Anerkennung und Würdigung im sozialen Bereich

Die Stadt Böblingen schreibt den Sozialpreis 2021 aus.
Er wird alle zwei Jahre und in diesem Jahr zum 11. Mal vergeben. Der Bewerbungszeitraum ist vom Freitag, 23. April bis Freitag, 21. Mai 2021.
Die Teilnahmebedingungen und der Online-Bewerbungsbogen sind hier ab Freitag, 23. April abrufbar.

Der Sozialpreis soll das Bewusstsein und Interesse für bürgerschaftliche Beteiligung stärken und auf die abwechslungsreichen Angebote von Einzelpersonen, Vereinen, Kirchen und Organisationen, aber auch von Unternehmen aufmerksam machen, die eine positive Entwicklung im Zusammenleben der Generationen und Kulturen bewirken.

Der Preis würdigt seit 2001 die Leistungen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich ehrenamtlich für die Entwicklung des Gemeinwesens - insbesondere im sozialen Bereich - in Böblingen engagieren (gemäß der Richtlinie über Ehrungen im sozialen Bereich 021.52 (44,7 KiB)).

Durch die Nominierung wird der ehrenamtliche Einsatz besonders hervorgehoben. Die zu ehrenden Personen werden vom Oberbürgermeister auf Vorschlag des Amts für Soziales im Einvernehmen mit dem Verwaltungs- und Kulturausschuss des Gemeinderats im Herbst 2021 in einer nicht-öffentlichen Sitzung festgelegt (gemäß der Richtlinie über Ehrungen im sozialen Bereich 021.52).

Ehrenamt ist gut und wichtig!

Freiwilliges Engagement ist unverzichtbar für unser Zusammenleben und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Engagement ermöglicht vielen Menschen die Teilhabe an der Gesellschaft. Allen, die einen Beitrag dazu leisten: den Vereinen, den Selbsthilfegruppen, den Kirchengemeinden, den Elternbeiräten, den Bürgerinitiativen und unseren Ortschafts- und Gemeinderäten gilt Dank und Anerkennung. Genauso Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe, in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, in der Seniorenarbeit, in Patenschaftsprojekten und Integrationsangeboten, in Projekten für Familien, in Stadtteilarbeitskreisen und Stadtteiltreffs.

In vielfältiger Weise investiert die Stadt Böblingen in das Ehrenamt, das Vereinsleben und unterstützende hauptamtliche Strukturen wie z.B. die Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement, die „Koordinationsstelle für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe“, das Jugendreferat oder die Integrationsbeauftragte.

Die Ausschreibung und Vergabe wird organisiert von der:

Aktivitäten im sozialen Bereich

Es werden insbesondere ehrenamtliche Aktivitäten geehrt, die

  • sich durch herausragendes Engagement  im sozialen Bereich auszeichnen,
  • zur Stärkung der Familien- und Kinderfreundlichkeit der Stadt Böblingen beitragen,
  • soziale Integration verschiedener Milieus fördern,
  • generationenübergreifend wirken,
  • zur Inklusion von Menschen mit einer Behinderung beitragen oder
  • die Integration von Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft oder Religion unterstützen.

Die Stadt Böblingen ist der Meinung, dass bürgerschaftliches Engagement grundsätzlich höchste Anerkennung verdient. Als Auslober des Sozialpreises eine Auswahl zu treffen, welche Leistungen dabei höher zu bewerten und herauszustellen sind, ist nicht einfach und wird immer Fragen offen lassen. Mit dem Sozialpreis soll herausragendes, überdurchschnittliches und langjähriges Engagement im sozialen Bereich gewürdigt werden. Die Bewerberinnen und Bewerber helfen dem Amt für Soziales, indem sie ihre Empfehlung verständlich und übersichtlich beschreiben.

