Spieldauer vorbei war. Sobald eine Partie beendet war, wurden den Spieler/-innen neue Gegner/-innen zugelost. Bonuspunkte bekam, wer z.B. drei Partien nacheinander gewann. Dieses Format mit den auf kurze Zeit gespielten, jeder-gegen-jeden angelegten Partien sorgte an sich schon für kurzweilige Abwechslung.

Neues Format: Live-Stream mit Kommentaren

Das Turnier war jedoch nicht nur auf Lichess sichtbar, sondern wurde, ergänzt um einen Live-Kommentar, auf der Facebook-Seite des SC1975 übertragen (abrufbar auf www.facebook.com/scboeblingen). Thanh Kien Tran und Ganokorn Ganser vom SC 1975 kommentierten und analysierten die Partien kenntnisreich und kurzweilig, sodass es für Schach-Spezialisten/-innen wie auch für Hobbyspieler/-innen Interessantes zu sehen und hören gab. Ergänzt wurden diese fachkundigen Informationen durch eine kleine Vorstellung der Partnerstadt Pontoise in Wort und Bild sowie eine Begrüßung der Teilnehmenden am zweiten Turniertag durch Oberbürgermeister Dr. Belz.

Zwei Termine im April

Am Sonntag, 10. April 2021, spielten zunächst die Jugendlichen gegeneinander; dann am Samstag, 30. April 2021, gab es zunächst ein Rematch der Jugendlichen und ab 19.30 Uhr die Erwachsenen. Auf der Böblinger Seite des Bretts vereinten Spieler/-innen beider Böblinger Schach-Vereine, Schachclub 1975 Böblingen und SVB-Abteilung Schach ihre Kräfte. Am  ersten Spieltag konnten die Jugendlichen, nach einer ausgeglichenen Phase am Anfang, ihre Gegenüber von Cergy Pontoise Echecs doch noch bezwingen. Und am zweiten Spieltag endete die teils auf sehr hohem Niveau stattfindende Erwachsenen-Partie sehr harmonisch mit einem 195:195 Unentschieden.

Künftig persönliche Begegnungen am Schachbrett???

Die Schachspieler/-innen aus Pontoise und die Mitglieder der Böblinger Stadtmannschaft trafen beim online-Turnier erstmals aufeinander, es gab bis dahin keinerlei Kontakte zwischen den Schachvereinen der beiden Partnerstädte. Umso bemerkenswerter ist es, wie schnell und reibungslos das Online-Schachturnier zustande kam.Und wenn die Pandemie nicht mehr im Wege steht, sind natürlich auch Besuche und Gegenbesuche zu „richtigen“ Schachturnieren am Brett nicht ausgeschlossen. Die Schach-Vereine haben sich jedenfalls schon einmal nach den Bahnverbindungen in Richtung Pontoise erkundigt…... Und – wer weiß? – vielleicht lässt sich einstweilen noch das eine oder andere online-Turnier mit einer weiteren von Böblingens Partnerstädten auf die Beine stellen.Schach erfährt, wohl auch weil die Möglichkeiten für manch andere Unternehmungen eingeschränkt sind (und durch eine sehr bekannt gewordene Mini-Serie eines privaten streaming-Dienstes), eine Renaissance. So oder so, die Schach-Fans können sich freuen: Online-Schach liegt im Trend der Zeit. Darüber hinaus ist dieses Online-Schach-Turnier ist eine weitere, neue Facette unter den zahlreichen und vielfältigen Beziehungen zwischen Pontoise und Böblingen.

30 Jahre Deutsche Einheit mit Besuch aus Sömmerda (2. - 3. Oktober 2020)

Anlässlich dieses Jubiläums war eine kleine Delegation aus der Thüringischen Partnerstadt unter Leitung von Bürgermeister Ralf Hauboldt in Böblingen zu Gast.

Auch bei dieser Begegnung war das Achten auf Hygiene- und Abstandsregeln erforderlich. Deshalb waren Delegationsgröße und Programm kleiner als gewohnt, doch war dieser Besuch auch ein Zeichen der Hoffnung:
Während der „neuen Normalität“ in der aktuellen Pandemie muss nicht alles Gewohnte und Liebgewonnene völlig zum Erliegen kommen.

