Info-Seite zum Umbau des Elbenplatzes

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit dem Umbau des Elbenplatzes gelingt uns ein Meilenstein in der Stadtentwicklung: Mobilität vom Ziel her denken. Das heißt: die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt steigern, eine ansprechende Verbindung zum Schloßberg herstellen und den Klimaschutz vor Ort konsequent umsetzen.
Dieses städtebauliche Projekt ist eine großartige Chance für Böblingen. Auf dieser Seite finden Sie ausführliche Informationen und Hintergründe zum Vorhaben.
Freuen Sie sich mit mir auf unseren neuen Elbenplatz.

Ihr
Dr. Stefan Belz
Oberbürgermeister


Informationen zum Elbenplatz-Projekt

Elbenplatz um 1910
Elbenplatz um 1910
Verkehrssituation in den 1970er-Jahren
Verkehrssituation in den 1970er-Jahren
Der Elbenplatz heute vor dem Umbau
Der Elbenplatz heute vor dem Umbau

Neue 4-teilige Serie: Elbenplatz-Fakten am Freitag

Mit einer kurzen 4-teiligen Serie möchten wir Ihnen Details und Wissenswertes zum Elbenplatz-Umbau präsentieren. Immer freitags, immer in Facebook und hier auf der Homepage.

Teil 3: Bundesstraße und Ampelkreuzung

Elbenplatz Wussten Sie schon, ...

Wussten Sie, dass früher gleich zwei große Bundesstraßen durch Böblingen verliefen? Die B464 führte von Holzgerlingen kommend über die Tübinger Straße, die sogenannte Ochsenkreuzung (Kreuzung Parkstraße / Herrenberger Straße) - am ehemaligen Gasthof Ochsen - in Richtung Dagersheim. Die B14 schlängelte sich von Herrenberg kommend über den Elbenplatz auf den Postplatz, später über die Friedrich-List-Straße, zur Stuttgarter Straße und weiter stadtauswärts zur Landeshauptstadt. Gut 40.000 Fahrzeuge pro Tag mussten den Elbenplatz passieren und daher stockte früher der Verkehr auf der alten B14 oft. Damit dies gelingt wurden beispielsweise die Insel mit den Lindenbäumen in den 1950er Jahren auf dem Elbenplatz entfernt. Erst mit dem Bau der "neuen B464" sowie der Autobahn 81 als "Ortsumgehung" verringerte sich die Zahl der Fahrzeuge spürbar. Damals galt die Ampel am Elbenplatz als eine - wenn nicht sogar die - komplizierteste im Land, die aus allen Richtungen große Verkehrsströme zu bewältigen hatte.

Heute wird die Ampelanlage am Elbenplatz und im Übrigen auch die im gesamten Stadtgebiet von der Abteilung Stadttechnik im Rathaus betreut. Über modernes Glasfaser sind alle Ampelkreuzungen mit dem Rathaus verbunden und ein Großrechner speist das Signal ein. Unterirdisch ist also einiges los in der Stadt. Am Elbenplatz haben die einzelnen Adern eine Länge von 25 Kilometern, damit später alles funktioniert. Übrigens: Während wir umgangssprachlich von Ampeln reden, sprechen die Profis von "Lichtsignalanlagen"

Teil 2: Klimaschutz und Mobilität neu denken

Elbenplatz Wussten Sie schon, ...

Ausgangspunkt für die Elbenplatz-Umgestaltung ist das Stichwort Mobilität. Böblingen möchte mobilitätsfreundlich für alle Arten der Fortbewegung sein. Vom Auto über den Bus, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, angewiesen auf den Rollstuhl oder die Bahn - alle Mobilitätsformen finden Berücksichtigung. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen die Fußgängerinnen und Fußgänger in dunkle Unterführungen gelotst oder auf Ebene 1 über dem brummenden Autoverkehr hinwegliefen. Das heißt aber auch: ein Kompromiss unter allen ist nötig, damit für jeden genügend Raum zur Verfügung steht. Für Autofahrende ebenso wie für diejenigen, die gerne das Fahrrad nutzen.
Hinzu kommt der Klimaschutz: Immer heißer und trockener werdende Sommer machen der Stadt und ihrer Einwohnerschaft zu schaffen. Mit einem Klimaanpassungskonzept wird dem entgegengewirkt. Versiegelte Fläche wird rezuziert und schattenspendende Bäume und mehr Grün werten die Innenstadt auf.
Was es mit den Signalkabeln aufsich hat, erfahrt Ihr in der nächsten Folge.

