Böblingen ist modern, innovativ und lebendig. Wir können aber noch mehr.

Bürgermeisterin Christine Kraayvanger

Es gibt gute Gründe in Böblingen zu wohnen …

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die erste Aussage des Kapitels „Wohnwelt“ in unserem Stadtleitbild BB 2020 lautet: „Es gibt gute Gründe, in Böblingen zu wohnen …“ Die zahlreichen Zuzüge in unsere Stadt verdeutlichen, dass nicht nur wir Einheimischen Böblingen als attraktiven Wohn- und Arbeitsort schätzen. Die Zahlen beweisen auch, dass wir sehr wettbewerbsfähig in der Region Stuttgart unterwegs sind. Seit einigen Jahren ist Böblingen wieder eine erfreulich „wachsende“ Stadt.

Vor einiger Zeit war diese Titelseite überschrieben mit „weniger – bunter – älter“. Betrachten wir die Bevölkerungsentwicklung seit 2011 und die Bevölkerungs­vorausrechnung des statistischen Landesamts bis zum Jahr 2035, dürfte Böblingen aufgrund von Zuzügen 53.000 Einwohner erreichen. Also wird unsere Bevölkerung bunter und älter, ganz und gar nicht weniger, sondern mehr. Dies ist sehr wichtig zum Erhalt unserer Infrastruktur und für das Fachkräftepotential, auf das unsere Unternehmen angewiesen sind. Fielen die Zuzüge weg, zeigen die Berechnungen, dass wir auf knapp 45.000 Menschen schrumpfen würden.

Die Kehrseite der Medaille

Parallel zur Wanderungsbewegungen in unsere wirtschaftsstarke Region boomt der Immobilienmarkt. In der Folge steigen die Kosten und die Preise für das Wohnen. Oft so deutlich, dass es für immer mehr Menschen, auch in unserer Stadt, zum Problem wird, eine Wohnung zu finden - und das zu einem für sie bezahlbaren Preis. Der gestiegenen Nachfrage nach Wohnraum steht leider kein ausreichendes Wohnungsangebot gegenüber. Deshalb zählen wir eine bedarfsgerechte Wohnraumversorgung zu den wichtigsten Zielen der Böblinger Stadtentwicklung.

Wir arbeiten daran

Dass es hier keine einfachen Lösungen gibt, zeigen die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang für Politik und Verwaltung stellen: Wie können wir das Wohnungsangebot in Böblingen erhöhen? Wieviel Wohnungsneubau benötigen wir tatsächlich? Welche Flächen wollen wir bebauen? Auf welchen Flächen bzw. Grundstücken können neue Wohnhäuser gebaut werden? Gibt es praktikable Alternativen zum Neubau? Welche Möglichkeiten gibt es, das Wohnungsangebot für Menschen mit geringeren Einkommen bezahlbar zu machen? Und bei alledem darf die Qualität nicht zu kurz kommen, wollen wir ein gutes Wohnungsangebot schaffen.

Was kennzeichnet ein gutes Wohnungsangebot?

Entscheidend wird die Entwicklung eines Wohnungsangebots sein, das der Differenzierung der Wohnwünsche, Haushaltstypen und Lebensstile der Menschen Rechnung trägt. Realistisch ist die Frage zu sehen, welche Einflussmöglichkeiten die Stadt überhaupt auf das Wohnungsangebot hat. Dabei gilt es auch, unseren seit der Jahrtausendwende verfolgten städtebaulichen Grundsatz des Vorrangs der sog. Innenentwicklung zu durchdenken. Damit ist die Neuordnung, Nachverdichtung oder Nutzungsintensivierung in bestehenden Gebieten gemeint, bevor neue Wohngebiete ausgewiesen und entwickelt werden.

Arbeitsgemeinschaft Wohnraum

So eindeutig die Ausgangslage und die Fragestellungen sind, so offen, komplex und vielschichtig sind die Antwortmöglichkeiten und Handlungsansätze. Um sich mit diesen Fragestellungen und vor allem Handlungsmöglichkeiten in aller Sorgfalt auseinanderzusetzen, hat der Gemeinderat die Bildung einer „Arbeitsgemeinschaft Wohnraum“ beschlossen. Unter Federführung von Oberbürgermeister Wolfgang Lützner werden in Bälde Mitglieder des Gemeinderats, die Fachämter der Verwaltung und bei Bedarf externe Fachleute die aufgeworfenen Fragen konzentriert angehen.

Ihre
 
Christine Kraayvanger
Bürgermeisterin

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