Baumpflanzung am Oberen See und Stadtrundgang

Die Beteiligten Personen beim Baum pflanzen

Das diesjährige Treffen stand unter einem guten Stern, hatte doch das Wetter rechtzeitig ein Einsehen und die Sonne löste den Regen ab. Mit einer Baumpflanzung wurde gleichsam eine kleine Tradition fortgesetzt:
Am 3. Oktober 1990 zur Wiedervereinigung und 1998 zum 10. Geburtstag der Städtepartnerschaft wurden ebenfalls Bäume gepflanzt.
Bürgermeister Ralf Hauboldt, der ehemalige Böblinger Oberbürgermeister Alexander Vogelgsang, Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz und Bürgermeisterin Christine Kraayvanger griffen beherzt zur Schaufel und gaben einer rotblühenden, bienenfreundlichen Kastanie ein neues Zuhause am Oberen See. Ein Video finden Sie unten nach dem Text.
Anschließend ging es, begleitet von einigen Mitgliedern des Böblinger Gemeinderats sowie des Jugendgemeinderats, auf einen zweistündigen Stadtrundgang.
Aus der Partnerstadt waren etliche Gäste noch nie in Böblingen gewesen, und so gab es vieles zu sehen: von der Innenstadt bis zum Flugfeld.
Besonders für den Leiter des Sömmerdaer Bau- und Umweltamts Ulrich Braem dürfte dieser Programmpunkt spannend gewesen sein.

Abendessen und Ausstellungseröffnung „5 vor!“

Geschenk Ortsschild mit Sömmerda und Böblingen

Beim gemeinsamen Abendessen hatten die Bürgermeister, Mitarbeitende der Stadtverwaltung und Mitglieder des Gemeinderats beider Städte Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Bürgermeister Ralf Hauboldt und Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz stellten in ihren Reden das vertrauensvolle Verhältnis der Partnerstädte unter Beweis: indem sie im Wechsel sprachen. Die Stadt Sömmerda hatte als Gastgeschenk ein Ortsschild mitgebracht, das eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Städte verdeutlicht: das „Ö“ im Namen.

Mit Gemeinsamkeiten ging es am Sonntagmorgen weiter, als die Gäste an der Vernissage der Ausstellung „5vor!“ im Deutschen Bauernkriegsmuseum teilnahmen – auch in der Sömmerdaer Stadtgeschichte spielt der Bauernkrieg eine Rolle. Dr. Hans-Diether Dörfler, Sachgebietsleiter für Museum und Stadtarchiv aus Sömmerda, konnte besondere Eindrücke mit nach Hause nehmen. Begleitet von Erstem Bürgermeister Tobias Heizmann folgte ein stärkendes, schwäbisches Mittagessen – immerhin beträgt die Fahrtzeit nach Sömmerda rund vier Stunden. Zum Abschluss besuchten die Gäste – sozusagen auf dem Weg zur Autobahn – die Motorworld, was besonders Isabel Kant und Simeon Reimer vom Sömmerdaer Kinder- und Jugendparlament ein Anliegen war.

Obwohl nur gut 24 Stunden in der Stadt, konnten alle Gäste zahlreiche unterschiedliche Facetten Böblingens kennenlernen. Es sind bestehende Verbindungen gestärkt und weitere tragfähige Kontakte geknüpft worden. So ist man in beiden Städten zuversichtlich, dass die Städtepartnerschaft auch weiterhin gedeihen und wachsen kann.

Hintergrund des Treffens

Alle zwei Jahre treffen sich zum Tag der Deutschen Einheit Vertreter/-innen aus Verwaltung, Gemeinderat und Vereinen der beiden Partnerstädte zu einer Art „Arbeitstreffen“ für Austausch und Kontaktpflege. Die Treffen finden in der Regel abwechselnd in Böblingen und Sömmerda statt.
Bei besonderen Anlässen wie dem 30-jährigen Jubiläum der Partnerschaft in Böblingen 2018 oder dem Thüringen-Tag in Sömmerda 2019 wird davon abgewichen.

Video Baumpflanzung am Oberen See

Video aus unserem Facebook-Kanal stadtbb:
https://www.facebook.com/watch/?v=917476761994730

1956 hat Böblingen mit dem französischen Pontoise die erste Städtepartnerschaft begründet. Seither sind sechs weitere hinzugekommen. Heute pflegt die Stadt außerdem Partnerschaften mit Alba (Italien), Bergama (Türkei), Geleen (Niederlande), Glenrothes (Schottland), Krems (Österreich) und Sömmerda (Thüringen).