Teil 1: Tief im Untergrund

Elbenplatz Wussten Sie schon, ...

Los geht es mit einem eher unsichtbaren Thema: Der Untergrund unter dem Elbenplatz. Neben den Aspekten der Mobilität und des Klimaschutzes wird der Elbenplatz-Umbau auch zur Erneuerung der städtischen Infrastruktur genutzt. Große Kanäle, die über die Herrenberger Straße, den Elbenplatz und die Wolfgang-Brumme-Alle bis hin zur städtischen Kläranlage verlaufen, befinden sich im Untergrund und werden aktuell durch größere und leistungsfähigere Rohre ersetzt. Warum? Weil Böblingen in den vergangenen Jahrzehnten kräftig gewachsen ist und somit auch mehr Abwasser anfällt, welches entsorgt sein möchte. Zum Kanal kommen dann noch Wasserleitungen, Strom, Gas, Stadttechnik und weitere Versorgungsträger dazu, damit für die nächsten Jahre "Ruhe" herrscht. Viele Gewerke, Dienstleister und Unternehmen müssen hier aufeinander abgestimmt werden, dass der vorgegebene Zeitplan eingehalten werden kann.

Vorteile

  • Aus zwei Fahrstreifen wird einer. Radfahrer bekommen so ihren eigenen Raum. Auf der Herrenberger Straße entstehen neue Radfahrstreifen und ein bepflanzter Mittelstreifen.
    Mehr Bäume verbessern dort künftig das Stadtklima. Engstellen an Gehwegen werden beseitigt.
  • Die neuen Radfahrstreifen sind Bestandteil vom RadNETZ BW und ein Baustein, um die beiden Radschnellwege aus Ehningen und Stuttgart über das Radwegenetz der Innenstadt miteinander zu verbinden.
  • Sowohl über die neuen Querungen als auch über den barrierefreien Aufgang verlängert sich die Achse für Fußgänger durch das Stadtzentrum. So gelangt man bequem vom Bahnhof in die Altstadt und in die Stadtgrabenstraße und die trennende Barriere am Elbenplatz wird reduziert.
  • Die Ampelphasen am Elbenplatz werden umverteilt. Die Zufahrt Herrenberger Straße kann von einer längeren Grünphase profi tieren. Die verkehrliche Leistungsfähigkeit für den Kfz-Verkehr am Elbenplatz bleibt erhalten und die Stauanfälligkeit nimmt ab. Durch die Umlenkung der Stadtgrabenstraße über den Friedrich- List-Platz fährt ein Teil der Fahrzeuge direkt Richtung Flugfeld und A81 weiter und verringert die Verkehrsmenge am Elbenplatz.
  • Der Durchfahrtsverkehr in der Stadtgrabenstraße wird verlagert. Der Bereich wird sich daraufhin weiterentwickeln.
    Weniger Lärm sowie einladende Aufenthaltskonzepte schaffen einen Platz zum Wohlfühlen. Auch ein Plus für die Gastronomie und den Einzelhandel.
  • Dringend nötige Tiefbauarbeiten der Versorgungsträger sowie die Sanierung des Asphaltbelags können in die Umgestaltung des Elbenplatzes gleich integriert werden.

Wie aufgezeigt, eröffnet die Umgestaltung des Elbenplatzes viele neue Perspektiven und Lösungen für langbestehende Probleme. Die Realisierung der Maßnahme ist noch vor Baubeginn der A81 möglich. Ein späterer Bau hätte eine deutlich höhere Staugefahr aufgrund der A81-Baustelle zur Folge.

Meilensteine

  • Gemeinderat 22. Mai 2019: Vorstellung verkehrliches Konzept zur Anlage separater Radverkehrsanlagen im Bereich des Elbenplatzes.
  • Gemeinderat 20. November 2019: Entscheidung für Konzeptentwurf B – „grünoptimierte Variante“ als Basis für die Entwurfsplanung. Die Verwaltung wird beauftragt, die Planung auszuarbeiten.
  • Gemeinderat 18. März 2020: Baubeschluss für den Umbau der Verkehrsanlage Elbenplatz. Der Gestaltungsplanung wird zugestimmt.
  • Gemeinderat 22. Juli 2020: Vergabe der Tief- und Straßenbauarbeiten sowie der Kanalbauarbeiten.
  • August 2020: Baubeginn
  • 2. Jahreshälfte 2021: geplante Fertigstellung

