Schwerpunkte im Klimaschutzmanagement 2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Böblingen setzt auf Klimaschutz! 2012 hat der Gemeinderat das Klimaschutzkonzept der Stadt beschlossen. Hinzu kamen die Konzepte zur klimafreundlichen Mobilität (2017) und zur Klimaanpassung (2019). Zum aktuellen Stand und zu künftigen Schwerpunkten gab unser Klimaschutzbeauftragter Oliver Tuschinski im Gemeinderat Auskunft.

In Zeiten von Corona wurde bzw. wird noch weniger Auto gefahren, z. B. wegen Homeoffice. Urlaubsreisen sind derzeit auch nur sehr begrenzt möglich. Es wird also eine große Menge CO2 eingespart. Der Preis dafür ist jedoch sehr hoch und natürlich so nicht gewollt. Denn weniger CO2-Emissionen in Folge von wirtschaftlichen Einbrüchen können nie Ziel einer langfristigen Klimaschutzstrategie sein. Ohnehin wären solche Effekte nicht von Dauer.

Ideen, Engagement, Projekte

Der richtige Weg zu einer resilienten, klimaneutralen Wirtschaft und Gesellschaft geht etwa über klare Ideen, gemeinsames Engagement und vorbildhafte Pilotprojekte.

Gerade Böblingen ist eine Stadt, die durch innovative Ideen schwäbischer Denker, Tüftler und Unternehmer zu Wohlstand kam. Ein optimales „Klima“, um zukunftsweisende Klimaschutzprojekte anzugehen. Denn die Themen Klimaschutz und Wirtschaft stehen nicht im Widerspruch zueinander.

So beschloss der Gemeinderat vergangene Woche den Beitritt zum Klimaschutzpakt Baden-Württemberg. Mit diesem Zusammenschluss von Gemeinden, Städten und Landkreisen bekräftigt unsere Stadtverwaltung ein ehrgeiziges Ziel: mit positivem Beispiel vorangehen und bis zum Jahr 2040 klimaneutral werden.

Klimaschutz gewinnt an Bedeutung

Insgesamt wird das Thema bei der Stadtverwaltung aufgewertet. Die Stelle des Klimaschutzmanagers wird zum Klimaschutzbeauftragten ausgebaut. Bei thematisch relevanten Vorlagen für den Gemeinderat wird der Klimaschutzbeauftragte beteiligt. Neben dem Thema Mobilität werden so fortan die Themen Energie und Gebäude wieder mehr in den Vordergrund rücken.

Klimagerechte Stadtplanung und Energiestandards für Gebäude

Ein kommendes Projekt wird ein städteübergreifender Erfahrungsaustausch zum Klimaschutz in der Stadtplanung sein: MULTIPLY. Denn wie Stadtquartiere in der Zukunft geplant, angelegt oder umgestaltet werden, bestimmt maßgeblich unseren CO2-Fußabdruck. Es geht darum, wie kurze Wege oder das Nutzen von erneuerbaren Energiequellen noch mehr in die Gestaltung von Stadtquartieren einfließen können.

Auch höhere Energiestandards in Gebäuden machen sich langfristig gleich mehrfach bezahlt. Da beispielsweise Gebäude in der Regel über mehrere Jahrzehnte genutzt werden, reduzieren sich die CO2-Emissionen für die Heizung. So sinken die Nebenkosten. Die Stadt Böblingen sammelt als Modellkommune im Förderprojekt „SmartRathaus“ bereits wertvolle Erfahrungen in Sachen effizienter Energieverbrauch .

Energie-Checks für Unternehmen

Unsere Unternehmen können sich ab Herbst bei sogenannten Energie-Checks der regionalen Kompetenzstelle Netzwerk Energieeffizienz (KEFF) beraten lassen. Erfahrene Experten analysieren Energie- und Stoffströme im Produktionsprozess und decken Einsparpotentiale auf. Auf dieser Basis können sich Firmen maßgeschneiderte Angebote erstellen lassen, in welchen Bereichen sich Investitionen besonders lohnen.

Aktionen werden nachgeholt

Um auf den Klimaschutz und Maßnahmen dazu öffentlich aufmerksam zu machen, waren im Frühjahr und Sommer einige städtische Aktionen geplant. Aufgrund der Vorgaben zur Eindämmung der Corona Pandemie mussten diese Veranstaltungen verschoben oder abgesagt werden. Für den Mobilitätstag und das Stadtradeln 2020 gibt es voraussichtlich im September neue Termine. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Sie sehen: Es läuft etliches beim Klimaschutz in Böblingen – und der zahlt sich aus. Bleiben wir gemeinsam dran!

Ihre
Christine Kraayvanger
Bürgermeisterin

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