Ehrenmedaille der Stadt Böblingen für Monique Lefebvre und John Vaughan (9.11.2018)

Für ihre Verdienste bei ihrem ehrenamtlichen, außergewöhnlichen Einsatz für die Städtepartnerschaften mit Böblingen wurden Monique Lefevbre und John Vaughan mit der städtischen Ehrenmedaille in Gold ausgezeichnet.

Die Ehrenmedaille steht eine Stufe unterhalb der Ehrenbürgerwürde und wurde bisher 29 Mal verliehen, davon drei an Menschen aus Partnerstädten: Giovanni Bressano und Inge Rosa Brunet aus Alba sowie John MacDonald aus Glenrothes. Inge Rosa Brunet und John MacDonald waren zur Verleihung nach Böblingen gekommen. Ebenso Bürgermeister Maurizio Marello (Alba) und Mehmet Gönenç (Bergama), stellvertretende Bürgermeisterin Fiona Grant (Glenrothes/Fife) und Bürgermeister Ralf Hauboldt (Sömmerda). Auch Böblingens ehemalige Oberbürgermeister Alexander Vogelgsang und Wolfgang Lützner nahmen teil – neben vielen weiteren Engagierten und Weggefährten in der Partnerstadt-Arbeit aus Politik, Verwaltung und Vereinen.

Musikalisch umrahmt von Ingrid Uhle (Violoncello) und Senta Eisenbacher (Klavier) von der Musik- und Kunstschule, hielt Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz die Laudatio auf die Geehrten, die schon viele Jahrzehnte regelmäßig nach Böblingen kommen. OB Dr. Belz würdigte Monique Lefebvre als „äußerst wertvolle, engagierte Ansprechpartnerin – unermüdlich und kompetent, mit Charme und Durchsetzungsvermögen“. Und John Vaughan war in jeder seiner unterschiedlichen Rollen erfolgreich unterwegs: „mit großer Wertschätzung, einnehmender Herzlichkeit und einem einfach ansteckenden Lachen“, so der Oberbürgermeister.

Nach der Überreichung von Medaillen und Urkunden sowie dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt sprach Monique Lefebvre auf Deutsch zu den Gästen. Sie bedankte sich herzlich und ließ einige besonders schöne oder auch lustige Momente Revue passieren. Wichtig sind ihr besonders die „tiefe Freundschaft und das gegenseitige Verständnis zwischen den Partnerstädten“. Auch John Vaughan hielt seine Ansprache auf Deutsch. Hocherfreut dankte er für die Ehrung, die er stellvertretend für die vielen Menschen annahm, die ihm bei seiner Partnerstadt-Arbeit immer wieder geholfen hatten. Er gab der Hoffnung Ausdruck, die Städtepartnerschaften, vor allem auch die Olympiaden, mögen als „europäische Erfahrung für viele, viele junge Menschen“ weiterhin gedeihen und der „Funke“ auch auf die kommenden Generationen überspringen.

Alba

Wappen Alba

Das sogenannte "100 türmige" Alba liegt im Piemont ca. 60 km südlich von Turin und hat heute ca. 30.000 Einwohner.
Die Städtepartnerschaft mit Alba wurde 1985 offiziell besiegelt und geht auf eine Initiative der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Böblingen - Sindelfingen zurück.

Im Mittelalter entwickelte sich Alba mit seinen wohlhabenden Bürgern und Herrschaftsfamilien, mit Kirchen und Klöstern zur befestigten Stadt. Die einstigen Wehr- und Schutztürme prägen noch heute das Stadtbild.
Dank größerer Industrieansiedlungen Anfang der 50er Jahre entwickelte sich Alba zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum, und Weltfirmen wie Fiat, die Süßwarenfabrik Ferrero, die kunststoffverarbeitende Firma Mondo Rubber und die Textilgruppe Miroglio sind heute die wichtigsten Arbeitgeber in Alba.