Ausgangssituation

Am Schnittpunkt der drei innerstädtischen Bereiche Altstadt, Unterstadt und Stadtgarten befindet sich der Elbenplatz, Böblingens Mitte an den Seen, zentraler Verknüpfungspunkt der Stadt und der innerstädtischen Verkehre.
Für den motorisierten Individualverkehr kreuzen sich hier die Fahrbeziehungen Ost-West sowie Nord-Süd (Herrenberger Straße, Poststraße, Stadtgrabenstraße und Wolfgang-Brumme-Allee). Dieser zentrale Verteilungspunkt ist einer der am stärksten befahrenen Verkehrsknoten im Stadtzentrum. Von der Autobahn A81 kommend führt der direkte Weg in die südlichen Wohngebiete über den Elbenplatz, was sich insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten bemerkbar macht. Der Schloßbergring hat hier seinen Anfang mit der Einfahrt in die Poststraße und sein Ende in der Ausfahrt aus der Stadtgrabenstraße, wobei dafür nur wenig Zeit und somit eine kurze Ampel-Grünphase zur Verfügung steht. Häufig ist ein Rückstau an der Ampel die Folge.

Auch für Fußgänger und Radfahrer ist der Elbenplatz von zentraler Bedeutung. Über den Elbenplatz werden die Bereiche der Innenstadt und damit wichtige Zielorte wie z. B. der Bahnhof, die Einkaufsmöglichkeiten in der Unterstadt, die Nutzungsangebote
in der Altstadt etc. untereinander verbunden. Von der ÖPNV-Drehscheibe Bahnhof und dem Flugfeld kommend muss am Ende der Fußgängerzone eine fünfspurige Straße gequert werden. Dieser verkehrlich neuralgische Punkt behindert die Verknüpfung der Geschäfte und fußläufigen Ziele in der Altstadt und dem Stadtgarten mit dem Geschäftsbereich der Unterstadt. „Die verbesserte Vernetzung der Unteren Stadt mit der Altstadt und dem Stadtgarten“ ist daher eines der städtebaulichen Leitziele für die künftige Entwicklung des Schloßbergrings.
Dementsprechend wurde nach Lösungsmöglichkeiten gesucht, die Überwindung der Barriere am Elbenplatz mit den verkehrlichen Anforderungen zu vereinbaren.
Zudem besteht aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Fuß- und Radverkehrs erneut Handlungsbedarf, um dem gerecht zu werden.

Planungskonzept

Um die Bedürfnisse aller Verkehrsarten angemessen zu berücksichtigen, ist die Fläche zu klein. Bislang durchkreuzen den Elbenplatz auf der Hauptachse (Wolfgang- Brumme-Allee/Herrenberger Straße) bis zu zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung. In Zukunft wird die Hauptachse auf eine Fahrspur je Fahrtrichtung reduziert, um dem Fahrradverkehr einen eigenen Raum einzurichten. Gleichzeitig wird die Kreuzung an die klimatischen Veränderungen in der Stadt angepasst und mit mehr Grün versehen.
Es werden zwei Fahrbeziehungen wegfallen: Das Ausfahren von der Stadtgrabenstraße in die Poststraße und in die Herrenberger Straße. Diese Verkehre werden künftig über die Sindelfinger Straße und die Friedrich-List-Straße zum Elbenplatz geführt werden. Aus der Stadtgrabenstraße selbst ist dann nur noch ein Rechtsabbiegen möglich.
Durch diese Vereinfachung lässt sich in den anderen Fahrtrichtungen eine längere Grünzeit der Ampeln erzielen, weshalb insgesamt der Verkehrsfluss gewährleistet wird.
Zudem wird später durch den Wegfall der Fahrbeziehungen die Stadtgrabenstraße optisch aufgewertet und mit mehr Aufenthaltsqualität versehen. Dies ist eine Entwicklungschance für den dort ansässigen Einzelhandel und die Gastronomie.