Bewerbungen in den folgenden Kategorien:

  • Einzelperson, die bürgerschaftlich und sozial engagiert ist.
  • Verein, Gruppe, Bürgerinitiative, Selbsthilfegruppe, Organisation oder Projekt, in dem/der ehrenamtlich im sozialen Bereich gearbeitet wird.
  • Unternehmen, die sich in besonderer Weise sozial engagiert haben oder die in besonderem Maße das soziale Engagement der Mitarbeiter/innen ermöglichen oder fördern.

Voraussetzungen:

  • Die Projekt- und Engagementdauer soll mindestens 1 Jahr betragen.
  • In der Beschreibung des Ehrenamts sollte die Nachhaltigkeit des Engagements erkennbar sein bzw. dass Dauerhaftigkeit angestrebt oder erreicht ist.
  • Das Ehrenamt und die Projekte müssen über Willensbekundungen hinausgehen und erste Erfolge erkennbar nachweisen.

Nicht berücksichtigt werden das bürgerschaftliche Engagement von Mitgliedern gewählter Volksvertretungen, von Schiedsleuten, Schöffinnen und Schöffen sowie das ehrenamtliche Engagement in Gewerk­schaften und politischen Parteien. Ebenso ausgeschlossen sind Aktivitäten, die mit einer regelmäßigen, über eine übliche Aufwandsentschädigung hinausgehenden Geldleistung honoriert werden.

Gemeinsam für Böblingen

Sozialpreisträger von 2001 bis 2019

Folgende Personen und Einrichtungen erhielten in den letzten Jahren einen Preis (Die angegeben Jahreszahlen beziehen sich auf das Jahr der Vergabe.):
 

Übergabe des Böblinger Sozialpreises 2019 am 16. Januar 2020 (v.l.): Erster Bürgermeister Tobias Heizmann, Yvonne Paetel (Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement), Ursula Scholz und Ingeborg Gottwald (Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.), Prof. Dr. Hans-Ulrich Smoltczyk und Barbara Smoltczyk (Montagstreff), Sladana Kolendaric und Andreas Enzinger (real Markt im Röhrer Weg) und Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz. Bild: Ingo Reimer

2019: Kategorie Einzelperson: Hans-Ulrich Smoltczyk und Barbara Smoltczyk - 2007 bis 2018 Engagementfeld: Montagtreff im Treff am Murkenbach; Kategorie Vereine, Organisationen, Projekte: Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. - 1976 wird der Verein gegründet und ist seitdem eine Anlaufstelle in Böblingen - Engagementfeld: Auffangen, Informieren, Begleiten während und nach einer Krebserkrankung. Kategorie Unternehmen: real Markt im Röhrer Weg - seit über 2 Jahren Engagementfeld: Ausbildung und Beschäftigun von Flüchlingen und Menschen mit einer Behinderung.

2017: Kategorie Einzelperson: Iris Wersich - 16 Jahre aktiv bei der Jugendfarm, 15 Jahre Vorstand und Leiterin der Jugendfarm; Kategorie Vereine, Organisationen, Projekte:  Arbeitskreis Dritte Welt Böblingen e.V, 1976 gegründet - Engagementfeld: Weltladen seit 1980 / soziale Gerechtigkeit sowie Rheuma-Liga Baden-Württemberg e.V., Arbeitsgemeinschaft Böblingen/Sindelfingen, 1981 gegründet - Engagementfeld: Selbsthilfegruppe für alle Rheumabetroffenen.

2015: Kategorie Einzelperson: Marianne Seifert – 12 Jahre beim Ökumenischen Hospizdienst, 5 Jahre beim Böblinger Tafel-Laden und 14 Jahren bei Obdachlosenhilfe der Stadt Böblingen tätig; Gerhard Vieser - 21 Jahre Kassenführung, Organisation von Veranstaltung und Renovierung des Freizeithauses im Allgäu der Lebenshilfe Böblingen e.V.; Kategorie Vereine, Organisationen, Projekte: Rollstuhlfechtgruppe der Sportvereinigung Böblingen, Abteilung Fechten; Kategorie Unternehmen: Hewlett-Packard GmbH - setzt sich seit 3 Jahren für unterschiedlichste Projekte ein, die teils von Mitarbeiter/innen und teils von HP-Organisationen initiiert werden. Im Rahmen des Social Engagement Programmes werden den Mitarbeitenden bis zu 4 Stunden Arbeitszeit im Monat für ehrenamtliche Tätigkeiten zur Verfügung gestellt.