Genauso bekannt und wichtig sind die kulinarischen Reichtümer der Stadt. In hunderten Weinkellereien in und um Alba werden weltberühmte Qualitätsweine wie Arneis, Dolcetto, Barbera, Barbaresco, Nebbiolo und der Barolo angebaut. Der weiße Trüffel aus Alba ist eine weltberühmte Delikatesse von besonderer Güte und höchstem Wert. Jährlich finden im Ausstellungs- und Kongreßpalast in der Woche nach Ostern die Weinmesse und im Oktober die nationale Trüffelmesse statt.

Am ersten Oktobersonntag gibt es den traditionellen Esels-Palio: ein prunkvoller Kostümumzug mit ca. 500 Komparsen in historischen Kostümen und das Eselswettrennen sind ein unvergeßliches Spektakel.

Bergama

Wappen Bergama

Bergama, die als antike Stadt Pergamon bekannt ist, liegt ca. 100 km nördlich von Izmir und hat heute rund 55.000 Einwohner.

Die Städtepartnerschaft mit Bergama besteht offiziell seit 1967 und geht auf Kontakte des früheren Stadtbaurates Friedrich Rebmann zurück, der nach seiner Zurruhesetzung an einigen Grabungskampagnen auf dem Burgberg der antiken Stadt "Pergamon" teilnahm.

Die Ausgrabungen der historischen Bauten von Pergamon begannen 1878 unter der Leitung des deutschen Archäologen Carl Humann und Alexander Conze und werden bis heute abschnittsweise fortgeführt. Das berühmteste Fundstück, die Friesteile des Zeuss Altares, sind heute im Berliner Pergamon-Museum zu sehen. Der Burgberg mit dem Trianeum und dem steilen antiken Theater ist eines der meist besuchten antiken Bauwerke in der westlichen Türkei.

Viele Touristen findet man auch auf dem turbulenten und farbenfrohen Montagsmarkt. Die traditionelle Kermes, die mit Musik-, Theater- und Folkloredarbietungen viele Besucher anlockt, findet jedes Jahr in der ersten Juniwoche statt.

Geleen

Wappen Geleen

Geleen hat ca. 37.000 Einwohner und liegt im Süden der Niederlande in Limburg; nur ca. 10 km von den deutschen und belgischen Grenzen entfernt. Die Städteverbindung mit Geleen wurde 1962 offiziell besiegelt. Die Partnerschaft wurde angeregt durch den ehemaligen Pfarrer Wauben, der im Jahr zuvor die Aufnahme von 90 Kindern aus Böblinger Flüchtlingsfamilien in Geleener Gastfamilien ermöglichte.

Geleen entwickelte sich nach der Einstellung der Steinkohleförderung im Jahre 1967 und der Schließung der Bergwerke zu einem wichtigen Standort für die chemische Industrie. Der international tätige Großbetrieb "Dutch State Mines" (DSM) beschäftigt heute ca. 12.000 Arbeitnehmer und prägt das Stadtbild entscheidend. Auch als Wohn- und Einkaufsstadt ist Geleen von Bedeutung. Die verkehrsfreie Einkaufspromenade und der große Samstagsmarkt laden zum Einkaufsbummel ein. Im Freizeitzentrum "Glanerbrook" zählen eine 400 m Eislaufbahn, Eishockeyanlagen, verschiedene Schwimmbäder und ansprechende Außensportanlagen zum Angebot. Der Karneval wird in Geleen großgeschrieben. Am Faschingssonntag findet ein toll inszenierter Karnevalsumzug statt. Für Jazzliebhaber gibt es jährlich im Mai ein Jazzfestival, das auf New Orleans Jazz spezialisierte Gruppen aus dem Ausland vorstellt.

Geleen wurde am 01. Januar 2001 mit den Nachbarstädten Sittard und Born zur gemeinsamen Stadt "Sittard-Geleen" mit rund 100.000 Einwohnern zusammengeschlossen.

Glenrothes

Wappen Glenrothes

Glenrothes findet man ca. 30 km nördlich der schottischen Hauptstadt Edinburgh.

Die Städtepartnerschaft mit Glenrothes wurde im Jahre 1971 offiziell geschlossen. Die Städteverbindung ergab sich aus einem regelmäßigen Schüleraustausch, der auf persönliche Beziehungen des damaligen Rektors des Albert-Einstein-Gymnasiums, Fritz Mezger zu seinem schottischen Kollegen Charles Anderson zurückgeht.