Verkehrsbeziehungen am Elbenplatz Grafik früher und künftig

Neugestaltung

Von zentraler Bedeutung ist die Überwindung der verkehrlichen Barriere und die Fortsetzung der Hauptfußgängerachse der Stadt vom Bahnhof kommend über die Fußgängerzone Bahnhofstraße weiter zum Elbenplatz, zum Schloßbergring und in die Altstadt. Es entstehen eine weitere Fußgängerfurt für den direkten Weg in die Altstadt sowie breitere Querungshilfen für Fußgänger in der Fahrbahnmitte. Der Zugang zur Altstadt wird aufgewertet, es entsteht ein Entrée in die historische Stadtmitte.
Anhand des Entwurfs ist zu sehen, dass die durchgehende Baumreihe sowohl in der Herrenberger Straße als auch in der Wolfgang-Brumme-Allee in der Straßenmitte ein Stadtbild prägendes und Schatten spendendes Element wird.
Eine separate Radverkehrsführung wird hergestellt. Der Knoten Elbenplatz im Bereich der Einmündung Poststraße wird zu Gunsten größerer Fußverkehr- und Aufenthaltsflächen kompakter gestaltet.
Die Einfahrt von der Herrenberger Straße in die Poststraße wird etwas Richtung Osten verschoben, die südliche Freifläche des Elbenplatz damit vergrößert und die westliche Fußgängerfurt von der Bahnhofstraße zum Elbenplatz gleichzeitig geringfügig Richtung Westen versetzt. Die bisherige Dreiecksmittelinsel entfällt. Für Fußgänger und Radfahrer wird die Querung der Herrenberger Straße vereinfacht.
Als direkte Anbindung von der Bahnhofstraße zu Altstadt/Seebuckel und Stadtgrabenstraße ist eine V-förmige Furt am östlichen Elbenplatz geplant. Neben der Umgestaltung werden auch Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert sowie Beleuchtung und Ampeln vollständig durch neue Anlagen ersetzt. Durch die Vergrößerung der Platzfläche können Veranstaltungen mehr Fläche bekommen.

Konzeptvorschläge zur Neugestaltung Elbenplatz, Büro Bauchplan, München-Wien
Konzeptvorschläge zur Neugestaltung Elbenplatz, Büro Bauchplan, München-Wien

Download Infomaterial

Hauswurfsendung Umbau Elbenplatz
Hier finden Sie die Hauswurfsendung Umbau Elbenplatz im PDF-Format.
Flyer Umbau Elbenplatz für Einzelhandel und Gastronomie
Hier finden Sie den Flyer Umbau Elbenplatz für Einzelhandel und Gastronomie im PDF-Format.

Aktuelle Informationen zu Sperrungen und Umleitungen

Umbau Elbenplatz: Teilweiser Rückbau im 1. Bauabschnitt macht wieder mehr Fahrbeziehungen möglich

Plan Baustelle Elbenplatz

Die Arbeiten im Bauabschnitt 1 am und um den Elbenplatz kommen gut voran. Deshalb sind ab der Nacht auf Samstag, 5. Dezember 2020, wieder Fahrbeziehungen möglich, die bislang für Bauarbeiten gesperrt waren. Die Umstellung kann gut vier Wochen früher erfolgen als ursprünglich geplant.
 
Diese neue Phase und damit der gesamte 1. Bauabschnitt wird gemäß aktuellen Planungen voraussichtlich im Lauf des ersten Quartals 2021 abgeschlossen. Über den dann folgenden Bauabschnitt 2 wird wie gewohnt gesondert informiert.
 
Umstellung am Abend des 4. Dezember mit kurzzeitiger zusätzlicher Sperrung
 
Die Baustelle wird am Freitag, 4. Dezember 2020, ab 19.00 Uhr umgestellt. Dafür ist das Fahren ab Elbenplatz in Richtung Herrenberg über wenige Stunden nicht möglich. Eine kurzfristige Umleitung über Poststraße und Tübinger Straße wird ausgeschildert.
 
Danach wieder mögliche Fahrbeziehungen
 
Die Kreuzung Parkstraße / Herrenberger Straße / Lyon-Sussmann-Straße ist wieder vollständig und in alle Richtungen befahrbar.
 
Die weitere bisherige Verkehrsführung bleibt bestehen [siehe Plan anbei]
 
D.h. es gilt die Einbahnstraßen-Regelung in der Wolfgang-Brumme-Allee vom Elbenplatz kommend in Richtung Friedrich-List-Platz.
Für den Abschnitt von Friedrich-List-Platz in Richtung Elbenplatz verläuft die Umleitung über Wolfgang-Brumme-Allee – Konrad-Zuse-Straße – Calwer Straße zur Herrenberger Straße.
 
In der Herrenberger Straße sind beide Fahrtrichtungen mit je einer Fahrspur möglich. Das Einfahren von der Herrenberger Straße in die Poststraße und das Fahren aus der Stadtgrabenstraße in alle Richtungen sind möglich.
 
Für den Fußgänger- und Fahrradverkehr ist ein gesichertes Durchkommen gewährleistet.
Geschäfte und Gastronomie in der Innenstadt sind jederzeit erreichbar.