2013: Kategorie Einzelperson: Gisela Kern als ehrenamtliche Mitarbeiterin und Mitgründerin der AMSEL Kontaktgruppe Böblingen – Sindelfingen; Monika Hörner für ihr langjähriges Engagement in der Martin-Luther-Gemeinde, dem Stadtteilarbeitskreis Rauher Kapf und für Demenz-Erkrankte und Pflegebedürftige.; Kategorie Vereine, Organisationen, Projekte: Böblinger Tafel-Laden (Evangelische Gesamtkirchengemeinde Böblingen), der 2005 öffnete.; Kategorie Unternehmen: Kreiszeitung Böblinger Bote - Fördert seit 1988 die „Pro-Vita Aktion Lebenshilfe e.V“ mit der Weihnachtssternaktion. Der Verkaufserlös kommt ungeschmälert sozialen Projekten und Einrichtungen zugute.

2011: Kategorie Einzelperson: Ingeburg Carius - 37 Jahre Leiterin des Singkreises "Sing mit“; Serdar Ertürk - 29 Jahre ehrenamtlich engagiert, Gründungsmitglied „Helfende Hand e.V.“, Anti-Aggressions-Projekte für Jugendliche und Erwachsene, Väter- und Männer-Seminare; Brigitte Richter - 27 Jahre beim AWO Ortsverein tätig, Engagement in der Seniorenarbeit, Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und von Menschen mit einer Behinderung.; Kategorie Vereine: "Arbeitskreis Leben e.V. Hilfe in Lebenskrisen und bei Selbsttötungsgefahr"
 
2009: Pfarrer Paul Schobel wurde für den Aufbau, die Leitung und langjährige Förderung der Betriebsseelsorge Böblingen sowie für die Gründung des Arbeiterzentrums der Stadt Böblingen geehrt.
 
2007 für das langjährige Engagement im Bürgercafé Emil: die Gründungsmitglieder des Café Emil Brigitte Clemen, Helga Dudenhausen, Kristina von Ehrenkrook-Grabsch, Inge Glanzmann, Werner Kramme, Andrea Opalla, Verena Stierle, Ottmar Wahler.
 
2005 im europäischen Jahr der Demokratieerziehung für besondere Verdienste im Bereich der Integration: Jutta Jakobi (Betreuung einer kurdischen Familie), Tahsin Mengüllüoglu (Vorsitzender des KSC), Elfi Juppen, Ursula Stürner, Ingrid Vogt, Heidi Schüppen, Sigrid Setaro und Renate Pfizenmaier (Hausaufgabenbetreuung an Böblinger Schulen), Ayse Gözlükaya (Vorsitzende des Türkischen Elternvereins).
 
2003 im europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen: Harry Jung (AMSEL Kontaktgruppe), Helga Kramme und Werner Kramme (Rollstuhlinitiative), Gisela Klose, Rudi Klose, Elsbeth Wagner (Freizeitclub für Behinderte und Nichtbehinderte), die Alzheimer Betreuungsgruppe Böblingen (Brigitte Scholz und zehn weitere Personen), Caritas Kreis im Pfarramt St. Maria zur Begleitung von Behinderten und ihren Angehörigen (Adelheid Braig und fünf weitere Personen), das Team Wohnberatung für behinderte Menschen (Erich Binder und sechs Personen).
 
2001: 132 ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen von Besuchsdiensten der Kirchen, von Wohlfahrtsverbänden und aus Alten- und Pflegeheimen.