Glenrothes wurde erst 1948 als eine von insgesamt fünf sogenannten New Towns in Schottland gegründet. In den Jahren 1948 - 1996 wurde Glenrothes von der Glenrothes Development Corporation, einer von der Königin eingesetzten Entwicklungsgesellschaft, nach dem Konzept der Gartenstadt geplant und aufgebaut. Ursprünglich sollte Glenrothes eine Schlafstadt für die Bergleute einer nahegelegenen Mine werden. Nach Schließung der Mine stellte die Glenrothes Development Corperation das Konzept auf eine Industrieansiedlung aus den Bereichen Feinmechanik, Elektronik, Elektrotechnik etc. um.

Glenrothes schaffte so den Einstieg in die High Tech Industrie. Im Zuge einer Verwaltungsreform in Schottland wurde die Glenrothes Development Corporation aufgelöst. Die Stadt Glenrothes mit ca. 40.000 Einwohnern ist seither der Sitz des Fife Council, unter dessen Verwaltung die ganze Region Fife mit ca. 350.000 Einwohnern zusammengefasst wurde. Um die Belange der Städtepartnerschaftsaktivitäten kümmert sich neben der Verwaltung vor allem die Glenrothes Town Twinning Association.

Zum Einkaufsbummel lädt das Town Centre mit Einzelhändlern, Banken und gemütlichen schottischen Pub's ein. Die Rothes Halls, ein neu erbautes Kongreßzentrum mit verschiedenen Veranstaltungssälen sowie die modernen Sportanlagen und zwei 18-Loch-Golfplätze runden das Freizeitangebot von Glenrothes ab. Edinburgh, die Küstenregion der Halbinsel Fife mit der Universitätsstadt St. Andrews und die nahegelegenen Highlands laden zu Ausflügen und Besichtigungstouren ein.

Auch die Kunst hat ihren Platz in Glenrothes gefunden. Die Stadt beschäftigte über Jahre hinweg eigens einen Stadtkünstler, der mit seinen Werken markante Punkte im Stadtgebiet geschaffen hat. Anläßlich des 20-jährigen Partnerschaftsjubiläums zwischen Böblingen und Glenrothes fand in den Jahren 1990/1991 ein Kunstaustausch statt. Die Bronzeplastik "Der Wehrlose" vom Böblinger Stadtkünstler Rudolf Christian Baisch (1903-1990) kann heute im Riversidepark von Glenrothes besichtigt werden. Die Bronzestatue "Der Traum" von Malcolm Robertson steht in BB neben der Erich-Kästner-Schule im Stadtteil Diezenhalde.

Krems

Wappen Krems

Rund 70 km westlich von Wien liegt die Stadt Krems an der Donau mit 25.000 Einwohnern, am beliebten Radweg von Passau nach Wien.

Die Städtepartnerschaft zu Krems besteht seit 1972 und geht auf beiderseitige Kontakte der Feuerwehren zurück.

Krems ist eine der lebenswertesten Städte Österreichs und Bildungs- und Kulturstadt von europäischer Bedeutung. Die Stadt liegt am Tor zur Wachau – einer der schönsten Flusslandschaften Europas – und zählt mit mehr als 1000 Jahren zu den ältesten Städten des Landes. Krems wurde 995 erstmals namentlich in einer Kaiserurkunde Ottos III. erwähnt. Der „Kremser Pfenning“, die älteste Münzprägung Österreichs, entstand hier um 1156. Einer der bedeutendsten spätbarocken Maler, Martin Johannes Schmidt, genannt „Kremser Schmidt“, lebte und arbeitete von 1756 bis zu seinem Tod 1801 in Krems.
 
Für seine über Jahrhunderte geformte, unverwechselbare Stadtlandschaft wurde Krems im Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Aber trotz dieser historischen Bedeutung ist das Bild der Stadt nicht von der Vergangenheit geprägt: Krems ist offen für Neues und setzt durch das beispielhafte Zusammenwirken von Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft zukunftsweisende Impulse. Heute leben hier Menschen aus 104 Nationen. Zeitgenössische Kunst und Kultur nehmen einen wichtigen Platz ein. Die „Kunstmeile Krems“ mit den Leuchttürmen Kunsthalle und dem Karikaturmuseum und renommierte Festivals bieten Kunstgenuss auf höchstem Niveau. Ein besonderes Juwel ist die mittelalterliche Gozzoburg, deren Fresken im mitteleuropäischen Raum als einzigartig gelten, und der Dominikanerkomplex, in dem das Museum Krems und die Landesgalerie Zeitkunst Niederösterreich für den Besuch offen stehen. In bemerkenswerter Dynamik hat sich die Stadt zu einem international anerkannten Universitätsstandort mit einer bemerkenswerten Hochschul- und Studierendendichte entwickelt: Mehr als 13.000 Studierende sind an den fünf Kremser Hochschulen eingeschrieben.
 
Der Kremser Wein ist seit Ende des 10. Jahrhunderts nachgewiesen. Ein Spaziergang lohnt sich durch die berühmten Rieden Sandgrube, Goldberg, Weinzierlberg oder Pfaffenberg. Bereits im Mittelalter wurde hier Österreichs erste Weinhauerinnung gegründet. Rund um Krems gedeihen die besten Grünen Veltliner und Rieslinge des Landes.

Pontoise

Logo Pontoise

Pontoise liegt mit ca. 30.000 Einwohnern im Val d'Oise, ca. 30 km nördlich von Paris.

Die Städtepartnerschaft zu Pontoise wurde 1956 offiziell besiegelt und kam unter Vermittlung der Internationalen Bürgermeister Union unter dem Gesichtspunkt der Versöhnung nach dem 2. Weltkrieg zustande. Mit einer der ersten dt.-franz. Partnerschaften in Deutschland wollten beide Städte einen wichtigen Beitrag der deutsch-französischen Annäherung leisten.
Der alte Stadtkern mit der Kathedrale St. Maclou aus dem 12. Jahrhundert, die Kirche Notre-Dame und die malerischen Gäßchen in der Altstadt laden zu einem gemütlichen Stadtbummel in Pontoise ein.

In Pontoise gibt es zwei bedeutende Muessen. Das Musée Tavet Delacour beherbergt den Nachlaß des abstrakten deutschen Künstlers Otto Freundlich (1878 - 1943), der als Wegbereiter der gegenstandslosen Kunst im 20. Jahrhundert gilt. Das Musée Pissarro ist dem Mitbegründer des Impressionismus Camille Pissarro (1830 -1903) gewidmet, der mehr als 15 Jahre im Pontoiser Stadtteil Hermitage wohnte und dort über 300 Bilder gemalt hat, ein Großteil darunter von Pontoise und der umliegenden Landschaft.

Der traditionelle Markt "Foire St. Martin", der auf das Jahr 1170 zurückgeht, bietet jedes Jahr für 10 Tage im November eine Ausstellungs- und Verkaufsmöglichkeit für rund 180 Handels- und Gewerbetreibende und zieht jährlich mehr als 25.000 Besucher an.

Sömmerda

Wappen Sömmerda

Sömmerda, rd. 20.000 Einwohner liegt 20 km nördlich der Landeshauptstadt Erfurt, im Herzen Thüringens.

Die Städtepartnerschaft mit Sömmerda wurde bereits vor der "Wende" und Deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1988 geschlossen. Seitens der Stadt Böblingen wurde der Wunsch nach einer Städtepartnerschaft mit einer ostdeutschen Stadt unter Einschaltung führender Politiker wie Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt, des damaligen baden-württemberigschen Ministerpräsidenten Lothar Späth und des damaligen IG-Metallvorsitzenden Franz Steinkühler an den damaligen Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker herangetragen. In einem Antwortschreiben sagte dieser zu, die Aufnahme der Beziehungen zur Stadt Sömmerda in die Wege zu leiten und eine deutsch-deutsche Städtepartnerschaft zu ermöglichen.

Die erste urkundliche Erwähnung Sömmerdas stammt aus dem Jahre 876. Auch während des Bauernkrieges um 1525 spielte Sömmerda als Schauplatz des Krieges eine wichtige Rolle. Da sich auch in Böblingen entscheidende Kämpfe des Bauernkrieges im Südwesten abspielten, gibt es hier eine wichtige historische Gemeinsamkeit.

Die Altstadt hat mit dem Erfurter Tor (1395), der gut erhaltenen Stadtmauer, dem wappengeschmückten Rathaus (1529), der Bonifatius Kirche (1562) weiteren historischen Gebäuden auch viele charmante Gäßchen und Winkel. Weitere schmucke Bauten künden von der Blütezeit und dem Wohlstand der im Mittelalter angesiedelten Bauern, Tuchmachern und Handwerkern. Nicolaus von Dreyse (1787-1867) ist der berühmteste Sohn der Stadt. Er erfand 1827 das Zündnadelgewehr, das als "hochwirksame Waffe" dieser Zeit erheblichen Einfluß auf die damalige Kriegsführung bekam. Auch der bedeutende Pädagoge Christian Salzmann (1744-1811) wurde in Sömmerda geboren und lebte in einem ansehnlichen Bürgerhaus am Marktplatz.

In der DDR-Zeit war das Büromaschinenwerk Robotron, das Geräte der elektrischen Datentechnik herstellte, mit rd. 13.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Stadt. Nach der Wende und der Wiedervereinigung musste dieser Betrieb angesichts des großen Konkurrenzdruckes seine Tore schließen. Heute hat sich in zwei voll ausgestatteten Gewerbegebieten und dem Industriepark der Stadt eine diversifizierte Wirtschaftsstruktur mit kleinen und mittelständischen Unternehmen der Computer- und Softwareentwicklung und -produktion, Kommunikationstechnik, Elektrotechnik, Metallbe- und -verarbeitungsgewerbe sowie der Baubranche und industrienahen Dienstleistungen angesiedelt. Die Kreisstadt Sömmerda bildet als Mittelzentrum das wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Zentrum des Landkreises.

Sömmerda bietet sehr gute Voraussetzungen für Kultur-, Sport- und Freizeitaktivitäten, wie z.B. im Sportpark Fichtestraße mit Drei-Felder Sport- und Mehrzweckhalle oder in Spezialsportanlagen wie dem Kanukanal. Das neu renovierte Volkshaus bietet Platz für Ausstellungen, Konzerte und bürgerschaftliche Versammlungen. Einer der kulturellen Höhepunkte ist das jährlich im Juni stattfindende City-Fest.

Sömmerda

Sömmerda, rd. 20.000 Einwohner liegt 20 km nördlich der Landeshauptstadt Erfurt, im Herzen Thüringens.

Die Städtepartnerschaft mit Sömmerda wurde bereits vor der "Wende" und Deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1988 geschlossen. Seitens der Stadt Böblingen wurde der Wunsch nach einer Städtepartnerschaft mit einer ostdeutschen Stadt unter Einschaltung führender Politiker wie Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt, des damaligen baden-württemberigschen Ministerpräsidenten Lothar Späth und des damaligen IG-Metallvorsitzenden Franz Steinkühler an den damaligen Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker herangetragen. In einem Antwortschreiben sagte dieser zu, die Aufnahme der Beziehungen zur Stadt Sömmerda in die Wege zu leiten und eine deutsch-deutsche Städtepartnerschaft zu ermöglichen.

Der alte Stadtkern mit der Kathedrale St. Maclou aus dem 12. Jahrhundert, die Kirche Notre-Dame und die malerischen Gäßchen in der Altstadt laden zu einem gemütlichen Stadtbummel in Pontoise ein. Pontoise beherbergt hat zwei bedeutende Museen.

Das Musée Tavet Delacour beherbergt den Nachlaß des abstrakten deutschen Künstlers Otto Freundlich (1878 - 1943), der als Wegbereiter der gegenstandslosen Kunst im 20. Jahrhundert gilt. Das Musée Pissaro ist dem Mitbegründer des Impressionismus Camille Pissaro (1830 -1903) gewidmet, der mehr als 10 Jahre im Pontoiser Stadtteil Hermitage wohnte und auch einige Bilder von Pontoise und der umliegenden Landschaft gemalt hat.

Der traditionelle Markt "Foire St. Martin", der auf das Jahr 1170 zurückgeht, bietet jedes Jahr für 10 Tage im November eine Ausstellungs- und Verkaufsmöglichkeit für rund 180 Handels- und Gewerbetreibende und zieht jährlich mehr als 25.000 Besucher an.

Homepage von Sömmerda

Weitere Informationen

Kontakt

Anette Fischer

Abteilung für Gemeinderat, Kommunalverfassung und internationale Angelegenheiten

 

Telefon (0 70 31) 669-12 39
Gebäude Altes Rathaus
Raum 220
Aufgaben

Städtepartnerschaften

Projekt

"Wir in Europa - Lernen von und mit europäischen Partnern" (620,5 KiB)